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Buchveröffentlichung

Das war es dann wohl. In den nächsten Tagen wird Monica Lierhaus ihr neues Buch vorstellen.  Darin gibt sie ihre Erfahrungen der letzten 6 Jahre preis. Sie erzählt über ihre Erlebnisse nach ihren Unfall. Dagegen ist nichts einzuwenden.  Ja, es ist sogar eine gute Maßnahme.  Auch wenn sich ihr Buch vielleicht an meinen Blog orientiert, es spielt keine Rolle – es wird bestimmt lesenswert sein.  Kurz gesagt – ich kann es ungelesen empfehlen.

Eines ist dann allerdings überflüssig. Mein Buch, mein geplantes Werk. Vielleicht wäre es gut geworden, vielleicht wäre spannend geworden, vielleicht wäre es auch schockierend geworden? Eines wäre es auf jedenfall. Es wäre nur ein Aufguss, ein weiteres Buch. Diesmal allerdings weniger nach zu empfinden wie bei einer prominenten Person.

Es gibt zwar viele Gründe die dafür sprechen, es doch zu schreiben, weil meine Geschichte schon 48 Jahre alt ist, aber  ich will kein Konkurrent sein. Deswegen liegt die Planung für ein Buch erst einmal auf Eis.

Ostergeschichte 2015 Vorwort

Wer arbeitet macht auch Fehler oder dem gelingt nicht immer alles. Warum soll das bei mir anders sein! So ist mein Versuch zu bewerten ein Buch zu schreiben. Wenn etwas beim ersten mal nicht gleich optimal gelingt ist das allerdings kein Grund um ganz aufzuhören. Stattdessen sollte es Motivation sein weiter zu machen um besagte Idee weiter zu verfolgen. Das Thema Liebe/ Liebeleien ist ja abgearbeitet (so wie z.B. am 18.12.2009) darum starte ich ausschliesslich für den Blog mit meinen neuen Buch.

So könnten die ersten Seiten aussehen. Bis zur Fertigstellung werden bestimmt ein paar Jahre vergehen. Das hat nichts mit der Angst vor dem Bewältigen der Vergangenheit zu tun, es ist einfach weil für mich kein Zeitdruck besteht da von mir kein kommerzieller Erfolg beabsichtigt wird. Der Anfang wird hier mit einer Vorabveröffentlichung des ersten Kapitels gemacht. Es kann auch sein das mein Buch über die Feiertage eines jeden Jahres (Ostern, Pfingsten, Weihnachten) nur hier erscheint.

Ab morgen geht es los mit

„Ein Indianer kennt keinen Schmerz“

Die erste Liebe

Spät Abends wenn die Hektik des Tages vorbei war legte sich Klaus bevorzugt Schallplatten auf die sich durch ihre ruhige Art und vor allen der Länge der Stücke auszeichneten. Tubullar Bells von Mike Oldfield war so ein Werk. 25.30 Minuten dauert Teil eins und der 2.Teil ist auch mit 22.30 Minuten nicht viel kürzer. Dazu kamen oft Aufnahmen von Pink Floyd oder Tangerime Dream. Es bestand also genügend Zeit zum Nachdenken.

tubullar Bells

„Bin ich wiin Draufgänger?“ fragte er sich, um danach über sein Liebesleben nachzudenken. Er hatte das erste Mal vor ein paar Monaten erlebt. Seitdem war Klaus klar das er alles in Ruhe angehen konnte. Der einzige Nachteil seiner ersten Liebesnacht war das er sich an kaum noch etwas erinnern konnte. Ausser das sie Blond war Sieglinde hieß und der BH ziemlich schnell von ihm geöffnet werden konnte wusste er nichts mehr, so betrunken war er gewesen. Vielleicht war das aber auch sein Glück. Denn die „Schönste Nebensache der Welt“ wollte er gerne wieder erleben, allerdings mit voller Wahrnehmung.

Unlocking Dreams

In der Nacht trank er das letzte Mal einen Whiskey oder Bier oder alles zusammen. Ja Mädchen kannte Klaus viele. Doch entweder waren sie gerade in einer neuen Beziehung oder etwas fehlte. So machte Klaus zwar viele schöne Worte aber die Richtige fehlte das was ihm gefiehl da lief alles schief. Es schien fast so als ob er nie über den BH hinaus kommen sollte. Gespräche, Auge in Auge oder stundenlang am Telefon. Aber das war es dann auch schon. Doch einmal!

Da stand sie in der Woche gegen 21.00 Uhr vor seiner Wohnungstür. Die absolute Traumfrau, die begehrteste Schönheit der ganzen Clique ja vielleicht des Stadtteils. Sie wollte zu ihm, so säuselte sie ihm in sein Ohr. Es dauerte eine Weile bis er sich gefasst hatte. „Barbara! zu mir? das kann nicht sein. Wenn jemand das Wort makellos verkörpert dann sie“ dachte er. „Warum nicht?“ sagte er sich im nächsten Moment um sich dann in sein schönstes Abenteuer zu begeben. Nach ein paar Minuten war der Spass allerdings schon wieder vorbei. Klaus merkte das ihr etwas fehlte etwas was er sich an einer Frau wünschte. Was genau das war konnte er nicht sagen. Sein Gefühl sagte ihm nur STOP

traumfrau

Diesen Vorfall hat er genauso für sich behalten wie alle anderen missglückten Liebeleien. Es hätte ihm auch keiner geglaubt. Auch als er mal ein Wochende mit zwei Frauen verbracht hat. Es ist nichts passiert, ihnen fehlte etwas. Einzig Sabrina die wäre es gewesen – aber die fühlte sich dem Alkohol zu sehr verbunden.

So saß er in seiner Junggesellenwohnung und wusste nicht ob er traurig oder Stolz sein sollte. Er beschloss Stolz wäre das Beste. Denn diejenigen die ihn so verhöhnt hatten ihn richtig abgestempelt hatten, von denen wohnten noch viele bei ihren Eltern und die kannten weibliche Bekanntschaften nur aus dem Fernsehen. Da fühlte sich Klaus doch um einiges besser.

Nach dem mißglückten Erlebnis mit Barbara kam lange Zeit nichts denn jetzt war ihm klar das er ziemlich hohe Ansprüche stellte. Als er diese einmal seinen Freund gegenüber äußerte bekam Klaus wieder die üblichen Vorhaltungen. Er wäre doch Behindert, kann sich nicht richtig wie Gesunde bewegen und gut aussehen würde er auch nicht.

„Glaubst Du etwa das Dich eine Frau, die all Deine Vorstellungen verkörpert, nach Dir umdreht?“

Daraufhin dachte Klaus ganz schlicht „JA“ Er war fest davon überzeugt das jeder sein Glück finden kann – auch in der Liebe

Charmeur

Wenn so über mich gedacht wird kann nicht viel gemacht werden. Denn gegen Vorurteile kann man nur schwer ankommen, dachte er für sich. Doch es gibt immer eine Möglichkeit. Ein Frauenschwarm, so eine Art Casanova wollte Klaus nicht sein. Aber es wurde Zeit für eine Freundin. Vielleicht würde das dieses dumme Gerede vom Frauenheld beenden. Doch dann fiel ihm ein das er schon lange nach einer Freundin suchte.

In den folgenden Wochen machte er seinen Freunden klar das er bald die Frau fürs Leben finden würde. Ein Flirt wäre ja ganz nett aber er war davon überzeugt das es besser wäre auf dieses Beziehungsdurcheinander zu verzichten. Dazu hatte er keine Lust so sagte er es zu sich. Erst lange sucheisse Zeit zusammen bleiben um sich dann zu trennen es mit einer anderen versuchen um dann doch mit der ersten Liebe wieder zusammen zu gehen. Dazwischen lieggen viele schlaflose Nächte, Ärger und Vorwürfe. Nein dann lieber länger nach der Richtigen suchen.

Küssen ist langweilig

Auf dem Weg zur Jugendherberge war Klaus ziemlich ruhig, was . Das lag an dem unglücklichen Ende seines Flirts sowie den Sprüchen seiner Freunde. Warum sollte er sich wehren, egal was er sagen würde – es wäre Falsch und würde nur noch mehr Gerede nach sich ziehen.Irgendwann ließ er sich doch zu einen Kommentar hinreißen

küsse

„Wisst ihr was, nur Küssen ist langweilig und wäre der Regen nicht gekommen hättet ihr alleine ohne mich in die Jugendherberge fahren müssen. Denn dann hätten wir mehr Spass als Küssen oder herumstehen gehabt.“

Obwohl Klaus wußte das er ziemlich dick aufgetragen hatte, danach war Ruhe. Leider war diese Fahrt damit auch der Beginn seiner erotischen Abenteuer. Denn von nun an war die Fantasie seiner Freunde grenzenlos. Ohne einmal mit einer Frau intim gewesen zu sein, wurde aus ihm ein Frauenheld. Er war sich noch nicht sicher inwieweit er dieses Gerede über sich ergehen lassen sollte. Im Augenblick verspürte er keine Lust dagegen zu halten

casanova

So wie aus ihm ein Frauenheld wurde so beschloss er gleichzeitig auf der Fahrt nie über seine Abenteuer zu reden. Einen Vorsatz den er auch in späteren Jahren beibehalten hat.  Umso interessanter waren die Spekulationen die man über ihn und seinen weiblichen Umgang anstellte.  Fortan war Schweigen seine Antwort. Zuhause angekommen beschäftigte ihn dieses Erlebnis doch mehr als ihm lieb war. Und so ließ er sich all seine weiblichen Bekanntschaften und teilweise auch Abenteuer durch den Kopf gehen.

Relativ schnell stellte er fest, das er sich gegen die Sichtweise von vielen gar nicht wehren wolle. Denn etliche glaubten das er als Behinderter nie eine Frau bekommen würde und für einen heißen Flirt würde sich erst recht keine finden lassen. In dem Moment wusste Klaus das ihn doch einige für einen Spinner halten würden, jemanden der sich solche Abenteuer erträumt.

Genau so kam es auch. Aus ihm wurde tatsächlich wieder ein Behinderter für nicht wenige sogar ein Behinderter mit Geistigen Defiziten. Und das alles nur weil er diesen Satz,“ Küssen ist langweilig“ gesagt hatte.

BH

Klaus hatte Simone unter einen Vorwand herausgelockt. Drinnen sei es zu stickig und der Qualm mache seinen Augen zu schaffen.Vor der Disco war eine Ansammlung von Liebespärchen. Ob sie länger oder nur für diese Nacht zusammen waren konnte man nicht erkennen. Simone störte es kaum und Klaus sowieso nicht. Es dauerte nicht lange bis sie einen Platz vor der Scheune fanden. Denn dort wo sie am ehesten ungestört gewesen wären war es voll. Die Türen hatte man aus der Scheune genommen. Dadurch war ein Platz für frisch Verliebte entstanden.

scheune

Nach den ersten Küssen beschlossen beide hinter den grossen Heuhaufen zu gehen. Tatsächlich gab es einen Ort an dem sie alleine waren. Im ersten Moment war Simone irritiert wie Klaus sie an sich heranzog. Aber genau das war es was sie faszinierte – dieses Selbstbewußtsein was Klaus an den Tag legte und so erwiderte sie seine Küße

„Du ist das immer so voll hier“ fragte Klaus

„Ja, vor allen bei guten Wetter. Das störte mich aber nicht denn ich will immer nur Tanzen. Na ja bis Heute“ fügte sie hinzu.

Ehe sie sich versah war Klaus schon unter ihrer Bluse. „Soll ich ihn aufmachen? oder schaffst Du es alleine?“

Black bra with silk rose

Ihre Frage war jedoch überflüssig. Klaus hatte gerade ein paar Wochen vorher gelernt einen BH Verschluß so leicht und schnell wie möglich zu öffen.

Bis dahin war es für Klaus ein Spiel gewesen. Ein Spiel von dem er immer geträumt hatte. „Warte! Ich führe Dich“

sagte sie und legte seine Hand auf ihre Brüste.

„Ein Tropfen“

entfuhr es ihr. Tatsächlich fing es an zu tröpfeln. Der Versuch sich stärker ins Heu zu drücken mißlang. Sie spürte seinen Körper nicht mehr und er mußte die Hand hervorziehen. Ein erneuter Versuch wurde von einen Wolkenbruchartigen Regen gestoppt. Der einzige Trost für die beiden war das es keinen Pärchen gelungen war einen unvergesslichen Abend zu verbringen. Ein erneuter Anlauf scheiterte, da mit einmal Simones Freundin in der Tür stand.

Die Gedanken die ihn dann bewegten waren so lang das kommt morgen

kurze Liebe

verloren

Der Tag war erfolgreich verlaufen. Nicht unbedingt für Klaus seine Mannschaft. Bei einen gewonnenen Spiels hatten sie nur noch theoretische Chancen auf das Halbfinale. Es sah eher nach einen Platzierungsspiel aus, das am nächsten Tag wohl bestreiten würden. Sein Freund war mit der anderen Mannschaft erfolgreicher gewesen, er steuerte aufs Finale zu.

Dementsprechend gut war die Stimmung. Und so beschlossen einige Betreuer in eine nahe gelegene Discothek zu fahren. Beihnahe wäre Klaus in der Jugendherberge geblieben, denn was er von einen fremden Trainer zu hören bekam war nicht gerade freundlich

„Du kannst ruhig hier bleiben, von Dir will sowieso keine Frau was wissen. Schau Dich doch an. Fast Gelähmt – kaum Haare – nur eine Hand, welches Mädchen ist so verrückt sich mit Dir abzugeben?“

hässlich

Es war wohl mehr der Frust darüber das seine Mannschaft ausgerechnet gegen Klaus sein Team verloren hatte, doch der Stachel saß tief und schmerzte auch. Doch das ließ sich Klaus nicht anmerken.

Nach ca. 30 Minuten hatten sie eine Scheune erreicht um die ein reges Treiben herrschte. Das was von aussen so unscheinbar aussah war eine Discothek. Dort traf sich die Jugend aus dem gesamten Bereich zwischen Hannover und Osnabrück. Gerade an dem Abend war es ziemlich voll. Angesichts dieses musterhaften Pfingstsamstags war es auch kein Wunder.

„Keine Frauen“

diesen Vorsatz hatte Klaus natürlich vergessen. Da seine Freunde, wie gewohnt, den Mund auch ziemlich voll nahmen gab es nur ein Ziel für ihn. Er wollte auch einmal jemanden nur für eine Nacht kennen lernen. Was genau bei seinen Freunden sich nachts immer abgespielt hat wenn die an den Disco-Abenden eine Bekanntschaft gemacht hatten konnte er nicht sagen. Vielleicht war es so intim wie immer von ihnen behauptet wurde, vielleicht war es aber auch ganz anders. Er beschloss für sich darüber zu schweigen. Ob Erfolg oder Mißerfolg. Das sollte sein Abend werden. Nur für ihn.

Vorsorglich hatte er sein gutes schwarzes Hemd und gepflegte Schuhe für die 3 Tage eingepackt, womit er sich schon von vielen äußerlich unterschied.

„Eigentlich schade das ich keinen Alkohol mehr trinke, sonst wäre meine Stimmung jetzt bestens und alles wäre viel leichter“, dachte er sich um im nächsten Moment festzustellen

„Na ja, dafür bin ich konzentrierter und besser ansprechbar. Um eine locker leichter Stimmung zu haben musst Du Dich nur anstrengen, Klaus geb Dir Mühe!“

So verliefen viele Zwiegespräche bei ihm. Am Ende gab er sich immer einen ganz besonderen Ruck weil er sie mit der persönlichen Ansprache beendete.

Seine Kameraden standen nur herum um sich alles anzusehen und glanlose Kommentare von sich zu geben. Keiner von ihnen traute sich eine Frau anzusprechen.

„Mehr als Nein sagen, geht nicht“

sagte sich Klaus und flirtete munter drauf los. Nach einigen Absagen hatte er Glück. Sie hieß Simone war, auch wie er zweiundzwanzig, und kam aus einen nahe gelegenen Dorf. Ihre Freundinnen hatten sie versetzt, weoraufhin sie alleine losgefahren war um sich zu amüsieren. Es dauerte nicht lange bis beide auf der Tanzfläche waren. Nach dem ersten langsamen Song, den beide eng umschlungen verbrachten, wurde Simone neugierig und wollte wissen auf was sie sich eingelassen hatte. So gingen beide raus. Woraufhin Klaus ihr sagte

„Das ist nichts schlimmes. Nur eine Lähmung die durch einen Unfall entstanden ist. Am Kopf bin ich ein paar Mal operiert worden sonst nichts, alles gut bei mir.“

Da beide schon einmal draussen waren genossen sie den Abendhimmel und küssten sich erst vorsichtig dann etwas intensiver um dann zu beschliessen hinter einen der Heuhaufen zu verschwinden.

Samstag geht es weiter