Fußball 27 +28/17

Eigentlich ist es noch zu früh einen Bericht über meine letzten Abende in der Halle zu schreiben, denn mein Oberarm schmerzt noch ziemlich stark.

Vom 24.11. gibt es nicht viel zu berichten, an dem Abend verlief alles einwandfrei, ohne Probleme, es war ein guter Fußball Abend

Am 8.12. sah es anders aus. Es dauerte eine Weile bis ich ins Spiel gefunden hatte. Doch genau in dem Moment erwischte mich ein ungewollter Schubser auf der falschen Körperseite. Da meine Bewegung in dem Moment schon stark zur linken Seite ging um den Torschuss abzuwehren, kam ich ins Stolpern ins Trudeln und landete unsanft auf dem Hallenboden. Diesmal war es die linke Augenbraue die meine Landung bremste. Mit der linken Körperhälfte fällt es mir schwerer einen Sturz so aus zu balanzieren das sich der Schaden in Grenzen hält. Wie genau es passiert ist?, ich habe es verdrängt. Fakt ist das mein Oberarm schmerzt und wahrscheinlich eine Stauchung ausheilen muss. Aber am schlimmsten hat es meine rechte Schulter getroffen.  Geprellt? Verstaucht? Gezerrt? oder doch was anderes.

Der Rat eines Mitspielers kommt für mich auf jeden Fall nicht in Frage. Zum Arzt gehen. Der Gang ist überflüssig. Den Text kenne ich schon vorher den er mir erzählen wird

„In ihren Alter, mit ihrer Beeinträchtigung, das ist grob fahrlässig und unvernünftig. Sie sollten mit dem Fußball aufhören und sich einen anderen Sport suchen.“

Dazu kämen noch andere Vorhaltungen – Nein! Der Gang zum Arzt muss nicht sein

Teil 2 morgen

Fußball 25/16 + 26/16

Es geht nicht anders, mein Bericht kann nicht bis Freitag oder nächste Woche warten.

In der vorletzten Woche war alles gut bei mir, zwei harmlose Stürze weil der Hallenboden zu glatt ist, mehr ist nicht passiert.

Letzte Woche sah es etwas anders. Die Reihe meiner Stürze ging weiter, doch diesmal ging ich die Sache anders an und suchte die Schuld, nach den ersten Stürzen bei mir. Sofort fiel mir auf das meine Schuhe nicht 100% richtig saßen. Kaum war das richtig analisiert worden von mir, fiel ich, nach einer geglückten Fußabwehr so unglücklich zu Boden das es für mich wieder Richtung Hallenboden ging. Ich fiel erst auf die Knie um dann mit dem Kopf aufzuschlagen.

Direkt an der Nahtstelle zwischen Plastik und Knochen. Sofort schoss mir auch Blut über den Kopf. Nun spiele ich schon über 30 Jahre Fußball und auch seit 17 Jahren Hallenfussball, aber so etwas ist mir noch nie passiert. Es gibt eben immer das erste Mal.

Jeder normale Mensch, mit meinen Voraussetzungen, würde jetzt sagen:

„Das war es! Ich höre auf, mein Alter, mein Handicap, mein Wissen darüber was alles passieren kann. Es gibt genügend Gründe um aufzuhören.“

running

Zum Glück trifft das Wort „Normal“ auf mich nicht zu. Am nächsten Tag bin ich los um mir in einen Einkaufscenter neue Hallenschuhe zu kaufen. Gekauft habe ich mir sie aber dann am Samstag in der Bremer Innenstadt. Es waren die teuersten Schuhe die ich mir jemals gekauft habe. Aber dafür ist es jetzt recht unwahrscheinlich das ich demnächst stürze.

Fußball 23 + 24/16

Vor vier Wochen, ging mir nur unser Urlaub durch den Kopf. Dementsprechend vorsichtig und erfolglos war auch mein Spiel. Das einzige was mich beschäftigte war unsere Flusskreuzfahrt. Das Ergebnis war eindeutig: Wenn man nicht voll konzentriert bei der Sache ist, das bringt nichts auf jedenfall keinen Erfolg.

Letzte Woche Donnerstag war es nicht viel besser, eher schlechter. Mir machten die hinzu gekommenen Kilo zu schaffen und im Gedanken war ich schon bei meiner Geburtstagsfeier mit der Mannschaft.

Normalerweise reicht eine Runde Getränke. Aber aus meiner Sicht ist ein runder Geburtstag zumindest bei mir ein Grund zur Freude. Denn zum einen ist es ein unfaßbares Glück die 60 erreicht zuhaben und zum anderen, das ich sogar noch Fußball spielen kann. Diese Freude will ich natürlich mit meiner Frau teilen, aber ein paar Tage später kommen dann Freunde und Arbeitskollegen an die Reihe. So war es letzte Woche Freitag meine Fußballmannschaft.

Dazu eine kleine Anekdote:

Die Feier fand im Vereinsheim unseres Gartenvereins statt. Die Gaststätte war gut besucht und etliche Kleingärtner bekamen unsere Feier mit. Als ich Gestern wieder in der Gaststätte war, sagte man mir.

„Das hätte ich nicht gedacht, das in Deiner Mannschaft soviel Gesunde sind, wir waren davon ausgegangen, das du nur mit Behinderten spielst, aber die wirkten ja richtig dynamisch, wie schaffst Du das nur dort mitzuhalten? Lassen die dich wirklich mitspielen oder bist Du einfach immer dabei wenn sie kicken?“

 

Sie hatte ja recht, für mich ist es auch wie ein Traum, aber ich arbeite und kämpfe auch dafür. Im Grunde genommen, galt meine Konzentration immer dem Fußball. Mein Sport hatte für mich selbst damals, als es um einen erfolgreichen Start in die Politik ging, immer Priorität. Wenn ich für diese beiden Tätigkeiten(Politik, Gartenfunktionär) den gleichen Einsatz gezeigt hätte, wer weiß was geworden wäre?

Das stört mich aber nicht. Sich dort durch zu kämpfen, wo viele von „unmöglich machbar“  sprechen oder es nur als Träumerei abtun. Dort sich Woche für Woche, immer wieder aufs neue zu beweisen, das ist für mich mehr.

Denn jede Woche kann ich zeigen, was mit einen festen Willen und großer Überzeugung vom eigenen Erfolg, alles möglich ist. Mag die Vorstellung davon vielen auch schwer fallen, für mich zählt nur der Glaube an das scheinbar unmögliche. Einfach auch um aufzuzeigen das man alles schaffen kann.

So folgen noch hoffentlich viele Berichte vom Fußball

Fußball 22/16

Meine Vorbereitung sah Gestern überhaupt nicht gut aus. Kein Schlaf nicht einmal Ruhe. Meine ganze Konzentration galt dem Neuen Garten und nicht dem Fußball. Meine Anspannung fand schon vor dem Spiel statt.

Deswegen ist es auch für mich kein Wunder das Heute alle Knochen schmerzen, obwohl meine Leistung eher schlecht bis sehr schlecht war. Dafür habe ich das Spiel ohne Probleme überstanden, kein Sturz, kein Blackout, kein Zusammenbruch einfach alles Gut. Nächste Woche wird alles besser.

Fußball 18 – 21/16

Es war mutig von mir, vor ein paar Wochen wieder mit dem Spielen an zu fangen. Allerdings war es als Torwart, doch schon eine Woche später zog es mich aufs Feld. Letzte Woche bin ich wieder als Stürmer aktiv gewesen, auch mit Erfolg. Das hat mich ermutigt so weiter zu machen.

Doch Gestern waren im Schatten 34 Grad, dementsprechend waren es in der prallen Sonne, über 40 Grad. Abgesehen davon das wir gar nicht spielen dürften, war es für mich besonders gefährlich.  Diesmal habe ich den Platz im Tor, gegenüber unsere Rücken Kranken, verteidigt.  Mir war Laufen zu gefährlich, das Risiko war mir zu hoch. Noch einmal Stürzen, weil die Belastung für meinen Kopf zu groß ist – nein das sollte mir nicht passieren.

Mir ist mein Leben wertvoller, als ein Stürmer Tor. Beim letzten Mal waren es nur ein paar Sekunden, die ich vollkommen weg war und es sah auch nur nach Stolpern aus, beim nächsten Mal können es mehre Minuten sein und wieder ein Krankenhausaufenthalt oder für absolute Pessimisten – sogar noch schlimmer.

NEIN – da lieber als Torwart spielen.rasi8erklingeDas Fußball spielen ist zwar ein „Ritt auf der Rasierklinge“ für mich, es kann jederzeit etwas passieren. Aber unnötig das Schicksal herausfordern. Das muß nicht sein.

Fußball 17/16 Teil 3

Es hat schon seinen Grund, warum dieser Donnerstag von mir so zelebriert wird und nahezu komplett wieder gegeben wird.

Mir fehlte ein Zentimeter um an den Ball zu kommen, so sah es zumindest aus, um das entscheidende Siegtor zu schiessen. Genau in dem Moment verlor ich für den Bruchteil einer Sekunde all meine Kräfte und stürzte heftig zu Boden.

fußballer1Da ich gerade auf das Tor schiessen wollte, war bei mir soviel Wucht vorhanden, das es mich nach vorne riß.  Als die Situation von mir realsiert wurde befand ich mich kurz vor dem ersten Aufprall. Um den Kopf zu schützen  flog ich so das  meine rechte Kopfhälfte unversehrt blieb, federte ich mit dem rechter Oberarm die Landung auf, was zur Folge hatte das ich mit meinen Brustkorb aufgeschlagen bin um mit dem Kinn zu bremsen und mit der Nase den Flug zu beenden. Dieser Sturz hatte es in sich.

Jeder, der wissen wollte, wie das passieren konnte, bekam die Version des verpassten Torschusses von mir zu hören. Der wahre Grund blieb erst einmal bei mir. Es dauerte ein paar Tage um diesen Sturz zu verarbeiten.  Als wir danach in die Kabine gingen, blutete meine Nase immer noch. Was mir jedoch mehr zu schaffen machte war meine Kraftlosigkeit, was auch kein Wunder war. Bei über 30 Grad und ständigen Hin und her laufen, das kostete Kraft. Wäre meine Vorbereitung nicht so gut gewesen an dem Tag, wahrscheinlich wäre diese Situation viel früher entstanden. Dadurch das ich meine Sonnenmütze vergessen hatte, war es eigentlich eine logische Konsequenz das mein Körper, mein Kopf geschwächt wurden.

Nun 10 Tage danach steht meine Entscheidung fest.

Das Risiko eines weiteren Zusammenbruchs ist mir zu groß.

Wenn – dann kommt für mich nur noch die Position des Torhüters in Frage, auf dem Feld werde ich nicht mehr zu sehen sein.

pokal-1Das war mein letztes Spiel als Stürmer!!

 

Fußball 17/16 Teil 2

So extrem die gestrige Sichtweise auch war, es kann nicht schaden sich vor Augen zu halten wie andere unseren Fußball sehen , bzw. sehen könnten. Nun kommt der maßgebliche Teil, der Teil in dem meine Wahrnehmung zählt. Und egal um was es geht, nur das sollte zählen.

Zu Beginn des Spiels fragten wir uns schon ob wir noch normal sind. Bei über 30 Grad noch Fußball spielen und das in unseren Alter.  Nein normal war das nicht, aber als Alternative zu einen Nachmittag im Liegestuhl empfanden wir unseren Fußball Abend besser.  Anfangs war auch keiner von uns ein Laufwunder, wir hatten alle mit der Hitze zu kämpfen.

Das kam mir natürlich entgegen. So fiel es nicht ganz so deutlich auf, das es sich bei mir um Standfußball handelte.  Immerhin hatte es zur Folge das sich der beste Mann des Gegners ab einen gewissen Zeitpunkt nicht mehr um mich kümmerte. Mein nächster Bewacher war ein Geschenk des Himmels. Er folgte mir auf Schritt und Tritt bis ihm die Puste ausging und er keinen Sinn mehr darin sah mich zu bewachen.

Genau auf den Moment hatte ich gewartet, mit einenmal war ich weder Rechts noch Linksaußen vor dem Tor sondern direkt vor dem Torwart. Es dauerte auch nicht lange und ich hatte  2 Tore geschossen.  Und dann fehlte mir  ein Zentimeter um noch ein weiteres Tor zu schiessen. Doch genau in dem Moment begann das Unheil für mich.

Mehr dazu in der Sonderausgabe am Wochenende

Fußball 17/16 Teil 1

Diesmal ist es kein gewöhnlicher Bericht über mein Donnerstags Fußball, deswegen fällt er auch länger aus und benötigt auch mehr Zeit.

Bei der heutigen Jugend setzt sich immer mehr eine seltsame Denkweise gegenüber älteren durch.  So zumindest ist es mir jetzt schon einige Male passiert. Gemeint sind damit hauptsächlich die unter 30-jährigen, denn ihnen scheint die Welt zu gehören. Sie wissen und können alles, vor allen über können sie über andere urteilen. Darum ist der folgende Artikel zweigeteilt. Einmal aus der Sicht der jungen Erwachsenen und dann die Realität.

„Oh – das kann doch nicht wahr sein, da spielem 10 ältere Herren Fußball. Genau genommen sind  es Neun, denn einer von ihnen ist bestimmt unter 50 Jahre, so läuft der auf jedenfall. Die anderen sind über dem Verfallsdatum bzw. schon überfällig. Es ist eine Mischung aus Bewegen und laufen.  Ach du Schande, da lassen die sich sich doch zwei Tore von dem einschenken, der am wenigsten läuft und wenn dann bewegt er sich scheinbar planlos durch die Gegend.  Doch –  Respekt! ganz so planlos scheint es doch nicht zu sein.

„Fantastisch, der hält sogar den auf Trab, der das ganze Spiel der gegnerischen Mannschaft lenkt und einer der schnellsten ist.  Ansonsten könnte der einbeininige, denn der macht ja alles nur mit dem rechten Bein, auch schon zum Bier gehen so wenig und langsam wie der läuft,  obwohl?  Im richtigen Moment ist er da wo man stehen muß um Tore zu schiessen. “

Das ist mal eine andere nicht ganz objektive Sichtweise. Morgen kommt dann meine Wirklichkeit

Fußball 14/16 – 16/16

Der letzte Eintrag stammt aus dem April.  Feiertag, Landesvorstand und Spielausfall. Soviel Spielausfälle hat es schon lange nicht mehr gegeben.

Alle drei Fußball nachmittage hatten eins gemeinsam. Mir sind Tore gelungen. Die Leistung war noch nicht so wie es sein soll, aber die Hoffnung auf Besserung bleibt.

In der letzten Woche hat mich ein Schuß unglücklich an der linken Brust getroffen. Rechts ist mir das schon einige male passiert. Einmal Schütteln und Luft holen,  dann  schon  alles wieder bestens..   Doch die Auswirkungen links sind extremer. Zum Glück ist es kein Rippenbruch, eine Rippenprellung ist es auf jedenfall. Wie lange sie noch anhält? Schwer zu sagen. Blaue Flecken sind schon einmal da.

Was nun?

Die letzten Beiträge waren mit einen Fragezeichen versehen, der heutige macht da keine Ausnahme. Geplant war ein Bericht von meinen letzten Fußball Erlebnis und dem aktuellen Spiel. Doch wie so oft im Leben, es kam anders.

Fünfzehn Jahre waren es in der Studentenmannschaft und hier sind es jetzt auch schon sechzehn Jahre für mich. Das was uns gestern passiert ist, war wohl einmalig. Wir konnten nicht spielen, es mußte auusfallen.  In der Woche davor waren wir bis auf mich, komplett. Doch Gestern kam alles zusammen. Dienstreise, Terminnot, vergessen, am Knie verletzt, Zerrung und Arm gebrochen. Dazu kamen Knieprobleme eines Spielers der trotz Schmerzen  spielen wollte.

Was nun, wie geht es weiter? Wir werden nicht jünger, die Verletzungsanfälligkeit steigt enorm an.  Einer fällt immer aus, wie lange können wir noch durchhalten?  Das es mich noch nicht härter getroffen hat und ich noch dabei bin, grenzt für mich an ein Wunder. Aber warum soll es keine Wunder geben?

Deswegen bedeutet der Donnerstag Abend füt mich jedesmal Staunen über diese unlogische sportliche Leistung, denn Laufen gehört nicht zu meinen Stärken. Und  Freude bedeutet es zugleich für mich,  es wieder einmal geschafft zu haben..

Doch ohne Fußball, ohne Gemeinschaftssport? Da würde etwas fehlen. Fahrrad oder Schwimmen sind Einzelsportarten, ob das für einen von uns eine Alternative wäre? Wahrscheinlich nicht.