Krawall

Im Augenblick bin ich richtig auf Krawall getrimmt.

Meine Rente wäre schon längst durch – aber vorher muss ich die Ärzte noch davon überzeugen das ich  krank bin. Am besten wäre es das ich die nächsten Wochen krank zuhause bleibe.  Und das so oft wie möglich wiederhole. Dabei gehe ich gerne zur Arbeit und bin stolz darauf so wenig unnötigerweise gefehlt zu  haben.

Aber man erwartet von mir das ich es so mache wie alle es machen bzw. bisher gemacht haben. Will ich das?

NEIN !!

Die sollen erkennen, das man trotz eines Handicaps so  lange wie möglich am Arbeitsleben teilnehmen möchte.  Wenn die Betroffenen nicht mehr können sollte man ihnen das Leben leicht machen. Und nicht erst dann wenn sie eine Vielzahl von Krankheiten präsentieren.  Krankheiten die nach Bewilligung der Rente allesamt verschwunden sind.

Das ist ein verlogenes System. Das muss ich  nicht mitmachen.

Gut mein Gegner , die BfA ist etwas mächtig. Aber man kann alles schaffen.

unser Feiertag

Für uns ist Montag ein Feiertag.

Es naht der 13 Mai. Unser Hochzeitstag

Kurz vor unserer Hochzeit, am Freitag den 13. hat man uns schon gesagt das wir nicht länger als 12 Jahre verheiratet zu sein. Aus welchen Grund auch immer. Das reichte von Gesundheitszustand bis Trennung, weil ich behindert  bin, aber das war 1983.

Am Montag  jährt sich unser Hochzeitstag nun schon zum 36 mal.

Ein Erfolg der damals für viele unerreichbar schien. Aber wir haben immer an uns geglaubt, auch wenn es einige als unmöglich ansahen, das man insbesondere „WIR“ es schaffen kann solange miteinander zusammen zu bleiben.

Wir hatten und haben nur ein Ziel an das wir glauben.  Das wir solange wie es uns möglich ist, zusammen bleiben.

Aufgehoben

Heute ist Donnerstag. Der Tag an dem ich Fußball spiele. Früher bin ich auch oft mit dem Fahrrad dahin gefahren.

Doch nun ist alles anders. Damit ich nicht zuviel Gewicht oder Körperumfang bekomme, wird Heute Abend Fahrrad gefahren. Durch meinen Rippenbruch bin ich ganz aus dem Takt gekommen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.  Egal um was es auch geht. Meine Reaktion mag nicht immer die schnellste sein. Aber mein Ziel ist immer ganz klar. Sobald es mir möglich ist – weiter machen

Bauernopfer

AVIB

Das ist die Abkürzung für „Amt für Versorgung und Integration“

Nach über 45 Jahren hatte ich dort einen Antrag gestellt, in der Hoffnung das meine neue Motorik (Gesamtheit der aktiven, vom Gehirn aus gesteuerten, koordinierten Bewegungen des menschlichen Körpers) berücksichtigt wird. – Pustekuchen!  Die Sachbearbeiterin teilte mir mit das meine Ärztin mich für Gesund erklärt hat. Das war allerdings gelogen.

„Mit mir nicht!“  war meine Reaktion. Denn das was sich da gerade ereignete war reine Willkür, aus welchen Gründen auch immer. So etwas lasse ich mir nicht gefallen. Da hilft nur eines. Kämpfen – solange bis das Recht auf meiner Seite ist. Wahrscheinlich bin ich nur ein Bauernopfer um die Quote der abgelehnte Anträge hoch zu halten. Aber man sollte sich nicht alles gefallen lassen. Wie es weiter geht kann ich Heute noch nicht sagen, aber ein paar Asse habe ich noch im Ärmel. Hoffentlich brauche ich sie nicht ausspielen

Verständlich?

Für mich ist es nicht immer verständlich, wie es um meine Aktivitäten hier im Blog zu geht, wie sol es anderen bloß ergehen? Mein Trost ist das es vielen anderen, die ein Handicap haben, nicht viel besser ergeht.

Es ist eben so – ab einen gewissen Zeitpunkt ist es ratsam, nicht das zu machen was man möchte sondern an die eigene Gesundheit zu denken.

Es geht mir nicht wirklich schlecht aber mein Innerstes ist durcheinander und es dauert eine Weile alles richtig zu sortieren. So zu sortieren das ich ohne Probleme voran komme.

Auf eine gewisse Art und Weise ist das schon faszinierend. Der Blog wird mit Freude und Leidenschaft von mir betrieben, aber wenn mein Kopf(Gehirn) Probleme ankündigt – ist jede Produktivität bei mir vorbei. Das einzige was dann zählt ist Ruhe – bis ich wieder zu mir selbst gefunden habe. Dann  gönne ich mir noch ein paar Tage um Kräfte zu sammeln – und dann geht es wieder los.

Meine einzige Erklärung die mir mein Problem verständlich macht,  ist allerdings einfach. Menschen  mit Behinderungen haben oft Probleme die sie selbst nicht immer nachvollziehen können

Neu

Im Augenblick erscheint mir alles NEU oder besser gesagt

„Ich freue mich auf mein neues Leben“

Wann es soweit sein wird, hängt von vielen Faktoren ab. Dabei steht die Gesundheit natürlich an erster Stelle.  Aber es kommen auch noch weitere Punkte dazu, die ich erst einmal nicht nennen möchte. Fakt ist auf jeden auf jedenfall das ich Entscheidungsfreiheit habe, was mir besonders gefällt.

Renten Termine

Endlich!! Es steht fest. Gestern hatte ich meinen Termin bei der Rentenberaterin. Dabei wurde mir ausgerechnet wie viel ich zu welchen Zeitpunkt bekomme.

Danach stand für fest, das nur drei Termine in Frage kommen. 1.Januar, 1. Mai oder 1. August.

Es ist also absehbar, das mein Arbeitsleben sich dem Ende nähert. Dabei hatte ich erst den August  2020 ins Auge gefasst. Nur dann ging mir der Faktor Gesundheit noch einmal durch den Kopf. Danach gab es überhaupt keine andere Möglichkeit  für mich als so schnell wie möglich auf zu hören

Vielleicht wäre mir das auch gar nicht so bewusst – aber nach einen längeren Telefonat mit meiner Mutter indem Sie noch einmal dramatisch auf meinen Krankheitsverlauf hinwies, wurde mir mein bisheriges Glück drastisch vor Augen gehalten. Dabei wurde mir klar das es auch mal schief gehen kann und mein „Schutzengel“  mich verlässt.

Es ist an der Zeit auch mal selber etwas zu meiner Gesundheit beizutragen. Dementsprechend kann es nicht schaden, wenn ich mehr Rücksicht auf Körper und Geist nehme.

Deswegen wird für mich in spätestens Schluss sein. Dann heißt es für mich  Uni ade

Hupen

Letzte Woche Samstag, als wir vom Garten nach Hause fuhren, überholte mich ein Auto, und hupte dabei so kräftig das ich mich erschrak und mein linker Fuß von der Pedale rutschte. Der nächste Schrecken folgte sofort. Ich musste schnell reagieren, sonst.. würde ich stürzen. Das war mir sofort klar. Denn der linke Fuß würde die Pedale blockieren und ich würde über den Lenker nach vorne fliegen. Eine schmerzhafte und blutige Angelegenheit lag vor mir.  Innerhalb von Sekunden Bruchteilen spielten sich vor meinen Augen viele blutige Stürze ab. Zum Glück konnte ich schnell und richtig reagieren.

Wenn die Erfahrungen auch nicht die besten waren. Diesmal konnte ich die richtigen Schlüsse daraus ziehen und habe alles Gut und Heile überstehen.  Den Rest des Tages fuhren wir einfach zum Genießen irgendwo hin. Der Sonntag war ok aber am Montag morgen schlug mein Kopf zurück und legte mich vollkommen flach. Kein Hunger, kein Durst dafür aber umso heftiger  geschwitzt und nur müde.

Am Mittwoch klärte mich meine Ärztin auf. Dieses Erlebnis hatte ein traumatisches Gefühl in meinen Kopf ausgelöst und brächte noch ein paar Tage um es zu verarbeiten.

Seit Sonntag bin ich wieder fit.

Umzug

Auf der Arbeit steht demnächst ein Umzug für uns an. Wie das mal so ist, kommen Veränderungen  auf uns zu. Es sollen jedoch keine positiven, sondern nur negative  auf uns zukommen.  Es sei denn — wir wehren uns. Auch da ist die Chance nicht groß , aber man soll  nie aufgeben.

Genau das ist mein  Motto und deswegen kämpfe ich und habe meine Kollegen damit  angesteckt.  Wenn alles gut geht, haben sich nicht die Vorgesetzten sondern die normalen einfachen Angestellten durchgesetzt.

Wenn es gelingt dann haben wir uns mit einer List durchgesetzt. Was das genau ist werde ich im September schreiben wenn alles überstanden ist. Jetzt gibt es nur eines was stimmt. Man soll sich nicht  alles gefallen lassen. Jeder hat die Chance sich zu wehren. Man muss nur den Mut haben,es in die Tat um zu setzen.

Aufgabe?

NEIN!

das kommt für mich nicht in Frage. Diesmal hatte mich mein Blog, wieder einmal, geärgert. Mir wurde der Zugang verweigert. X-mal habe ich es versucht. Immer wieder tauchte etwas neues auf. Der Fehler geht wahrscheinlich auf eine falsche Aktivität beim Gestalten eines neuen Design zurück. Die Folge war das keiner den Blog sehen konnte.  Aber ich habe nicht aufgegeben den Fehler heraus zu finden. Und jetzt ist und bleibt alles gut. Optisch werde ich so schnell nichts verändern. Lieber bleibt das alte erhalten, als das mir ständig Fehler unterlaufen.

Eine Weisheit hat sich mal wieder bestätigt. Aufgeben, auch wenn es noch so hoffnungslos aussieht, ist die schlechteste Lösung