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Erkenne

Das wird kein Bibel Beitrag , dafür handelt er über meine Erkenntnisse die ich in den letzten Tagen gewonnen habe. Doch der Reihe nach. Heute ist der SPD Parteitag für den ich die Fahrt auch schon gebucht hatte. In einen ruhigen Moment, letzte Woche Freitag, kam mir die Idee mal über die Fahrt, den Parteitag und meine Aktivitäten in Berlin nach zu denken.

Alles schön und gut, ja ein traumhaftes Programm lag vor mir.  Doch HALT! eine Kleinigkeit hatte ich vergessen. Ich bin keine 40 mehr, meine Beweglichkeit ist nicht mehr so wie noch vor ein paar Jahren und ein Stock ist jetzt mein ständiger Begleiter. Wie lange würde ich meinen Berlin Ausflug durchstehen? Diese Frage bewegte mich lange und führte zu der Erkenntnis, das mein geplanter Parteitags Besuch doch eine Nummer zu groß sein könnte.

Schnell habe ich das Ticket bei der Deutschen Bahn storniert. Irgendwann ist jede Zeit vorbei. Das dies gerade jetzt der Fall ist – Pech, mehr aber auch nicht. Gerade so in Fahrt gekommen, kamen noch andere Erkenntnisse dazu, wie z.B. der Blog. Das ich nicht mehr soviel schreibe und ziemlich oft wie leer gesaugt  bin. Pech –  kann vorkommen – mehr aber auch nicht.

Es ist eben so – jedes Leben bringt Veränderungen mit. Mal mehr, mal sind es weniger. Wichtig ist nur, das man die Veränderungen erkennt und sich ihnen stellt um sie zu akzeptieren. Und doch ist ein Funken Hoffnung in mir der an eine  Besserung  glaubt.

Vergangenheit

Inzwischen ist von mir und meinen Geh Stock einiges geschrieben worden und es werden bestimmt noch einige Artikel folgen.

Es reicht schon ein gebrochener Finger, und es entsteht für den betroffenen eine neue Lebenslage. Je nach Dauer des Krankheits- oder Genesungsprozesses verändert sich das jeweilige Leben.  Man muss sich vollkommen  neu orientieren. Die neue Situation zu akzeptieren – das ist noch leicht. Aber mit den damit verbundenen Konsequenzen fertig zu werden – das dauert etwas länger.

Mir war gar nicht klar, was für Folgen sich für mich ergeben.  Selbst eine Tür zu öffnen gelingt nur umständlich, genauso  ist es wenn ich etwas tragen will, es sind viele selbstverständliche Dinge die mir Schwierigkeiten bereiten, aber dafür ist das Wort „Rückenschmerzen“ Geschichte und der ungleiche ja schwankende Gang gehört auch der Vergangenheit an.

So langsam fange ich an, mich auf eine bessere Zukunft ein zu stellen. Um das zu erreichen hilft nur eines  – Positiv Denken

Schwer

???

Diese Fragezeichen stehen im Moment für meinen Gefühlszustand. Es ist leicht darüber zu schreiben, sich zu motivieren – es zu machen und ohne Schwierigkeiten umzusetzen das ist eine andere Sache.

Es ist ein neues Leben das auf mich zu kommt. Es ist nicht schlechter – nur ungewohnt. Passend dazu haben bei meinen Rad die Bremsen ihren Geist aufgegeben, so das ich vermehrt mit meinen Stock unterwegs bin.  Vielleicht fällt mir die Umstellung auch deswegen so schwer, weil ich nichts mehr tragen kann. Der Stock ist mein Begleiter – und fertig. Mal eben hinter der Bahn herlaufen – das geht nicht mehr oder meiner Frau beim Einkaufen die Tasche tragen – das geht überhaupt nicht.

„Ich kann gar nichts mehr! “

Dieser Gedanke schießt mir das ein oder andere Mal  durch den Kopf. Das ist natürlich vollkommener Unsinn, aber ich war es gewohnt mehr zu machen, mehr zu schaffen. Der Gehstock steht für mich symbolisch für diese Veränderungen, die sich für mich ergeben haben. Das mir das Gehen mit dem Stock auch schwer fällt war am Freitag zu sehen. Meine Belastungsgrenze war schneller erreicht als gedacht. Die Zeit der langen Fußmärsche ist wohl endgültig vorbei.

Doch deswegen bin ich zwar noch etwas irritiert, mehr jedoch nicht. Mit aller Macht versuche ich mich mit der Situation zurecht zu finden um das Positive darin zu sehen.

Müde

So langsam lassen meine Kräfte nach. Es ist eben doch etwas anderes wenn man allein lebt.  Zu zweit ist es nicht nur schöner sondern vor allen nicht so anstrengend. Zum Glück ist die Zeit heute Abend vorbei.  Früher fiel mir alles viel leichter. Inzwischen sind ein paar Jahre dazu gekommen.  Mein Körper hat sich verändert, mein Kopf ist nicht mehr so strapazierfähig, vor allen mein Handicap macht mir zu schaffen als früher, der Zahn der Zeit ist an mir nicht spurlos vorüber gegangen.

Anstatt darüber betrübt zu sein, ist bei mir jedoch Stolz und Zufriedenheit im Vordergrund.  Selbst mit 61 bin ich noch in der Lage vierzehn Tage allein zu leben und alles was dazu gehört dementsprechend zu machen.  Auch wenn am Ende die Kräfte nachlassen. Für mich zählt nur eines.

„Ich habe es wieder geschafft, es geht noch „

Veranstaltung

Gestern Abend fand eine Veranstaltung statt für die nur ein kleiner Personenkreis, Einladungen erhalten hatte. Anfangs war mir nicht danach dort hin zu gehen, doch am Ende erwies es sich als richtig dort hin gegangen zu sein.

Es war ein Streitgespräch zwischen Reinhard Grindel, dem DFB Präsidenten, und Bremens Innensenator Ulrich Mäurer.  Es ging vor allen um die Gebühren für Polizeieinsätze  bei Bundesligaspielen.

Unter den Gästen waren einige Größen aus der Bremer Politik, die mich begrüßten ohne das sie von mir angesprochen waren.  Ein schönes Gefühl.  Als ich so da saß und den verbalen Schlagabtausch verfolgte überkam mich ein seltsames Gefühl. Meine Lust dorthin zu gehen war sehr klein gewesen, doch jetzt war mir klar: es hatte sich gelohnt.  Es war wieder einmal ein Spiegelbild des Lebens. Nur wer bereit ist, sich auf zu raffen und etwas zu machen, der kann genießen.

Einmal so im Gedanken ließ ich ihnen gleich ihren Lauf.  Was wäre wenn? ich nicht bereit gewesen wäre mich zu Qäulen? Wenn ich einfach alles hingenommen hätte? Wenn ich nie gekämpft hätte? Kurzum wenn ich mein Schicksal so hingenommen hätte?

Ganz einfach. Solche Veranstaltungen wie Gestern würden  für mich nicht in Frage kommen. Viele der schönen Dinge des Lebens würden mir verwehrt bleiben.

So stand am Ende für mich wieder einmal fest. Es lohnt sich immer zu kämpfen, sich zu bemühen, nie aufzugeben.  Solche Abende wie der gestrige sind dann eine gewisse Belohnung dafür

Wochenende

Diese Woche gibt es zwei Wochenenden für mich, so zumindest ist mein Empfinden.  Es ist optimal zum Kraft tanken, leider ist erst Weihnachten der nächste Feiertag.  Der gestrige Tag war mein Wasch – Putz und Haushaltstag zugleich. Also irgendwo zwischen 13.00 Uhr und 20.00 Uhr war genügend Zeit alles was anlag, zu erledigen. Kein Druck, kein Stress, für mich war es wie am Wochenende, bis heute Morgen dann war wieder Montag — Halt  gefühlt wie Montag es ist natürlich Mittwoch – bald ist wieder Wochenende

Alles Neu

Im Augenblick erscheint mir alles wie Neu.  Morgen fährt meine Frau zu ihrer Mutter in den Schwarzwald. Diesmal war es nicht, wie üblich, monatelang voraus geplant sondern sehr kurzfristig. Donnerstag kam die Frage und am gleichen Tag haben wir für sie gebucht.  Am Freitag kamen bei mir auch gleich Gedanken auf demnächst ohne Gehstock unterwegs zu sein. Doch das habe ich sehr schnell wieder verworfen. Warum quälen, wenn es nicht sein muss?

Morgens wird der Stock schon mein Begleiter sein, wenn ich meine Frau zum Bahnhof bringe, danach wird er bei der Kaffee runde an meiner Seite sein – genauso wie später auf der Arbeit. Es ist eben alles Neu für mich. Der Stock soll bei mir zur Selbstverständlichkeit werden, auch wenn es ungewohnt ist. Entscheidend ist das er mir hilft und diese Hilfe will ich wahr nehmen und nicht dafür schämen. Besser so als Schmerzen im Knie und Rücken sowie einen mitleid erregenden Gang haben.

Gelöscht!!

Es ist eine langwierige Arbeit und alles andere als zufriedenstellend. Das Löschen der Spams ist zeitaufwendig. Es waren wieder ungefähr 2.000. Doch was viel stressiger ist, das ist das Löschen der registrierten Leser. Es sind bei mir im Augenblick gerade 2.806 Leser die bei mir verzeichnet sind. Das ist mir eindeutig zuviel. Da über 99% für Spam verantwortlich sind, bleibt mir nichts anderes übrig als zu löschen. Bestimmt ist die ein oder andere  Adresse dabei, die nicht Spam verdächtig ist.

Für die bitte ich um Entschuldigung und das sie sich neu registrieren

Erfolg

Über Werder wird erst dann wieder ein Wort von mir gesprochen wenn die Leistung bringen, vorher nicht. Sie sind das beste Beispiel dafür wenn man glaubt ständig auf sicher gehen zu wollen. Die Leistung und die Konzentration lassen nach. Der Abwärtstrend wird nur noch beschleunigt.

Am Freitag habe ich genau das Gegenteil praktiziert. Am Nachmittag waren wir ausführlich bummeln, wobei das Bummeln mehr  auf ausführliches und langes Gehen lag. Das war schon mutig im Hinblick auf den Abend. So blieb die Frage meiner Frau auch nicht aus. „Kannst Du noch? Traust Du Dir das auch noch zu oder sollen wir Zuhause bleiben?“

Ihre Frage  war nicht unberechtigt, denn es war schon anstrengend gewesen. Aber ich wollte es wissen und war mutig und habe mit dem Gehstock versucht. Es war bis auf den Backfisch ein voller Erfolg. Am nächsten Morgen hatte ich zwar einen leichten Muskelkater um meiner Hüfte, das war es dann aber auch. Wir waren den ganzen Abend über den Freimarkt gelaufen und beim Feuerwerk ist auch alles gut gegangen.  Eine Viertelstunde auf einen Fleck, ohne Schwierigkeiten – das mir schon lange nicht mehr gelungen.

Da der Freitag ein so großer Erfolg für mich war, habe  ich es Gestern wieder versucht als wir ins Stadion gegangen sind. Das Fazit des Wochenendes heißt für mich ganz klar.        „Nur wer wagt – der gewinnt“