Über Leander

Ich bin 52 Jahre.Lebe in Bremen und arbeite an der Uni Bremen. Seid 1983 bin ich verheiratet. Eigentlich ist alles ganz normal bei mir Aber dadurch das ich Schwerbehindert bin ist es nicht mehr ganz so normal. Meine Freizeit Aktivitäten sind Politik, Fußball, Sport und natürlich Computer bzw. Internet Dazu kommt unser Kleingarten Ich handel nach dem Motto: Genieße jeden Tag

Vergangenheit

Inzwischen ist von mir und meinen Geh Stock einiges geschrieben worden und es werden bestimmt noch einige Artikel folgen.

Es reicht schon ein gebrochener Finger, und es entsteht für den betroffenen eine neue Lebenslage. Je nach Dauer des Krankheits- oder Genesungsprozesses verändert sich das jeweilige Leben.  Man muss sich vollkommen  neu orientieren. Die neue Situation zu akzeptieren – das ist noch leicht. Aber mit den damit verbundenen Konsequenzen fertig zu werden – das dauert etwas länger.

Mir war gar nicht klar, was für Folgen sich für mich ergeben.  Selbst eine Tür zu öffnen gelingt nur umständlich, genauso  ist es wenn ich etwas tragen will, es sind viele selbstverständliche Dinge die mir Schwierigkeiten bereiten, aber dafür ist das Wort „Rückenschmerzen“ Geschichte und der ungleiche ja schwankende Gang gehört auch der Vergangenheit an.

So langsam fange ich an, mich auf eine bessere Zukunft ein zu stellen. Um das zu erreichen hilft nur eines  – Positiv Denken

Schwer

???

Diese Fragezeichen stehen im Moment für meinen Gefühlszustand. Es ist leicht darüber zu schreiben, sich zu motivieren – es zu machen und ohne Schwierigkeiten umzusetzen das ist eine andere Sache.

Es ist ein neues Leben das auf mich zu kommt. Es ist nicht schlechter – nur ungewohnt. Passend dazu haben bei meinen Rad die Bremsen ihren Geist aufgegeben, so das ich vermehrt mit meinen Stock unterwegs bin.  Vielleicht fällt mir die Umstellung auch deswegen so schwer, weil ich nichts mehr tragen kann. Der Stock ist mein Begleiter – und fertig. Mal eben hinter der Bahn herlaufen – das geht nicht mehr oder meiner Frau beim Einkaufen die Tasche tragen – das geht überhaupt nicht.

„Ich kann gar nichts mehr! “

Dieser Gedanke schießt mir das ein oder andere Mal  durch den Kopf. Das ist natürlich vollkommener Unsinn, aber ich war es gewohnt mehr zu machen, mehr zu schaffen. Der Gehstock steht für mich symbolisch für diese Veränderungen, die sich für mich ergeben haben. Das mir das Gehen mit dem Stock auch schwer fällt war am Freitag zu sehen. Meine Belastungsgrenze war schneller erreicht als gedacht. Die Zeit der langen Fußmärsche ist wohl endgültig vorbei.

Doch deswegen bin ich zwar noch etwas irritiert, mehr jedoch nicht. Mit aller Macht versuche ich mich mit der Situation zurecht zu finden um das Positive darin zu sehen.

Fiasko

Fiasko, Gau oder Worst Case stehen im Duden für den gleichen Begriff: Schlimmster Fall der eintreten kann.

So ein Fall ist mir Freitag Mittag passiert. Auf der Fahrt von der Arbeit nach Hause verließen mich meine Kräfte. Erst rutschte mein linker Fuß wiederholt von der Pedale dann hatte ich das Gefühl so leer im Kopf zu sein, das ich gleich vom Rad falle. Relativ schnell wechselte ich auf den Fußweg um das Rad zu schieben, doch es wurde nicht besser sondern schlimmer.  Meine Frau  musste mich abholen um das Rad zu schieben.  Das war für mich ein totales Fiasko. Aber es war auch Glück denn mir ist nichts weiter passiert.

Das ganze hatte mich so stark mitgenommen, das mein Wochenende schon am Freitag gelaufen war. Dabei war die Arbeit nur etwas intensiver als üblich gewesen.  Doch was sich schon die letzten Tage angekündigt hatte, Freitag wurde es wahr. Meine Kräfte reichen nicht mehr so wie ich es gerne hätte. Je höher die Geistige Belastung umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, das mich meine Kräfte vollkommen verlassen und bei mir nichts mehr geht.

Auf eine gewisse Art und Weise ist das deprimierend aber.. gleichzeitig ist mir klar, das mich dieser Zustand schon vor über vierzig Jahren hätte treffen sollen.  Nun haben wir aber schon 2017 und es muss ja nicht so weiter gehen. Ich muss nur bereit sein, einiges in meinen Leben umzustellen – dann wird wieder alles gut

Müde

So langsam lassen meine Kräfte nach. Es ist eben doch etwas anderes wenn man allein lebt.  Zu zweit ist es nicht nur schöner sondern vor allen nicht so anstrengend. Zum Glück ist die Zeit heute Abend vorbei.  Früher fiel mir alles viel leichter. Inzwischen sind ein paar Jahre dazu gekommen.  Mein Körper hat sich verändert, mein Kopf ist nicht mehr so strapazierfähig, vor allen mein Handicap macht mir zu schaffen als früher, der Zahn der Zeit ist an mir nicht spurlos vorüber gegangen.

Anstatt darüber betrübt zu sein, ist bei mir jedoch Stolz und Zufriedenheit im Vordergrund.  Selbst mit 61 bin ich noch in der Lage vierzehn Tage allein zu leben und alles was dazu gehört dementsprechend zu machen.  Auch wenn am Ende die Kräfte nachlassen. Für mich zählt nur eines.

„Ich habe es wieder geschafft, es geht noch „

Zeichen

Manchmal gibt es Tage an denen alles schief zu laufen scheint. Das Unheil beginnt oft mit Kleinigkeiten die nicht erwähnenswert sind. Doch nach einer gewissen Zeit summiert sich das und bringt dann folgenden Ausspruch hervor

„Das ist nicht mein Tag“

Jeder kennt diese Situation, umso schöner ist es wenn man diese negative  Tendenz durchbrechen kann.

Es fing alles ganz harmlos an. Erst verschlafen, dann kam mir ein Strahl Orangensaft auf die frisch angezogene Jeans entgegen. Beinahe hätte ich meine Brille und auch die Armbanduhr vergessen.  Es ging damit weiter, das mir das Radfahren unerwartet schwer fiel, diverse Autos ziemlich robust meinen Weg beschnitten und ging beim Kaffee so weiter. Erst musste ich feststellen das mein morgendlicher Gesprächspartner nicht da war und dann gab man mir eine kleine Tasse Kaffee anstatt eines Bechers. 

Das war nun der negative Höhepunkt für mich. Eine Tasse im Becher – ist das so schwer zu verstehen? Eine Tasse kann ich kaum halten und beim Trinken fallen mir die ersten Schluck sehr schwer. Bei einen Becher sieht  das entspannter aus. Sollte ich jetzt Ärger machen? Sollte ich jetzt den beleidigten spielen? Nein das kam für mich nicht in Frage. Durch beißen und es schaffen gegen den Trend des Tages an kämpfen.

Es hat geklappt – seitdem läuft alles viel besser. Glück gehabt, das dieses einfache Konzept aufging.

Veranstaltung

Gestern Abend fand eine Veranstaltung statt für die nur ein kleiner Personenkreis, Einladungen erhalten hatte. Anfangs war mir nicht danach dort hin zu gehen, doch am Ende erwies es sich als richtig dort hin gegangen zu sein.

Es war ein Streitgespräch zwischen Reinhard Grindel, dem DFB Präsidenten, und Bremens Innensenator Ulrich Mäurer.  Es ging vor allen um die Gebühren für Polizeieinsätze  bei Bundesligaspielen.

Unter den Gästen waren einige Größen aus der Bremer Politik, die mich begrüßten ohne das sie von mir angesprochen waren.  Ein schönes Gefühl.  Als ich so da saß und den verbalen Schlagabtausch verfolgte überkam mich ein seltsames Gefühl. Meine Lust dorthin zu gehen war sehr klein gewesen, doch jetzt war mir klar: es hatte sich gelohnt.  Es war wieder einmal ein Spiegelbild des Lebens. Nur wer bereit ist, sich auf zu raffen und etwas zu machen, der kann genießen.

Einmal so im Gedanken ließ ich ihnen gleich ihren Lauf.  Was wäre wenn? ich nicht bereit gewesen wäre mich zu Qäulen? Wenn ich einfach alles hingenommen hätte? Wenn ich nie gekämpft hätte? Kurzum wenn ich mein Schicksal so hingenommen hätte?

Ganz einfach. Solche Veranstaltungen wie Gestern würden  für mich nicht in Frage kommen. Viele der schönen Dinge des Lebens würden mir verwehrt bleiben.

So stand am Ende für mich wieder einmal fest. Es lohnt sich immer zu kämpfen, sich zu bemühen, nie aufzugeben.  Solche Abende wie der gestrige sind dann eine gewisse Belohnung dafür

Wochenende

Diese Woche gibt es zwei Wochenenden für mich, so zumindest ist mein Empfinden.  Es ist optimal zum Kraft tanken, leider ist erst Weihnachten der nächste Feiertag.  Der gestrige Tag war mein Wasch – Putz und Haushaltstag zugleich. Also irgendwo zwischen 13.00 Uhr und 20.00 Uhr war genügend Zeit alles was anlag, zu erledigen. Kein Druck, kein Stress, für mich war es wie am Wochenende, bis heute Morgen dann war wieder Montag — Halt  gefühlt wie Montag es ist natürlich Mittwoch – bald ist wieder Wochenende

Talfahrt

Wenns nicht läuft – dann geht alles schief, warum soll das bei mir anders sein? Ist es leider nicht. Da hatte ich am Donnerstag geglaubt aus dem „Tal der Tränen“ heraus zu sein, doch schon am Samstag war es vorbei damit. Und sportlich kam Gestern noch ein Tiefschlag dazu.

Sowohl bei Werder als auch bei mir ist gerade eine Talfahrt angesagt. Doch eines gilt für Werder und  auch für mich. Aufgeben kommt nicht in Frage.. Mag  der Weg zum besseren auch steinig und hart sein, wer an sich und seine Fähigkeiten glaubt, wird sich auch erfolgreich durch setzen.

Nachdem mein PC wieder den Geist aufgegeben hatte, war ich zwar wenig begeistert, aber den Kopf hängen lassen wollte ich auch nicht. Vielleicht verlief der Sonntag etwas unmotiviert ab, das war aber schon alles. „Irgendwie wird es schon gut für mich sein“ war mein Denken.  Am Ende des Tages erschien es mir für meine innere Ruhe sinnvoll. Ich habe an dem Tag viel entspannt und bin somit voller Tatendrang…

Soviel muss dann doch nicht sein, aber genug um die PC Probleme zu vergessen und hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken.  „Alles wird Gut“

Genau auf diesen Satz lässt sich aufbauen. Wann und wie? ist für mich die große Frage, aber negativ Denken kommt in meinen Wortschatz nicht vor.

Alles Neu

Im Augenblick erscheint mir alles wie Neu.  Morgen fährt meine Frau zu ihrer Mutter in den Schwarzwald. Diesmal war es nicht, wie üblich, monatelang voraus geplant sondern sehr kurzfristig. Donnerstag kam die Frage und am gleichen Tag haben wir für sie gebucht.  Am Freitag kamen bei mir auch gleich Gedanken auf demnächst ohne Gehstock unterwegs zu sein. Doch das habe ich sehr schnell wieder verworfen. Warum quälen, wenn es nicht sein muss?

Morgens wird der Stock schon mein Begleiter sein, wenn ich meine Frau zum Bahnhof bringe, danach wird er bei der Kaffee runde an meiner Seite sein – genauso wie später auf der Arbeit. Es ist eben alles Neu für mich. Der Stock soll bei mir zur Selbstverständlichkeit werden, auch wenn es ungewohnt ist. Entscheidend ist das er mir hilft und diese Hilfe will ich wahr nehmen und nicht dafür schämen. Besser so als Schmerzen im Knie und Rücken sowie einen mitleid erregenden Gang haben.

Gelöscht!!

Es ist eine langwierige Arbeit und alles andere als zufriedenstellend. Das Löschen der Spams ist zeitaufwendig. Es waren wieder ungefähr 2.000. Doch was viel stressiger ist, das ist das Löschen der registrierten Leser. Es sind bei mir im Augenblick gerade 2.806 Leser die bei mir verzeichnet sind. Das ist mir eindeutig zuviel. Da über 99% für Spam verantwortlich sind, bleibt mir nichts anderes übrig als zu löschen. Bestimmt ist die ein oder andere  Adresse dabei, die nicht Spam verdächtig ist.

Für die bitte ich um Entschuldigung und das sie sich neu registrieren