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Schnee

Am Wochenende hat es etwas geschneit. Für Norddeutsche Verhältnisse war es sogar viel. Um sicher zu gehen bin ich am Montag mit der Straßenbahn zur Arbeit gefahren. Eigentlich eine gute Idee, so war die Verletzungsgefahr nicht gegeben, als wenn ich mit dem Rad unterwegs wäre. Doch es kam wieder einmal ganz anders. Es gibt einen Weg der nicht gestreut oder geräumt wird wenn es geschneit hat. Das sind die 800 Meter von der Bahn zur Bibliothek.

Dementsprechend Glatt war er auch. Es war eine Kraftanstrengung mit Folgen. Seitdem plagt mich ein Muskelkater im Hüftbereich, der mir das Gehen schwer fallen lässt. Mein Bewegungsrhythmus ist so eingeschränkt das ich die letzten Tage nur Zuhause verbracht habe.

Talfahrt

Wenns nicht läuft – dann geht alles schief, warum soll das bei mir anders sein? Ist es leider nicht. Da hatte ich am Donnerstag geglaubt aus dem „Tal der Tränen“ heraus zu sein, doch schon am Samstag war es vorbei damit. Und sportlich kam Gestern noch ein Tiefschlag dazu.

Sowohl bei Werder als auch bei mir ist gerade eine Talfahrt angesagt. Doch eines gilt für Werder und  auch für mich. Aufgeben kommt nicht in Frage.. Mag  der Weg zum besseren auch steinig und hart sein, wer an sich und seine Fähigkeiten glaubt, wird sich auch erfolgreich durch setzen.

Nachdem mein PC wieder den Geist aufgegeben hatte, war ich zwar wenig begeistert, aber den Kopf hängen lassen wollte ich auch nicht. Vielleicht verlief der Sonntag etwas unmotiviert ab, das war aber schon alles. „Irgendwie wird es schon gut für mich sein“ war mein Denken.  Am Ende des Tages erschien es mir für meine innere Ruhe sinnvoll. Ich habe an dem Tag viel entspannt und bin somit voller Tatendrang…

Soviel muss dann doch nicht sein, aber genug um die PC Probleme zu vergessen und hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken.  „Alles wird Gut“

Genau auf diesen Satz lässt sich aufbauen. Wann und wie? ist für mich die große Frage, aber negativ Denken kommt in meinen Wortschatz nicht vor.

Freimarkt 2017

Vorweg – ich fühle mich bestens, mein Gesundheitszustand ist gut. Und doch ist ein ängstliches Gefühl in mir. Der Freimarkt beginnt Heute.. Das Wetter ist sonnig und trocken. Wenn heute Nacht um ca. 22.00 Uhr das Feuerwerk beginnt dürfte der Markt überfüllt sein. Früher war das kein Problem für mich, doch die Lage hat sich etwas verändert. Längeres Gehen ist nur noch mit dem Stock möglich und langes Stehen auf einen Fleck fällt mir auch immer schwerer. Keine rosigen Aussichten – und doch werde ich es versuchen. 

Das Risiko eines Sturzes ist zwar groß weil mir immer jemand gegen den Stock hauen kann. ein ungewolltes Berühren reicht um mich aus der Balance zu bringen, und wer weiß wie lange meine Kräfte reichen.

Aber genau darin liegt auch der Reiz. Die eigenen Grenzen herausfinden und meine Belastbarkeit testen.Es wird bestimmt gut für mich ausgehen. Da es jedoch das erste Mal für mich ist, gibt es keine Erfahrungswerte und es ist ungewiss was auf mich zu kommt. Die einzige Variante die mir bleibt ist der Glaube an das Gute, an das Gelingen.  

  

Umstellungen

Es ist Montag, nach der Wahl und in Deutschland ist nichts mehr so wie es einmal war.  Ungefähr so ergeht es mir im Augenblick. Der große Unterschied zwischen mir und der Politik ist aber das ich nicht alle vier Jahre davon rede das man nun doch handeln müsse sondern das mein Handeln sofort erfolgt mein Reden sofort in die Tat umgesetzt wird. Der Gehstock  ist schon eine Umstellung für mich, aber ich setze sie auch konsequent um.

Angefangen hat alles vor drei Jahren als wir umgezogen sind. Anfangs hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Endlich fühlten wir uns wohl und hatten ein schönes Zuhause. Doch zugunsten unserer  Gesundheit waren wir gezwungen zu handeln. Dies haben wir auch schnellst möglich getan und es war ein richtiger Schritt, vor allen für meine Gesundheit. Selbiges Prinzip gilt im  Augenblick für meinen Gehstock. Ähnlich wie bei unseren Umzügen wird es etwas dauern bis ich die Umstellung im Kopf verarbeitet habe.

Doch im Gegensatz zu allen Entscheidungen der letzten Jahre, trägt diese zum sofortigen Wohlergehen bei. Mein Gang wird gerader, meine Hüfte/Kreuz schmerzt überhaupt nicht mehr und das Knie wird entlastet.

In den ganzen Jahren haben mich die Blicke der anderen nicht interessiert, ihre oft merkwürdigen Kommentare wurden genauso ignoriert von mir. Warum soll das diesmal anders sein? Warum soll ich nun meine Vorgehensweise ändern? Es geht um meine Gesundheit und das was ihr gut tut.

Sturm

Die Überschrift war für Mittwoch den 13.9. gedacht. Doch wie so oft im Leben, es kam anders.

An dem Tag bin ich zur Mittagszeit, in der Hauptphase des Sturms mit dem Rad von der Uni nach Hause gefahren und gestürzt, mit dem Hinterkopf aufgeschlagen ins Krankenhaus eingeliefert worden, wo die Wunde genäht wurde.

Doch der Reihe nach. Es war nicht gerade leicht dem starken Wind zu trotzen, es hat Kraft und vor allen Dingen Konzentration gekostet. Aber der Wind wurde von mir bezwungen. Beinahe  hätte ich sagen können: „Was ist schon Windstärke 7 oder in Boen sogar 9? Kein Problem für mich“

Zehn Meter vor dem Ziel bog ich wie gewohnt in unsere Sackgasse hinter dem Haus ein und war erleichtert alles ohne große Probleme geschafft zu haben.  Von mir fiel eine Zentner schwere Last.  Leider hatte ich meine Konzentration ein paar Sekunden oder fünf Meter zu früh herunter gefahren.

Der letzte Windstoß erwischte mich beim geplanten  Absteigen vom vom Rad. Es war so  wie es nicht sein sollte.  Meine Gedanken waren schon in der Wohnung. Der Weg war ja fast beendet, doch leider nur fast. Mit einen mal hörte ich nur meinen Kopf aufschlagen und das Blut strömte. Kurz danach ging es im Krankenwagen Richtung Krankenhaus. Die Folgen des Sturzes waren nicht nur Kopfschmerzen sondern vor allen eine kleine Gehirnerschütterung.  Ein paar Tage ging überhaupt nichts bei mir.

So langsam kommt alles wieder.Doch der Sturz hatte auch was Gutes. Mir ist klar aufgezeigt worden, das man bis zum Ziel kämpfen und voll konzentriert sein muss und sich nicht zu früh freuen darf.

Problem – Lösung

Im Augenblick ergibt sich eine Neue Welt für mich, eine Welt der Rückschritte.  Diese sind aber so heftig das es  mir schwer fällt ruhig zu bleiben und meine Zuversicht zu behalten. Das einzige was hilft ist der Blick nach vorn.

Meine augenblicklichen körperlichen Probleme beziehen sich hauptsächlich auf das Gehen – dann kommen Rückenschmerzen und dann mein Knie.

Alles ist ein ungewohntes Gefühl für mich.  Der ganze Bewegungs – Rhytmus  ist durcheinander geraten. Nichts ist mehr so wie es früher war. Es scheint fast so als ob die Vorhersagen der Ärzte mit vierigjähriger Verspätung zutreffen. Einziger Haken an der Sache „Ich bin nicht gewillt die Voraussagungen kampflos hin zu nehmen.

Auch für mein aktuelles Problem wird es eine Lösung geben.

Verweis

Diesmal nur eine kurze Nachricht. Montag kommt der zweite Teil zum Gehirn. Nach 8 Jahren ist es langsam an der Zeit etwas über dieses Mysterium zu schreiben. Da dieser Artikel auch unter die Haut gehen kann, erscheint er am Wochenanfang.

Bis dahin für alle

Ein schönes Wochenende