Fußball 9/17

Er hat es versucht – so könnte man den Donnerstag Abend  von mir auch beschreiben.

Meine beste Momente waren das warm machen und warm Schießen vor dem Spiel. Es gelang mir den Ball perfekt zu stoppen und ziemlich hart aufs Tor zu schießen. Das Spiel selber habe ich als Torhüter verbracht.

Da ich unglücklich gestürzt und auf den Hinterkopf gefallen war, ist es mir im Augenblick nicht möglich mehr über Fußball zu sagen. Das ganze muss erst einmal von mir verarbeitet werden.

Fußball 8/17

So langsam nähert sich für mich das Ende meiner Fußball Karriere. So sieht es im Augenblick auf jeden Fall aus. Meine Position als Torwart zögert es noch hinaus, aber ich will mir nichts vor machen, es wird immer schwieriger. Auch wenn ich am Donnerstag nur im Tor stand, bis Sonntag hat mein Körper gebraucht um die Anstrengung zu verarbeiten.

Meine Hoffnung ist nun das es Ausnahme war, letzte Woche. Denn es kamen einige Faktoren zusammen, die es mir nicht leicht gemacht haben. Es war erst das zweite Mal für mich das wir draussen gespielt haben, also Trainings Rückstand, dazu mein leichtes Übergewicht, das ich im Augenblick mit mir herum schleppe  und zu guter letzt, dadurch das die Bälle oft so weit hinter mein Tor flogen, blieb mir nichts anderes übrig als ziemlich oft zu laufen, weil sie auf den hinteren Teil des Rasens gelandet waren.

Erst hatte ich mit dem Gedanken gespielt nicht zu spielen um mich für unseren Hochzeitstag, am Samstag, zu schonen, Doch diese  Woche Donnerstag wird bestimmt alles besser..

Fußball 7/17

Gestern ging es auf dem Rasen los. Endlich wieder Freiluft Saison. Meine Vorfreude war riesig. Doch schon nach ein paar Minuten war mir klar: Das wird hart bis unmöglich. Schon nach kurzer Zeit war an normales Laufen nicht zu denken. So ging das auch eine Weile weiter. Nach ca. 60 Minuten ging nichs mehr bei mir. War´s das mit Fußball? Es gab da noch eine Hintertür. Ins Tor. So wechselte ich vom Sturm und viel Bewegung ins Tor mit wenig Bewegung

Dort wird wohl in der nächsten Zeit mein Stammplatz sein. Es sei denn … das der gestrige Tag vom körperlichen eine negative Ausnahme war. Mal sehen wie es Donnerstag sein wird. Man soll die Hoffnung nie aufgeben.

Fußball 6/17

Das war ein Abend! Einfach genial, es stimmte alles. Meine Leistung war endlich so wie es sein soll. Dabei war es ziemlich mutig was ich ausprobiert habe. Am Nachmittag hatte ich bewusst auf meinen Schlaf verzichtet, doch an statt nach kurzer Zeit Schwierigkeiten oder sogar einen Schwächeanfall zu bekommen, reichten meine Kräfte für den ganzen Abend. Obwohl wir nur zu acht waren, keine Pause möglich war und ich,aufgrund der hohen Belastung, schon nach vierzig Minuten aufhören wollte.

Das beste passierte mir aber dann bei unserer Runde nach dem Spiel. Nach 17 Jahren, fragte mich unser Gründer, was ich denn hätte. Er hat sich extrem viel Zeit für diese Frage gelassen, aber es ist besser, als wenn er sie gleich nach unserer ersten Begegnung, im März 2000 gestellt hätte. So konnte ich ihn und auch den anderen die Kurzform wieder geben. Woraufhin wir sofort zur normalen Tagesordnung übergingen und uns über alltägliches unterhielten.

Ja – das war eine Bestätigung für mich, denn keiner sagte „oh du armer“ oder sonstige mitleidsvolle Worte. Man war einfach informiert.

So muss es sein

Fußball 5/17

Für alle die sich, genau wie meine Frau, meine Arbeitskollegen und einige mehr, Sorgen um meine Gesundheit machen. Alles gut, mir geht es bestens, es gab keinen Einbruch, keinen Schwächeanfall – einfach alles optimal. Es ist wirklich so, seitdem ich den Bereich Ehrenämter abgelegt habe, macht meine Gesundheit enorme Sprünge nach vorne. Es ist für mich ungewohnt aber schön. Ein tolles Gefühl wenn man ohne große Ängste zum Sport gehen und  ihn auch sorgenfrei betreiben kann.

 

Fußball 4/17

Endlich harmonieren meine neuen Schuhe mit mir. Gestern stimmte alles bei mir. Mein Laufen war zwar noch etwas vorsichtig, immerhin fehlte mir bis dahin das Feingefühl dafür. Die Bewegungsabläufe  im Tor waren auch das erste Mal so wie es sein soll. Es war also alles bestens.

Nicht ganz, denn am Nachmittag war ich nicht zum Schlafen gekommen, und doch gab es den ganzen Abend nicht einen Moment der Schwäche. Zum ersten Mal fiel mir auf wie groß der Unterschied zum letzten Jahr ist, was es ausmacht wenn der Kopf frei von Belastungen ist.

Mir wurde mehr als deutlich aufgezeigt, wie belastend ein Ehrenamt für mich ist. Spätestens seit Gestern ist mir klar, das nur eines von beiden bei mir geht.

Fußball – Ja        Ehrenamt – Nein

Fußball 3/17

Gestern war endlich wieder Fußball angesagt. Erst zum dritten mal in diesen Jahr, das ist wirklich bescheiden. Zum gleichen Zeitraum waren es im letzten Jahr schon sieben Abende Fußball.

Mir war Gestern auch eine gewisse Unsicherheit an zu merken. Selten sind soviel Tore gegen mich erzielt worden. Wenn wir Ergebnis orientierten oder erfolgsorientierten Fußball spielen würden dann wäre eine 5 die passende Note. Zum Glück geht es hauptsächlich um die Bewegung. Und doch bin ich zufrieden. Denn es gab bei mir nicht einmal Probleme. Nur meine Konzentration und Reaktionsschnelligkeit die ist ausbaufähig.

Fußball 2/17

Gestern war es nicht leicht, wir mussten durch spielen, dadurch das etliche fehlten, gab es kaum Zeit um eine Pause zu machen.

Bei mir kam noch erschwerend dazu das ich mir meinen neuen Schuhe vom letzten Jahr angezogen habe. Gut, man soll nicht alles verteufeln was beim ersten mal schief gegangen war – aber bisher waren meine teuren Hallenschuhe nicht gerade erfolgreich. Bei den ersten Spielen im alten Jahr war mein Stand so schlecht das ich Mühe hatte mich auf den Beinen zu halten. Bei einen weiteren Versuch kamen diverse Stürze dazu, es gab also genügend Gründe diese Schuhe aus zu sortieren.

Und doch habe ich es Gestern riskiert und mein Mut wurde belohnt. Gewonnen oder verloren, ist für mich unwichtig.

Die Schuhe saßen richtig, passten genau und waren so wie ich sie mir beim Kauf vorgestellt hatte. Ein Volltreffer!

Fußball 1/17

Seit gestern Abend schwebe ich auf Wolke 7

Es war Grandios, nicht meine Leistung aber das ganze Spiel. Es gab nicht einen Moment der körperlich oder Geistigen Schwäche, nicht einen Sturz, es verlief alles ohne Probleme. Zum Schluss stimmte sogar die Leistung. Das erste Mal seit vielen Wochen das alles einwandfrei gewesen ist. Dieses Hochgefühl das mich gerade umgibt lässt sich nur schwer beschreiben, es ist einfach ein Traum.

Fortsetzung

Die Worte meines Freundes gingen mir noch lange durch den Kopf. Meine Entscheidung auf einen Arzt Besuch zu verzichten war, meiner Meinung nach, immer noch richtig. Aber etwas Vernunft könnte ja nicht schaden, also ließ ich mir noch einmal alles durch den Kopf gehen und musste viel nachdenken.

Im Leben geht alles, fast alles ist machbar – aber ein Leben ohne Fußball für mich. Das ist für mich, im Augenblick, unvorstellbar. Und doch es gibt fast nur Argumente die für AUFHÖREN sprechen.

Bisher war das Glück auf meiner Seite. Aber allein die letzten Stürze hätten dramatische bis endgültige Folgen haben können. Je älter ich werde umso grösser ist das Risiko. Gerade im Alter kommen soviel Faktoren dazu die nichts mit meiner Behinderung zu tun haben. Nimmt man sie hinzu ist es ein Tanz auf der Rasierklinge der von mir jeden Donnerstag aufgeführt wird. Wenn mich ein Ball an der falschen Stelle trifft, wenn ein Zweikampf für mich schlecht verläuft, wenn meine Kräfte zu früh nachlassen, wenn ein Sturz nicht so gut wie bisher kompensiert werden kann… Das sind genügend Gründe die gegen Hallenfußball sprechen.

So darf es nicht weiter gehen. Wie gesagt bisher ist alles gut ausgegangen. Aber wenn ich an die Seuchen Jahre  1987 mit zwei Brüchen und 1997 mit Handgelenksbruch und Zusammenbruch inkl. Krankenhausaufenthalt sowie 2006 mit Zusammenbruch und dann noch Kreuzbandriss denke, dann war das im letzten Jahr harmlos.

In jeden Jahrzehnt war also immer so eine negative Phase. Theoretisch dürfte in den nächsten Jahren nichts passieren. Leider ist Theorie keine verlässliche Größe.

Ich werde es noch einmal am 12.1. versuchen und danach entscheiden, wie es in der Halle weitergeht mit mir.