Bilanz 2016

Vor einigen Wochen traf ich einen alten Freund. Da wir uns einige Jahre nicht gesehen hatten, unterhielten wir uns über fast alles. Irgendwann fragte er mich auch nach dem Sinn meines Blogs. Inzwischen  ging mir seine Frage noch einige Male durch den Kopf.

In den letzten Jahren sind von mir viele Artikel geschrieben worden. Es waren einige darunter die bis an meine Schmerzgrenze gingen, die viel Kraft gekostet haben. Die meisten Beiträge haben mir Freude bereitet und gingen mir leicht von der Hand. Alles in allen – sie erfüllten ihren Zweck. Sie haben geholfen, zum einen mir selber aber vor allen den vielen Lesern.

Die einen weil sie hoffentlich mehr Verständnis aufbringen, den anderen das sie nun wissen, das ein Leben in der Ecke und ohne Mut und Lebensfreude, nicht sein muss.

Raus gehen – Aktiv sein – das Leben selbstbewusst genießen.

Das sollte der Blog auch im  letzten Jahr vermittelt haben

3. Teil

buchHeute kommt der letzte Teil des sieben Jahre Rückblicks.

Die Struktur des Blogs war zwar so angelegt, das es erst allgemein war, dann kamen die vielen gesundheitlichen Schwierigkeiten oder eine lang anhaltende Negative Phase um dann in eine dauerhaft positive Berichterstattung über zu gehen. Natürlich können bestimmte unangenehme Erlebnisse nicht ausbleiben, sie werden von mir aber nicht ausschweifend wieder gegeben.

Meine Sorgen, meine Ängste, bleiben zum größten Teil bei mir. Zu Beginn des Blogs kamen ein paar Artikel die in diese Richtung gingen.  Doch wie bei jeden Menschen sollte der Zweikampf von Ängsten, Zweifeln und Sorgen nicht im Blog veröffentlicht werden. Stattdessen versuche ich das positive Gefühl zu vermitteln das sich möglichst durchsetzten sollte.

So mancher Bericht hat zwar den Charakter eines Tagebuches. Allerdings – nur so kann man das Leben eines Menschen wiedergeben der gehandicapt ist. Auf diese Art und Weise läßt es sich am besten aufzeigen, wie normal ein Leben sein kann.

Details

Der erste Teil meiner Bilanz war doch sehr allgemein gehalten,  im heutigen Teil soll es etwas detailierter sein.

Details

So mancher Bericht erfordert Kräfte. Der ständige Rückblick und das dauerhafte Beschäftigen mit meiner Krankheit erforderte gerade in den ersten Jahren viel Kraft. Inzwischen habe ich ein gutes Mittelmaß gefunden, bestimmte Artikel gehen aber an meine Substanz, sie zu schreiben geht immer auf Kosten einiger Anfälle. Doch gerade diese Berichte, können meiner Meinung nach, sehr hilfreich sein.

Das Kapitel „Fremdartikel“ hat sich ja erledigt. Es zeigt aber auch wie wichtig es ist, sich nicht davor zu scheuen,  Neues auszubrobieren. Selbst auf die Gefahr hin das es nicht gelingt. Nur „wer wagt – der gewinnt“ ist ein Sprichwort das immer wieder zutrifft. Fehler passieren immer wieder, das zeigt die sich bei mir oft genug. Bisher macht mich keiner fertig, reißt mir den Kopf ab oder … Man löst in solchen Momenten keine Begeisterung hervor, aber wird nicht schlecht geredet

Der Wunsch nach Erotik wurde von mir vorsichtig bedacht. Doch mehr als diese Geschichten von Klaus wird es nicht geben.  Das ist ein persönlicher Bereich der hier nichts zu suchen hat. Das wird in Zukunft auch nicht anders sein. Auf Details werden die Leser vergeblich warten müssen. Randgeschichten zu diesen Bereich können evtl. möglich sein – mehr nicht.

Eines meiner größten Probleme ist durchgehend geblieben. Den herablassenden Blick den einige Zeitgenossen mir entgegen bringen, wenn sie von diesen Blog hören oder sogar etwas gelesen haben. Dann kann sehr schnell ein mitleidiger Blick gepaart mit Überheblichkeit, daraus werden.  Es sind die Momente in denen mir das Gefühl vermittelt wird, das ich klein und Behindert bin.

Auch wenn es immer wieder innerlich schmerzt, nach einer Weile ist es vorbei und dann ist dieses arrogante Verhalten dieser „Besserwisser“ Grund genug für mich weiter zu machen.  Deswegen kommen manchmal auch die unregelmäßigkeiten bei dem Erscheinen meiner Artikel vor.

Generell ist es mir aber hoffentlich gelungen, das gilt übrigens für beide Seiten, deutlich zu machen, wie lebenswert ein Leben sein kann, das Optimismus immer die Basis für ein zufriedenes und möglichst gesundes Leben ist. Das Verständnis wichtig ist und das jeder darauf achten sollte seine Kräfte einzuteilen.

Geburtstag 2016

7. Geburtstag

Gestern war der 7. Geburtstag dieses Blogs. Zeit für einen ausführlichen Rückblick . Im Gegensatz zu früheren Jahren wird es fortan nur noch einmal pro Jahr eine Einführung für Neue Leser geben.

Angefangen hat alles am 6. März mit einen Beitrag über das „Warum“

“Leanders Weisheiten” war nicht mein Wunschname sondern eine Notlösung  da ” Leanders Blog ” schon vergeben war.

Die größte Schwierigkeit, damals und Heute sind die persönlichen Artikel. Dabei sind es nicht so sehr die Erlebnisse sondern die Gedanken an bestimmte Ereignisse aus der Vergangenheit. Doch gerade diese Gedanken und persönliche Erlebnisse spiegeln die Glaubwürdigkeit wieder.  So gibt es auch immer Phasen, in denen es mir schwerfällt etwas zu schreiben.
Es sind keine Erfindungen oder Träumereien sondern Realität.

Im Laufe der Zeit sind über 1. 000 Artikel zusammen gekommen.
Für den einen mögen sie zum Schmunzeln sein für andere hilfreich und motivierend.  Menschen Mut und Stärke vermitteln zu können. Das war die ganze Zeit mein Leitsatz.  Nicht alles ist mir gelungen, etliches ist nicht gelungen, im nachhinein würde vieles von mir anders geschrieben. Aber so wie im Leben, so verhält es sich auch im Blog.

blog

Inzwischen sind sieben Jahre vergangen.  Es sind aber auch sieben Jahre Weiterentwicklung. Am besten kann man es bei meinen Einstieg in den Blog mit der Beschreibung  von mir erkennen.

http://mondre.de/2009/03/06/gesundheit/

Auch Heute, ist es noch keine Selbstdastellung oder Hervorhebung meiner Person. Es ist eine Auflistung von Beispielen was man trotz eines Handicaps alles erleben kann. Natürlich gelangen manchmal Emotionen in den Blog. Das spiegelt für mich jedoch das Leben eines Menschen der beeinträchtigt ist, perfekt wieder. Es kann nicht immer alles richtig verlaufen. Die Leistungen und Gefühle sind zu unterschiedlich und nicht festkalkulierbar.

Inzwischen sollte jeder wissen, wie lebenswert ein Leben mit Behinderung sein kann, das man keine Ängste haben muß. Das alles möglich ist. Andere fangen vielleicht an über Behinderte Menschen etwas verständlicher zu denken.

Bilderbogen

Nun hat sich ein weiterer  Abmahnanwalt bei mir gemeldet. Um weiteren den Nährboden zu entziehen wurden von mir alle Bilder, die nicht von mir stammen oder lizenzfrei sind, aus dem Blog entfernt. In Zukunft werden nicht die Artikel ein Problem darstellen, die Fotos sind es die mir Schwierigkeiten bereiten werden.  Entweder kommen sie von mir oder von ausdrücklich lizenfreien Bildern.

Um die Bilder aus dem Blog zu entfernen, war nicht nur viel Zeitaufwand nötig, es bedeutete noch mehr Kraftaufwand für mich. Der Vorgang an sich war leicht denn es war nur Zeit und Geduld vonnöten, aber den Blog von dern ersten Einträgen bis Heute noch einmal zu durchleben, das hatte es in sich.

Mir wurde klar, wie mein Schreibstil, die Ausdrucksweise, die Rechtschreibung, 2009 war und wie es jetzt 2015 der Fall ist.  Gleichzeitig fiel mir aber auf das mich niemand dafür kritisiert hat oder mich deswegen in Frage gestellt hat. Es war also Richtig etwas zu wagen, etwas Neues zu versuchen.

Viel intensiver waren die Gedanken die mir bei einigen Artikeln durch den Kopf gingen.  Sie alle auszuführen, würde bedeuten das dieser Beitrag noch ungefähr  20 bis 30 Seiten lang werden würde. Da dies viel zu lang wäre, möchte ich mich auf eine stark gekürzte Version beschränken.

Die kommt Morgen, evtl sogar mit Bildern

 

999 oder Weisheiten LIX

Nun ist es soweit. Der 999 Artikel steht an.

 

Auch wenn Optimismus ein Teil von mir ist, soweit ging mein Vorstellungsvermögen damals, am 6 März 2009 doch nicht. Auch wenn Konstanz zu meinen Stärken gehört. Über vier Jahre an dem Blog arbeiten und dann sogar vor dem 1.000 Artikel zu stehen. Nein, davon wagte ich nicht einmal zu träumen.

 

Das erste Mal ging mir dieses Ziel durch den Kopf als das wilde schreiben von mir durch eine Struktur des Blogs abgelöst wurde. Er wurde in ein System eingebunden.

Es war mutig aber Richtig. Nach all den zuversichtlichen Berichten ließ ich meinen Ängsten und Sorgen freien Lauf. Etwas was von mir, ursprünglich, nie geplant war. Das dies manchmal beklemmende Artikel gewesen sind, ist mir schon beim Schreiben klar geworden. Denn gerade diese Berichte haben viel Kraft gekostet.

Genau an dem Punkt setzte aber mein Plan ein und meine Gedanken gingen das erste Mal in ferne Tage. Doch das passierte ausgerechnet in einer Phase der Lustlosigkeit. Das ich gerade an diesen Tagen meine Gedanken in die Zukunft schweifen ließ, entspricht meiner Mentalität.

„Nie aufgeben – immer kämpfen

zweifeln gehört dazu – um Positiv nach vorne blicken zu können

schwere Aufgaben sind da um bewältigt zu werden

Leicht war Gestern“

Frei und unbedarft schreiben sollte den Anfang machen um dann von Beängstigenden sorgenvollen Artikel abgelöst zu werden und nach einer unbestimmten Zeit von ausschliesslich Positiven Beiträgen weiter fortgeführt zu werden.Vielleicht ist der sorgenvolle Teil zu lang geworden, aber er zeigt auch auf was beeinträchtigte Menschen erleben können.

 

Da es ja ein Blick in mein Leben ist, war es mir wichtig alles glaubwürdig aufzuzeigen und zwar so das möglichst viele ihre positiven Schlüsse daraus ziehen können. So manches mal endecke ich im nach hinein Fehler oder mir sträuben sich die Haare über meine gerade geschriebenen Artikel. Aber gerade diese Erfahrung ist wichtig. 

Erst kommt das körperliche Befinden, dann der allgemeine Gesundheitliche Zustand, danach der Versuch wieder Gesund zu werden, und ganz am Schluss die Feinheiten der Grammatik. Dabei ist die Botschaft für mich wichtiger als Groß- oder Kleinschreibung, Komma oder doch kein Komma. Das Verständnis steht für mich im Vordergrund.

Die letzten 100 oder 200 Artikel haben deswegen auch eine klare Aussage

 

Es ist zwar nicht immer leicht an sein Ziel zu kommen. Mit den letzten 999 Beiträgen dürfte es mir aber hoffentlich gelungen sein, das jeder weiss das er sein selbst gestecktes Ziel erreichen kann.

Halbjahresbilanz 2013

 

Aktuell hat der Blog sowohl bei den Besucherzahlen als auch bei den Seitenzugriffen eine Steigerung um 100 % zu verzeichnen. Selbst wenn ein Großteil der Zahlen (ca. 70 %) auf Suchmaschinen zurückzuführen sind, ergibt das immer noch 40.000 Besucher mit 80.000 Seitenzugriffen für die ersten 6 Monate.

 

Das sind Zahlen die mir gut tun, denn immer wieder kommt es vor das man mich wegen des Blogs belächelt. So langsam verstehe ich es warum so wenig Behinderte Menschen aus ihren Leben preisgeben. Ihre Schwächen, ihre Krisen all das negative was man erlebt hat, das ist nicht leicht und kostet Kraft. 

Ich möchte das auch nicht!  

 

Dieser Widerspruch muß natürlich aufgeklärt werden. Das passiert Morgen 

Fieberkurve

 

Als ich die Grafik über die Statistik werte für 2012 sah, fiel mir die Fieberkurve bei den Besucherzahlen auf. Nachdem ich sie intensiver betrachtet hatte, sah ich die Parallele zu meiner persönlichen Bilanz des letzten Jahres. So seltsam es mir auch erscheint. Beide Kurven sind fast identisch. Der Tiefpunkt war Mitte des Jahres.

Wobei ich gerade im abgelaufenen Jahr den gesundheitlichen vom geistigen Zustand trennen muss. Während es, bedingt durch die Schilddrüsen-OP und diversen Stürzen lange nicht optimal lief, erging es mir gefühlsmäßig, seit dem 19.Juni, traumhaft gut.

Seit diesen Morgen schwebe ich nur noch auf Wolken. Es gibt nichts negatives mehr, selbst wenn mein Gehirn, meine Gefühle, meine Gedankengänge mir wieder Todesängste suggerieren wollen. Am Ende setzt sich mein POSITIVES DENKEN durch. Diese Gefühle sind für mich neu und ich genieße es. Wahrscheinlich wird sich das mein Leben lang nicht ändern – und das ist gut so. So gesehen stören mich meine körperlichen Probleme auch nicht.

Im Leben kann kann es nicht immer optimal zugehen. Wunschgemäß geht es selten zu, irgendwo hakt es garantiert. 100 Prozent gibt es nicht. Zum Jahresende stieg meine Fieberkurve auch im Bereich Gesundheit stark nach oben. So ergibt sich bei den Besucherzahlen ein Plus von 3% und den gleichen Anstieg würde ich meiner Allgemeinverfassung zuschreiben.

So gesehen war 2012 ein Fieberjahr. Es ging mal abwärts, mal aufwärts, am Ende war alles GUT.

Jahresbilanz 2012

 

Eigentlich ist es im November noch früh für eine Jahresbilanz, doch es gibt immer Ausnahmen, so wie heute.

Nachdem die Zahl der Besucher in den ersten Jahren ständig gestiegen ist, mußte ich bis zum September einen Rückgang hinnehmen. So schön auch hohe Besucherzahlen sind, als Gradmesser für den Erfolg sollten sie nur zweitrangig sein. Im Vordergrund war immer das Motto unter dem der Blog von Anfang an stand.

Er soll den Menschen helfen die betroffen sind und er soll gesunden Menschen helfen, Behinderte besser zu verstehen. Vor allen soll er aber zeigen das es immer einen Weg gibt, das man nie aufgeben soll.

 

Dabei habe ich mich auf eine ungewöhnliche Vorgehensweise eingelassen. Nach vielen mutmachenden Artikeln bin ich dazu übergegangen fast 2 Jahre nur die Schattenseiten aufzuführen, so das jeder Betroffene erkennen konnte, das er nicht allein mit seinen Schwierigkeiten da steht, sondern das die vielen Höhen und Tiefen ein ganz normaler Prozeß sind. Dazu kommen die schwer zu kontrollierenden Gefühlswelten. Das ich sie auch hier im Blog so wieder gegeben habe war aus, meiner Sicht, ein mutiger Versuch der sich aber als richtig erwiesen hat.

Genauso hatte ich mir den Aufbau, des Blogs, damals vorgestellt.

 

Was jedoch nicht heisst das es mir immer leicht gefallen ist, das Gegenteil ist wohl eher der Fall.

In diesen Sommer ist der Knoten zum Glück engültig geplatzt. Mir sind die Fehler in der Rechtschreibung egal, zeigen sie doch nur das niemand 100% sein kann, das man aber trotzdem gut leben und vorankommen kann. Es stört mich auch nicht mehr wenn ich für den Blog belächelt werde, genauso wenig stört es mich das es mal zu Wiederholungen kommen kann. Das so viele mit mir den Weg durch dick und dünn gegangen sind und immer wieder vorbei sehen macht mir Mut.

Vielleicht gelingt es mir auch weiterhin den ein oder anderen positiv zu beeinflussen.

 

Ohne Druck

Morgen habe ich Geburtstag.

  

Da ist ein kleiner Sachstandsbericht angebracht. In den letzten Jahren habe ich viel erlebt. Gutes und weniger gutes. Am meisten hat mich die Politik beeinflusst, was ich vor kurzen genau beschrieben habe

 

http://mondre.de/2012/08/23/minderheit/

Im Augenblick führe ich ein Leben ohne politische Aktivitäten, und muss feststellen wie gut mir das tut, ich kann es kaum glauben wie GESUND ich mich fühle. Auch wenn mein Herz nach wie vor an der SPD und der damit verbundenen Arbeit hängt, so ist es eine wahre Freude ein Leben ohne Druck ohne Streitereien zu führen.

 

Stattdessen geniesse ich ein Leben in dem ich das erste Mal überhaupt das Gefühl habe vollkommen Gesund zu sein. Mein Handicap hat mich noch nie interessiert. Meine Seele mein Kopf, meine Nerven – das sind die entscheidenden Faktoren, die mich beeinflussen.

Es ist schon lange her das ich mich so unbesorgt und  zuversichtlich auf ein neues Lebensjahr freue, es ist ganz schlicht und einfach

 

SCHÖN