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Diät Versuch

Eine Woche Urlaub ist immer ein Glücksspiel in Bezug auf das Wetter. Diesmal war es Sonne pur. Es waren erholsame und fast immer sonnige Tage. Allerdings hat diese ruhige genussvolle Zeit auch Folgen. Mein Gewicht schießt in die Höhe. Am Wochenende war mir danach es mal aus zu probieren, wie es denn wäre, wenn ich weniger essen würde?

Es gab schon bessere Ideen von mir. Die ganze Nacht dominierte ein Hunger Gefühl, das nicht verschwinden wollte. Es war kaum möglich in den Schlaf zu kommen. Und wenn es mir mal gelungen war, ein paar Minuten zu schlafen, dann handelten meine Träume nur von meinen Lieblingsgerichten und besten Essen. Am nächsten Morgen kam es so wie es laut ärztlicher Vorhersage kommen musste. Es stand nicht ein Anfall, sondern  gleich mehrere auf der Tagesordnung. Mir fielen die Worte meines ersten Nervenarztes, aus den siebzigern, wieder ein.

„Sie dürfen nicht zuviel aber vor allen nicht zu wenig Essen und überhaupt nichts essen das muss für sie Tabu sein. Nichts zu essen kann ihr Körper für eine bestimmte Zeit ertragen, ihr Gehirn jedoch nicht. Es fängt an zu streiken und ist dann unberechenbar. Die Folge sind dann vermehrt Epileptische Anfälle.“

Der gute Mann hatte recht. Weniger oder später am Tag essen, ist kein Problem für mich. Aber die radikale Variante und nichts zu essen, das kommt für mich nicht mehr in Frage.

Lieber brauche ich ein paar Monate oder Jahre  mehr um mein Gewicht zu reduzieren,  aber nicht mit einer Diät, dem Wahnsinn mit den Diät Wahn werde ich nicht mit machen.

Schwarz sehen

In den letzten Tagen waren meine Artikel zwar nicht düster aber sie zeichneten sich auch nicht durch großen Optimismus aus. Sie waren ein Sachstands Bericht meiner aktuellen Situation. Und die ist gerade so das überall Dunkle Wolken auftauchen. Die Gefahr im Augenblick ist das ich nahezu alles „Schwarz sehen“ könnte. Genau das ist es aber was ich vermeiden will.

Positiv – es darf nur Positives Denken zählen. Irgendwann wird es sich als richtig erweisen, das ich mich vom „Schwarz sehen“ nicht anstecken lasse. Es schreibt sich zwar ziemlich leicht es ist aber genau das Gegenteil. Man ist ständig hin und Her gerissen zwischen Pessimismus, dunkler Zukunft sowie  negativen Gedankengut und auf der anderen Seite steht einfach nur das Wort Optimismus  oder Zuversicht.  Und nur das darf am Ende die Oberhand haben.

Aber NEIN ich lasse mich nicht  herunter vom Negativen herunter ziehen. So schwer es auch sein mag, in meiner  Welt wird nur Positiv gedacht.

Neue Ziele

Ein neues Ziel könnte sein, heraus zu finden, wie viel  Überlebende, mit dieser Krankheit es aus den sechziger Jahren. des letzten Jahrhunderts noch gibt?

Aber ganz ehrlich, was bringt es mir? Nichts!  darum bleibt es beim Spielen der Statistik. Im Grunde genommen ist es egal, ob es Hundert tausende oder nur zehn oder weniger Überlebende aus der Zeit gibt. Mein Leben, meine Gesundheit ist wichtig, nur das ist der Maßstab für mich.

Vor gut einen Jahr habe ich mit einer unvorstellbaren Variante gespielt, nachdem die Politik von mir gerade „ad acta“ gelegt worden war. Kein Gartenvorsitzender mehr und auch sonst keine weiteren Aktivitäten mehr im  Gartenvorstand. Dazu kam noch der Verzicht aufs Fußball spielen und eine Reduzierung der Arbeitszeit. Es waren logische Konsequenzen die notwendig wären um meine Gesundheit, die sich zu der Zeit in einen Tief befand.

Doch es waren nur Gedankenspiele, obwohl mir meine inneres Stimme sagte, das es eine gute Lösung wäre. Heute sieht es so aus: Kein Ehrenamt mehr und beim Fußball rückt der Abschied immer näher zumindest die körperliche Belastung ist um einiges reduziert. Und spätestens am 31.12.2018 ist für mich mit der Arbeit Schluss. All das war für mich vor einen Jahr noch undenbar. Doch genau so werde ich vorgehen.

Eines meiner neuen Ziele ist die Pflege meiner Gesundheit, ihr wird alles unter geordnet. Ein vollkommen neuer Weg ist meine neue Vorgehensweise. Egal was für Aktivitäten ich ausüben werde. Sie werden erst einmal geprüft wie sie meiner Gesundheit gut tun oder ob sie negative Folgen haben können.

Mein neues Ziel ist, so Alt wie möglich werden und möglichst wenig Raubbau an Körper und Geist zu betreiben. Das kann das wird bestimmt ungewohnt und langweilig werden, aber es ist Hilfreich für ein langes Leben wenn ich mal mit allen Konsequenzen an meine Gesundheit denke

Teil zwei

Es fing alles mit meiner Mutter an, die mir ein paar Daten erzählt hatte

„Deine erste OP hat sieben Stunden gedauert, die entscheidende, zwei Tage später hat sogar Neun Stunden gedauert“ Dazu hat sie immer gruselige Geschichten, über mich erzählt. Für mich zählten da die Aussagen anderer Personen mehr, die ich aber schnell vergaß oder nicht richtig einordnen konnte.

Jahre später kam das Internet und ich konnte mich selber schlau machen um die Aussagen der damaligen Ärzte, des Pflegers oder meiner Krankengymnastin richtig ein zu ordnen.

„Viele Patienten haben die erste OP nicht einmal überstanden, das Du nach zwei Tagen immer noch am Leben warst, das ein großer Erfolg, Das Du sogar nach 3 Monaten gelebt hast, war kaum zu fassen, geschweige denn das du nach 6 Monaten und drei weiteren OPs entlassen worden bist.“  „Es war so kapp das kannst Du dir nicht einmal vorstellen, Du warst der erste der es überlebt hat“

Zitate von von den genannten Personen, die ich in den vergangenen Jahren zu hören bekam,  als ich sie zufällig traf und die meinen Fall immer noch vor Augen hatten..

Jahre später erfuhr ich den normalen Werdegang von Menschen die sich einer OP wegen Gehirnbluten, oder Aneurysma unterziehen mussten.

Kaum Überlebenschancen, deshalb war es bei mir auch so gestaffelt. Aus ein paar Tagen und dann Wochen wurden irgendwann max. Sieben Jahre. Das war die Zeit in der Ärzte von mir gemieden worden sind. So blieben mir diverse Prognosen erspart.

Vor 12 Jahren holte mich die Ungläubigkeit der Ärzte wieder ein. Und vor ein paar Wochen schon wieder. Und es hat sich nichts verändert. Doch – die jüngeren kennen nicht einmal solche Fälle aus der Theorie, die älteren, kommen aus den Staunen nicht raus.

So langsam wird mir klar, wie selten es solche Exemplare wie mich gibt. Aus der theoretischen Sichtweise von Ärzten  kann es mich seit 50 Jahren nicht mehr geben.

Aber damals und auch Heute interessiert es mich nicht was andere denken oder sagen. Für mich zählt das was ich denke, fühle und lebe:

„Das ist mein Leben und das will ich leben um zu genießen, um möglichst viel zu erleben, Egal wie Theorien auch aussehen, sie müssen sich nicht immer bewahrheiten. Dafür kämpfe ich, solange und so gut es geht“

Genau deswegen, ist der 7. August 2017, ein einzigartiger Feiertag für mich.

 

Träumereien

New York City Manhattan panorama
New York City Manhattan panorama

New York – mein ewiger Traum. Diese Stadt einmal live zu sehen, das ist wahrhaftig mein Traum.

Demnächst steht bei mir ein Jubiläum an. 50 Jahre nach meinen Unfall, und immer noch am Leben. Das ist mit Worten schlecht zu beschreiben, so gigantisch ist dieses Erlebnis. Die beste Würdigung für dieses Jubiläum wäre eine Reise nach New York. Aber leider ist das mit soviel Unwägbarkeiten verbunden, das es wohl ein Traum bleiben wird.

Nicht schlimm für mich, denn mir schwebt ein neues Ziel vor. Aber warum ist es mir überhaupt so wichtig diesen Tag zu würdigen?

In den letzten fünfzig Jahren gab es mehrfach, von unterschiedlichsten Beteiligten Geschichten oder Fakten, die ich einfach mal zusammen getragen habe, nachdem man mir zwei mal in den letzten Monaten klar gemacht hat, was für ein Glückskind ich bin.

Irgendwann wurde mir bewusst, das die Ärzte vielleicht sogar Recht haben könnten. Also ließ ich mir die Kommentare, Geschichten und Fakten der letzten Jahre durch den Kopf gehen. Das Ergebnis ist so lang und überwältigend das sprengt Heute den Rahmen, aber Morgen wird alles von mir aufgeführt.

Schwierig

Es ist nicht gerade leicht wieder in den richtigen Rhytmus zu kommen.  Zu lange war ich nicht in der Lage etwas länger am PC zu sitzen. Folglich gab es auch ziemlich lang keine Artikel mehr.

Diese Woche soll bei mir, die Normalität wieder beginnen. Doch das ist leichter gesagt als getan. In den letzten Wochen ist einiges passiert, nichts gravierendes aber zu mindestens erzählenswertes. Doch wo fange ich an?

Deswegen wird der Artikel in mehreren Etappen von mir Heute geschrieben.

Taverna

So heißt ein Restaurant in der Innenstadt. Bis vor 3 Jahren war es am Donnerstag regelmäßig mein Anlaufpunkt. Da ist es jetzt etwas leichter für mich, denn mein aktueller Mittagstisch liegt nur drei Minuten  von Zuhause entfernt. Es gibt Heute drei Möglichkeiten für mich zum Essen. Entweder Zuhause, oder bei mir in Schwachhausen oder die unvernünftige Variante in der Innenstadt

Dieses Restaurant ähnliche Bistro ist der Treffpunkt für viele Jugendlichen in der Nacht denn es ist am Wochenende bis 5.00 Uhr geöffnet. Dementsprechend sind die Preise auch niedriger als üblich. Für mich ist es deswegen interessant weil ich einige vom Personal sehr gut kenne.

Bei dem heutigen Frühlingswetter bietet es sich an draußen auf der Terrasse zu sitzen. Das was dagegen spricht ist mein Zeitmanagement, denn wir haben Donnerstag und da ist normalerweise immer Ruhe/Schlafen angesagt. Da der Haushalt noch nicht 100% perfekt aussieht, ist jede Minute verplant.

Doch was wäre das Leben wenn wir immer nur vernünftig wären und alles nach Plan verlaufen würde? — Genau – es wäre langweilig.

Heute ist also improvisieren angesagt

Topfblumen

 

Morgen fährt meine Frau wieder in den Schwarzwald. Diesmal nur für 14 Tage. Ganz am Anfang, als sie damit anfing ihre Mutter zu besuchen, waren es sogar 4 Wochen. Eine lange Zeit, in der es viel zu beachten galt. Vor allen die Topfblumen. Sie müssen gepflegt werden. Damals waren unsere Fensterbänke gut gefüllt mit ihnen. Schon nach dem ersten Ausflug von ihr gab es einige Verluste zu beklagen. In den Jahren darauf änderte sich nicht viel daran. Immer wenn meine Frau weg fuhr machten die Blumen schlapp. Wahrscheinlich lag es an der Jahreszeit.

Beim Wäsche waschen ist mir nie etwas verfärbt, oder radikal eingelaufen, aber diese Blumen! Sie haben mir regelmäßig den Nerv geraubt. Mal brauchten sie viel aber dann doch nicht so viel, manche brauchten fast überhaupt nichts. Es ist eine Wissenschaft für sich. Um sicher zu gehen, das sie immer genügend Wasser haben, wurden sie von mir lieber mit etwas mehr Wasser bedacht. Damit die anderen nicht zu viel gegossen werden, haben sie fast gar nichts bekommen. So ergab es sich das zum Ende der Zeit eine Mischung aus Wasserpflanzen und Trockenblumen auf unseren Fensterbänken stand.

 

Inzwischen hat meine Frau es aufgegeben, obwohl ich es mir Heute zutrauen würde die Blumen richtig zu pflegen.  Na ja – wahrscheinlich!

Jeder Mensch hat Stärken, aber gleichzeitig hat jeder Mensch auch Schwächen. Für mich gilt es die Stärken aus zu bauen und sich darauf zu konzentrieren. Die Schwachpunkte etwas verringern, denn mehr Energie will ich ihnen nicht zukommen lassen.

Rückblicke

Heute Morgen fragte mich mein Kollege ob ich wieder Fußball spiele? Er wollte das nur wissen, damit er sich keine Sorgen machen müsse, war sein Kommentar. Dabei ergänzte er noch. „Du wolltest ja aufhören“

In meinen Gedächtnis lief das letzte halbe Jahr noch wie ein schlechter Film vor mir ab. Es waren ja nicht nur die vielen Stürze beim Fußball, wobei von zweien sogar ernsthafte Folgen logisch gewesen wären. Mein Schutzengel war wieder einmal an meiner Seite, was mein Glück war. Es gab aber auch andere Baustellen, die ich bisher nicht erwähnt hatte. Durch die intensive Arbeit im Vorstand stand es phasenweise so schlecht um mich, das die Angst um mein Leben mein ständiger Begleiter war.

Vor allen wenn die Anstrengung mal wieder ziemlich groß gewesen war, dann schien es mir so als ob gleich alles platzen würde, dabei waren Schwäche Anfälle schon Normalität. Wenn man in so einen Negativ Trend ist dann kommt auch eins zum anderen. Es tauchten überall Probleme auf. Mein Gang, mein Kreuz, mein Blutdruck, mein Gedächtnis – alles schien sich rückwärts zu entwickeln, Es gab auch keinen Grund den Blog zu schreiben, denn positives Denken fiel schwer, überhaupt geistige Anstrengung fiel mir schwer.

Doch zum Jahresende wuchs meine Überzeugung das alles wieder besser werden würde. Und so ist es auch tatsächlich gekommen. So kurz ich vor dem Aufhören beim Fußball stand, so meilenweit bin ich gerade davon entfernt.

Eines hat mir diese Zeit allerdings gezeigt. Nur wenn ich konsequent meine Gesundheit in den Vordergrund stelle, nur dann ist es für mich möglich Fußball zu spielen, Fahrrad zu fahren, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen und ein angenehmes Leben zu führen. Ruhe und Geduld müssen stärker denn je bei mir im Vordergrund stehen. Vor allen muss ich bereit sein, mein Leben immer wieder neu zu sortieren, sonst gibt es keine Chance auf eine genussvolle Zukunft

Mengenlehre

Es ist nicht viel was ich in Mathe konnte, aber die Mengenlehre Gefiehl mir. Sie hat Spaß gemacht.. Doch auch davon ist nicht viel über geblieben, doch eine Formel ist mir immer noch geläufig

Minus mal Minus ergibt Plus.

Genauso war es bei mir in den letzten Tagen. Erst dieser heftige Anfall letzte Woche, der mich ziemlich stark beeinträchtigt hat und auch über eine Woche in mir geblieben ist. Also ein klarer Minuspunkt. Gestern war bei mir nur Aufregung angesagt. Die Anfälle die darauf folgten waren nicht gerade lustig, sie haben mich richtig durchgeschüttelt. Das war ein klarer Minuspunkt.

Doch anstatt traurig zu sein, war ich einfach froh und Glücklich. Mit einen mal ging es mir Gut. Das was seit einer Woche in mir bzw. in meinen Schultern tobte, war einfach heraus geschüttelt worden.

Ein klarer Pluspunkt