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Über Leander

Ich bin 52 Jahre.Lebe in Bremen und arbeite an der Uni Bremen. Seid 1983 bin ich verheiratet. Eigentlich ist alles ganz normal bei mir Aber dadurch das ich Schwerbehindert bin ist es nicht mehr ganz so normal. Meine Freizeit Aktivitäten sind Politik, Fußball, Sport und natürlich Computer bzw. Internet Dazu kommt unser Kleingarten Ich handel nach dem Motto: Genieße jeden Tag

Design

Nun ist es soweit, ich habe mich auf ein neues Design festgelegt. Ob es so bleibt? Schwer zu sagen. Auf der einen Seite gefällt es mir, auf der anderen Seite ist es noch gewöhnungsbedürftig.

Wenn man allerdings immer alles gleich machen würde, nie den Mut aufbringen würde Veränderungen vorzunehmen, wahrscheinlich würde ich noch im Rollstuhl sitzen, oder wir würden noch ganz wo anders wohnen. Es gibt so viele Beispiele, sie laufen allesamt auf eines hinaus

Das Leben besteht aus Veränderungen, und wer sich dem nicht stellt, der hinkt irgendwann nur hinterher.

Darum ist mein neues Design „Twenty Sixteen“ ein Design das vor allen für Barriere Freiheit steht

Mein Fußball

Aus aktuellen Anlass kommt ein Mehrteiler über mein Leben als Fußballer. Das wird ein längerer Beitrag, für den man nicht nur mehr als 10 Minuten zum Lesen braucht, sondern der mir noch mehr Schweiß und Gefühle abverlangt als normale Beiträge.

Genau, wie im Beitrag „Weisheiten XXXV“der im Juni 2011 erschien, wird es ein Artikel der mir alles abverlangt. Das kostet Nerven, aber auch Zeit

Gedanken 64

In den letzten Wochen gab es einige Fast – Stürze und jetzt auch einen richtigen Sturz mit dem Fahrrad. Es gibt genügend Ereignisse die bei mir suboptimal verlaufen sind. Das betrifft mich zwar generell aber vor allen in letzter Zeit. Und doch gibt es keinen Grund zum Klagen.

Ich messe meinen Stand, meinen Ausgangspunkt immer an der Zeit im Rollstuhl. Die ersten Tage im Krankenhaus sind für mich der Gradmesser für alle weiteren Ereignisse. Alles was nach der dritten OP im September 1967 kam ist eine Steigerung. Denn von da an wurde alles besser, es ging immer nur aufwärts.. Es gab zwar aber immer wieder Phasen der Rückschritte. Doch die gehören wohl zum Leben dazu.

Und Heute? wo stehe ich? Wie ist meine Weiterentwicklung? Es ist eine Mischung zwischen Gigantisch, unnormal und unglaublich.

Was sind da  schon ein paar Fahrrad stürze ?  oder eine Häufung von Anfällen? Nichts was der Rede wert ist, es ist eher von Glück für mich zu reden.

Bisher ist nichts gravierendes in diesen Jahr passiert und so kann es auch ruhig bleiben. Es ist eben so, sich an vergangenes, an Erreichtes zu erinnern, kann manchmal Hilfreich sein.

Pfingstengel

Pfingsten war bei uns alles normal, nichts aufregendes – einfach gut. Wenn nicht gestern Mittag gewesen wäre, dann hätten wir perfekte Pfingsten gehabt.

Durch eine Ungeschicktheit von mir, ist mein Fuß von der Pedale gerutscht und ich bin mit dem Rad gestürzt. Das ganze fand auf unseren Schleichweg, direkt neben dem vor uns liegenden Haus zur unseren Garten statt.  Mit etwas Pech wäre ich mit dem Kopf gegen die Hauswand geknallt, es ist nur deswegen nicht so schlimm ausgegangen, weil mein Schutzengel wieder einmal an meiner Seite war, und ich auf der linke Gesäß hälfte gelandet bin..

Jetzt bleibt mir aber nichts anderes als Galgenhumor, denn mein Sturz hat Folgen:

Dadurch das mein Beschützer sogar am Feiertag für mich aktiv war, hat er dafür gesorgt das mein Rücken verstaucht ist und Fußball am Donnerstag für mich unmöglich ist. Vielleicht braucht mein Schutzengel auch mal Urlaub von mir. Wenn mein Fußball am Donnerstag aufgrund eines kaputten Rückens ausfällt, kann mein Engel auch mal Pause machen.

 

Schwierig

1&1 Managed WP Basic

So schwierig sich der Titel liest, so schwierig wird es auch. Ich habe mich auf ein neues Programm eingelassen. Es ist aktueller und kosten günstiger. Aber es zu installieren ist extrem schwierig und bringt die Gefahr mit sich, das alles gelöscht werden könnte. Um dies zu vermeiden, steht eine Menge Arbeit an.  Auf mich kommt also einiges zu.

Es wird einige Tage – wahrscheinlich Wochen – dauern bis alles fertig ist. Aber eines ist klar.

Es gibt nichts unmögliches, es ist nur eine Frage der Zeit

Diät Versuch

Eine Woche Urlaub ist immer ein Glücksspiel in Bezug auf das Wetter. Diesmal war es Sonne pur. Es waren erholsame und fast immer sonnige Tage. Allerdings hat diese ruhige genussvolle Zeit auch Folgen. Mein Gewicht schießt in die Höhe. Am Wochenende war mir danach es mal aus zu probieren, wie es denn wäre, wenn ich weniger essen würde?

Es gab schon bessere Ideen von mir. Die ganze Nacht dominierte ein Hunger Gefühl, das nicht verschwinden wollte. Es war kaum möglich in den Schlaf zu kommen. Und wenn es mir mal gelungen war, ein paar Minuten zu schlafen, dann handelten meine Träume nur von meinen Lieblingsgerichten und besten Essen. Am nächsten Morgen kam es so wie es laut ärztlicher Vorhersage kommen musste. Es stand nicht ein Anfall, sondern  gleich mehrere auf der Tagesordnung. Mir fielen die Worte meines ersten Nervenarztes, aus den siebzigern, wieder ein.

„Sie dürfen nicht zuviel aber vor allen nicht zu wenig Essen und überhaupt nichts essen das muss für sie Tabu sein. Nichts zu essen kann ihr Körper für eine bestimmte Zeit ertragen, ihr Gehirn jedoch nicht. Es fängt an zu streiken und ist dann unberechenbar. Die Folge sind dann vermehrt Epileptische Anfälle.“

Der gute Mann hatte recht. Weniger oder später am Tag essen, ist kein Problem für mich. Aber die radikale Variante und nichts zu essen, das kommt für mich nicht mehr in Frage.

Lieber brauche ich ein paar Monate oder Jahre  mehr um mein Gewicht zu reduzieren,  aber nicht mit einer Diät, dem Wahnsinn mit den Diät Wahn werde ich nicht mit machen.

der Erste

Heute morgen stand ein LKW halb auf dem Gehweg und dem Radweg. Er wollte  ein Gerüst zur Verschönerung diverser Häuser anliefern.

„Es geht schon – ich komme gut vorbei“ war mein Kommentar.

„Sie sind der erste der nicht meckert, bisher haben mich alle die hier vorbei gekommen sind  beschimpft“ entgegnete er darauf.

Gleich am Morgen so freundliche Worte zu hören das tut gut. So beginnen „Glückliche Tage“

Es ist mir unverständlich das jemand der etwas Gutes bewirken will, so Negativ behandelt wird. Dabei wäre es doch so leicht. Man könnte es einfach Positiv sehen.  In ein paar Wochen sind die fast farblosen Häuser wieder mit einer guten Fassade versehen. Dafür hat man auch mal einen Bogen von ein paar Metern um den LKW gerne in Kauf genommen.

Warum immer so Negativ? Es kann doch alles so leicht sein, man muss nur die guten Seiten sehen. Am Mittag war das Gerüst übrigens aufgebaut und der Wagen wieder weg.

Gefährlich

Es ist bei mir tatsächlich so gekommen wie ich es, vor über einen Jahr, als „Horror Szenario“ betrachtet habe. Doch was ist so schlimm daran? Ungewohnt ist es  – aber nicht schlimm geschweige denn traurig. Nahezu alles an Aktivitäten ist von mir eingestellt worden oder wird es in der nächsten Zukunft. Gemessen an dem wie  mein Leben bis vor kurzen war, ist es aber ein Gutes Gefühl, das mich umgibt.

Gefährlich, Riskant oder unvernünftig – das wäre die treffende Beschreibung gewesen. Positiv betrachtet kann man es auch Wagemutig bezeichnen. Nun beginnt ein neues Kapitel.

Ich sehe es als Glücksfall an, das es für noch möglich ist, all das zu erleben was noch auf mich zu kommt in den nächsten Jahren. Alle Gefahrenherde wurden von mir auf ein Minimum beschränkt, wodurch meine Sicht eine ganz andere geworden ist. So ist es mir unverständlich wie unvorsichtig ja Gefährlich mein bisheriges Leben verlaufen ist. Und doch würde ich fast alles wieder so machen. Ja gut die Verkehrsregeln würden von mir nicht immer so missachtet werden, aber ansonsten gäbe es wahrscheinlich keine Unterschiede.

Ohne Risiko kann man nicht zum Erfolg kommen, und mein Leben ist eine Erfolgsgeschichte.

Nun kommt der Zeitpunkt an dem die altersbedingten Schwächen des menschlichen Körpers immer bei mir mehr zum Vorschein kommen. Und die voraus gesagten Schwierigkeiten  meiner Krankheit treten jetzt auch nach und nach verstärkt auf. Aus meiner Sicht ist es aber ein Grund zur Freude und alles als glückliche Fügung zu betrachten.

Gegen das Alter und sein Gebrechen kann man nichts machen,  außer stolz darauf zu sein, das man soviel erleben durfte Und bei meiner Krankheit? Da bin ich einfach Glücklich das viele Prognosen entweder überhaupt nicht wahr geworden oder nur teilweise nach über vierzig Jahren eingetreten sind.

Warum auch immer – das ist mir Heute auf dem Rad durch den Kopf gegangen.

Deswegen ist jeder Tag für mich ein Tag der glücklich und zufrieden genossen werden sollte

Fußball 9/17

Er hat es versucht – so könnte man den Donnerstag Abend  von mir auch beschreiben.

Meine beste Momente waren das warm machen und warm Schießen vor dem Spiel. Es gelang mir den Ball perfekt zu stoppen und ziemlich hart aufs Tor zu schießen. Das Spiel selber habe ich als Torhüter verbracht.

Da ich unglücklich gestürzt und auf den Hinterkopf gefallen war, ist es mir im Augenblick nicht möglich mehr über Fußball zu sagen. Das ganze muss erst einmal von mir verarbeitet werden.

Mein Rücken

So lange mein Gefühl mir ein „leichtes Risiko“ signalisiert, so lange ist  alles ok, denn eine 100% Sicherheit gibt es nie. Aber jetzt ist ein großes Fragezeichen in meinen Innern. Das ist Neu.  Heute Abend weiß ich mehr. Sollte es soweit kommen, das nichts mehr geht – dann ist Heute Abend Schluss mit Fußball.

Der Einschnitt wäre aber so gravierend, das ich mir im Vorfeld schon mehrere Hintertüren eingebaut habe. Eine wäre  das ich für ein paar Wochen aussetze..

Bis dahin werde ich auf die Zähne beißen, in der Hoffnung das sich mein Rücken, der mir im Augenblick starke Probleme bereitet, wieder erholt. Immerhin ist das schon ein paar mal der Fall gewesen und gut gegangen.

Überhaupt mein Rücken! Er wäre für jeden Orthopäden eine Freude, hätte er doch ein Versuchs Objekt und einen Patienten auf Lebenszeit. Es hilft also nichts. Es wird nie wieder besser, also muss ich mir mein Leben Rücken Freundlich gestalten.

Hier ist es wieder, das mir nichts anderes übrig bleibt als Abstriche von lieb gewonnen Aktivitäten zu machen. Was macht das schon?

Hauptsache es geht  mir gut und ich Lebe