Mein Rücken

So lange mein Gefühl mir ein „leichtes Risiko“ signalisiert, so lange ist  alles ok, denn eine 100% Sicherheit gibt es nie. Aber jetzt ist ein großes Fragezeichen in meinen Innern. Das ist Neu.  Heute Abend weiß ich mehr. Sollte es soweit kommen, das nichts mehr geht – dann ist Heute Abend Schluss mit Fußball.

Der Einschnitt wäre aber so gravierend, das ich mir im Vorfeld schon mehrere Hintertüren eingebaut habe. Eine wäre  das ich für ein paar Wochen aussetze..

Bis dahin werde ich auf die Zähne beißen, in der Hoffnung das sich mein Rücken, der mir im Augenblick starke Probleme bereitet, wieder erholt. Immerhin ist das schon ein paar mal der Fall gewesen und gut gegangen.

Überhaupt mein Rücken! Er wäre für jeden Orthopäden eine Freude, hätte er doch ein Versuchs Objekt und einen Patienten auf Lebenszeit. Es hilft also nichts. Es wird nie wieder besser, also muss ich mir mein Leben Rücken Freundlich gestalten.

Hier ist es wieder, das mir nichts anderes übrig bleibt als Abstriche von lieb gewonnen Aktivitäten zu machen. Was macht das schon?

Hauptsache es geht  mir gut und ich Lebe

Letzte Tage?

Die letzten Tage waren nicht die besten für mich. Sie waren wieder einmal von Kopfschmerzen geprägt. Doch diesmal waren die Schmerzen anders. Seit Samstag war direkt unter meiner Plastik-Platte, genau dort wo sich mein Vakuum befindet, ein Dröhnen und Drücken das mir sogar die Freude am PC verdorben hat.

Doch keine Angst! Die Zeit der großen Sorge um meinen Gesundheitszustand ist vorbei. Die Worte des Radiologen, vor 10 Jahren, sind zwar noch im Gedächtnis der mich als Wunder gesehen hat  das noch am Leben ist  und mir das Gefühl vermittelt hat, das meine letzten Tage anstehen – haben  keine Bedeutung mehr für mich. Für mich zählen die Sätze meiner Oberärzte bzw. des Chefarztes von damals. Sie haben mir ein vollkommen normales Leben voraus gesagt. Das war zwar etwas gemogelt aber die Tendenz war eindeutig Positiv. Nur das zählt

Heute, 49 Jahre später, ergeben die Worte des Oberarztes der sich am meisten mit mir beschäftigt hat, einen Sinn.

„Es ist alles Gut bei Dir, du kannst mit der Platte auch Neunzig Jahre alt werden – das ist kein Problem für Dich.“

Dann kam der Teil den ich schon fast vergessen oder ignoriert hatte

„Deine Platte sollte spätestens nach zwanzig oder fünfundzwanzig Jahren ausgewechselt werden. Wir wissen nicht wie lange die Pumpe darunter hält, je länger sie im Kopf bleibt umso anfälliger wird sie.“

Am Sonntag fiel es mir wieder ein und mir wurde das erste Mal die Bedeutung seiner Worte klar. Je nach dem wie Groß meine körperliche oder Geistige Belastung ist, wird dieser Zustand wieder eintreten.

Deswegen war meine Entscheidung mit der Garten und Vereinstätigkeit aufzuhören richtig. Theoretisch dürfte ich auch kein Fußball mehr spielen, aber das ist ja nur körperliche Belastung, die Geistige hat mehr Folgen.

Zusammen gefasst gibt es keinen Grund zur Sorge sondern nur Gründe um zuversichtlich, voller Freude, nach vorne zu sehen.

 

Blutdruck

Heute morgen war mein lange vorgesehener Arzt Termin. Ein wenig Angst bestand schon bei mir. Immerhin sah es noch vor ein paar Jahren überhaupt nicht gut aus. Mit 200:65 bzw. ein Jahr später 190 und letztes Jahr 180 bestand diesmal für mich Grund zum Jubeln.

160:100 so lautet der aktuelle Wert. Da sind für mich das erste Mal seit Jahren sogar wieder Normalwerte in Sicht. Dementsprechend laufe ich seitdem mit einen wahren Hochgefühl durch die Gegend. Meine Schlussfolgerung vom Mai 2013 als mit Hilfe von Blutdruck senkenden Mitteln ein ähnlicher Wert gemessen wurde, nachdem 200:80 als zu hoch empfunden wurde, diese Schlussfolgerung hat sich heute bewahrheitet

Alles wird gut

Realitäten

Diese Stunden, diese Tage im Herbst 1977  werden immer in meinen tiefsten Innern  eingebrannt sein.

Es war die Zeit in der mir Positiv Denken schwer fiel. So geriet ich immer mehr in einen Abwärtstrend. Nur an den Wochenenden  gab es  Phasen der Erholung. Der Alkohol machte das Leben leicht  und lebenswert. Mit Bier ging es immer los, danach folgten Wein oder Weinbrand um dann mit Whisky oder Wodka fortgeführt zu werden. Mit jeden Schluck wurden die Probleme kleiner.  Es bestand also kein Grund dieses System zu verändern.  

Einziger Wermutstropfen waren meinen epileptischen Anfälle. Sie nahmen immer mehr zu und traten gerade zur Wochenmitte immer öfter und ziemlich stark auf. Doch den Alkohol damit als Ursache dafür, zu sehen – kam mir noch nicht in den Sinn.
Dann kam der Tag der mein ganzes Leben veränderte. Es war ein Dienstag oder Mittwoch.  Es sollte ein gemütlicher Abend werden, doch aus lauter Ärger über mein misslungenes Essen, mein Kotelett war mir angebrannt, bahnte sich ein Epileptischer Anfall an.

Es fing mit einen langsamen durchzucken des linken Armes an, das sich immer mehr und heftiger steigerte. Dann kam mein linkes Bein dazu und  es dauerte auch nicht lange bis sich immer größere Schwierigkeiten beim Denken einstellten. Es war der perfekte Albtraum. Jedes mal wenn ich dachte, das alles vorbei ist, ging es umso stärker weiter. Irgendwann ergab ich mich und versuchte nicht mehr dagegen an zu kämpfen. Ich kam mir vor wie ein Zitteraal, der zur Hochform aufläuft. Es waren keine guten Gedanken die in meinen Kopf waren, es war Verzweiflung pur.

Irgendwann nach über 20 Minuten vibrieren am Körper und inzwischen auch im Kopf war für ein paar Sekunden ein lichter Moment.

„Versuche Positiv zu Denken – stell Dir einfach vor das du irgendwann mal ein Leben ohne Anfälle hast.

Wie es weitergeht – morgen

Statistiken

Nachdem von mir Gestern einiges aufgeführt wurde,  was an Aktivitäten reduziert werden soll, stellt sich die Frage, ob es mich zufrieden macht. Es ist Schwer zu sagen, wahrscheinlich fehlt mir etwas, ob im Garten, Fußball oder auf der Arbeit, das spielt keine Rolle. Es wird ungewohnt sein, etwas mehr Zeit zu haben.

Eine ganz einfache Rechnung war für diesen Schritt ausschlaggebend.  Es gibt für mich nur dieses eine Leben. Es spielt dabei überhaupt keine Rolle wie hoch die Zahl der Überlebenden Unfallopfer ist, ob es Heute zwischen 30 und 50% sind oder so wie damals nur  ein Prozent aller Fälle  waren  die durch gekommen sind. Es ist ein statistischer Wert, der auf mein eigenes Leben keine Auswirkung hat. Diese Werte sind nur eine Information die Schwarz auf Weiß steht. Damit läßt sich kein Geld verdienen und zur eigenen

Mein Leben spielt sich Heute ab, ein Leben für das ich einzig und allein verantwortlich bin. Statistiken sind immer so eine Sache, sie müssen nicht immer unbedingt der Wahrheit entsprechen.  Für mich zählt mein Weg. Dieser Weg soll so aussehen, das meine Frau und ich noch möglichst Goldene Hochzeit feiern können.

Deswegen steht für mich die Gesundheit im Vordergrund und zwar über allen Dingen die mir lieb sind.  Irgendwann, in 20 Jahren vielleicht, möchte ich sagen können.

„Zum Glück habe ich mich nicht verwirren lassen durch diverse Statistiken, die aufgezeigt haben was für  ein Glückspilz ich bin, sondern habe selber auf meine Gesundheit auf mein Leben geachtet“

 

Gehirnwellen

Meine Ärztin hat mir etwas   vollkommen neues und für mich unbekanntes gezeigt. Meine Gehirnströme, die in der Medizin, Gehirnwellen heißen.  Bis vor kurzen hieß es immer „Gut bzw. ok“ oder wie beim letzten Mal „Na ja es geht, es reicht, ist in Ordnung“

Vielsagende Aussagen die eine Interpretation ausgeschlossen haben, und zwar das es mir gut geht.

Am Donnerstag zeigte mir meine Ärztin am PC wie die Gehirnströme in meinen Kopf verlaufen. Dabei klärte sie mich als erstes darüber auf das besagte Gehirnströme in der Medizin Gehirnwellen heißen. Dementsprechend waren auf der Grafik, die sie mir zeigte, auch farbige Wellen zu erkennen.  Das EEG hatte beide Gehirnhälften erfasst. Auf der linken Seite sah alles Grün und gleichmässig aus.

gehirnwellen

Das war die gesunde Kopfhälfte. Dabei erklärte sie mir das dieser Teil des Kopfes vollkommen normal sei, da die Wellenbewegung sich gleichmäßig auf 8 Wellen verteilte. Bei der rechten Kopfhälfte sah es ganz anders aus. Die Farbe war blau und es sah wie ein Zickzack Muster aus. Gleichmäßig war nur das Wirrwarr. Die Ausschläge nach oben oder unten waren extrem. Ungefähr wie bei den Gamma Wellen.

Sie hat es mir mir damit erklärt, indem sie auf meine Anfälle hingewiesen hat und das es meine Seite mit den Hirnoperationen sei. Dazu kämen die Folgen der OPs  die insbesondere auf der rechten Gehirnhälfte ihre Spuren hinterlassen haben. Dabei bemerkte sie nur das die Aussage des Radiologen, vor einigen Jahren, richtig sei. Meine rechte Kopfhälfte sei defekt.

Mehr wollte ich nicht über die Beschaffenheit meines Kopfes nicht wissen, das reichte mir. Zum Glück kann man mein Denkvermögen noch nicht präzisieren. So bleibt es mein Geheimnis welches Wissen ich habe und inwieweit ich es abrufen kann.

Alles in allen – Bei mir herrscht seitdem ein Gefühl der Zufriedenheit.

Zeitraffer

Mir geht es jetzt, über 47 Jahre nach meinen Unfall, so gut das mir in diesen Tagen oft Menschen durch den Kopf gehen die gerade aus dem Koma(heutzutage oft künstliches Koma) erwachen und zurück ins Leben finden oder die schon ein paar Jahre wieder dabei sind und nicht wissen wie lang der Weg sein wird.

Wenn  jemand von diesen Glücklichen meine Zeilen liest weiß er was noch vor ihm liegt. Nicht jeder Weg muss allerdings so lang wie der meinige sein. Denn Vernunft gehörte gerade in den ersten Jahren nicht zu meinen Stärken, das Gegenteil war der Fall. Und gerade die ist vonnöten, sie ist hilfreich. Mit etwas mehr Vernunft in der Anfangszeit wären mir bestimmt in den darauffolgenden Jahren viele schwierige Situationen erspart geblieben. Einzig mein dickes Fell, mein Selbstbewusstsein hat mich vor größeren Schaden bewahrt.

 

Das war nicht leicht wenn mir wieder einmal klar wurde das meine Aussprache ungenau war, das mir wieder Essensreste am linken Mundwinkel klebten, das es wieder einmal einen Knochenbruch gegeben hat oder eine Hose von einen Sturz kaputt gegangen war, dazu kamen immer wieder ungewohnte Aktionen die auf Unverständnis stießen. Das hat sich über die Jahre ergeben und ist hier nur im Zeitraffer wieder gegeben. All das habe ich mit einen Satz verarbeitet und weggesteckt.

„Ich lebe – was wollt ihr denn? es gibt doch nichts schöneres.“

leben

Getreu diesen Motto ist mein ganzes Handeln. Dabei habe ich nie den Glauben an ein Leben in Normalität aufgegeben. Das war auch ein Grund für diesen Blog. Meine Freude, meine positiven Erlebnisse, das was ein Leben an Überraschungen mit sich bringen kann, wie man sich immer wieder aus negativen Situationen befreien kann – das wollte ich mitteilen. Mit 300.000 Besuchern und 690.000 Seitenzugriffen kommt zwar Zufriedenheit auf ist aber auch Ansporn genug um das noch zu steigern

Welten

welten

Heute morgen prallten wieder einmal Welten aufeinander. Morgenmensch traf Nachtmensch. So könnte man es am besten beschreiben. Frohgelaunt fragte mich meine Frau wie es mir ginge ob mein Rücken Fortschritte machen würde oder ob er noch genauso schmerzen würden wie die letzten zwei Tage?

Soviel Fragen auf einmal, das mußte erst einmal verarbeitet werden. Dementsprechend langsam  und vorsichtig war meine Reaktion. Prompt kam die Antwort.

„Du musst Positiv Denken! Nur positives Denken bringt Dich weiter und hilft Dir wieder Gesund zu werden.“

Das saß. Ausgerechnet mir machte sie den Vorwurf Negativ zu Denken. Für einen  Menschen wie sie, ist es eine Selbstverständlichkeit schon morgens in der Früh mit positiven Gedanken wach zu werden. Bis es bei mir soweit ist dauert es immer ein wenig länger. Dafür sind die Rollen spät abends oder Nachts bei uns vertauscht. Egal. Meine Frau hatte Recht. Egal wie verschlafen  oder verträumt ich noch bin. Von der ersten Sekunde an darf es auf ihre Frage nur eine Antwort geben.

„Es wird immer etwas besser – bald bin ich wieder Gesund“

Falsch dagegen war „Ich weiss noch nicht wie es mir geht“

Auch wenn meine Rückenschmerzen, die mich seit Dienstag plagen so schlimm wie selten sind, das einzige was Hilft ist Positives Gedankengut

Schon geschrieben?

Es kann sein das von mir schon einmal ein Beitrag der in die gleiche Richtung geht, geschrieben wurde. Wenn ja – bitte ich um Nachsicht. In diesen Fall kann es nicht oft genug wiederholt werden. Für die einen zur Stärkung des Selbstbewusstseins, für die anderen zum besseren Verständnis.

Gerade für Menschen, mit Beeinträchtigungen am Gehirn, sind Regenerationsphasen wichtig wenn sie ihre Leistung abrufen wollen. An manchen Tagen ist man stark belastbar und dann benötigt man viel mehr Ruhepausen als einen lieb ist. Da können schon Kleinigkeiten zuviel sein.

 

Wenn ein Glas zerbricht ist es nur schwer zu kitten, eine perfekte Reperatur ist fast unmöglich. Bei Knochenbrüchen oder Kreuzbandrissen verhält es sich ähnlich. Die Auswirkungen sind oft genug noch jahrelang teilweise sogar ein ganzes Leben lang zu spüren.

gehirn

Wie mag es dann bei der Zentrale des Menschen aussehen? Das Gehirn ist der Teil des Menschen der am meisten belastet wird. Dazu kommt das es ein äußerst kompliziertes Gebilde ist. Gerade deswegen ist bei Gehirn-Patienten größte Vorsicht geboten um es nicht noch stärker in Mitleidenschaft zu ziehen.

wasserglas

Um noch einmal auf das Wasserglas zurück zu kommen. Sobald der Wasserduck bzw. die Belastung des geklebten oder gekittenden Glases zunimmt wird sich das Wasser seinen Weg bahnen. Benutzt man dieses Glas jedoch nur selten und auch nur halbvoll kann es lange in benutzbaren Zustand bleiben.

 

Spätestens jetzt sollte jeden klar sein, das Menschen die am Gehirn operiert worden sind oder dort Probleme haben, nie vollkommen Gesund sein werden.

Vorsorge

Die angekündigte Information über meine gestrige Nervosität werde ich erst in 3 Wochen auflösen können. Bis dahin muß auch ich mich in Geduld üben.

 

Meine Frau musste Heute zur Mammographie, zur Krebsvorsorge. Bevor bei einigen Lesern dieses Blogs der Gedanke aufkommt das wir Arztgänger sind, weise ich lieber auf die Gefährlichkeit dieser Krankheit hin.

Viele Hirnkrankheiten können geheilt werden, ja sogar Gehirnbluten wird erfolgreicher als in der 60-er Jahren des letzten Jahrhunderts behandelt. Ein Krankheitsbild ist jedoch auch heutzutage nahezu unheilbar.

 

Der Krebs, in all seinen Facetten. Gerade darum wäre es für jeden ratsam sich in bestimmten Abständen untersuchen zu lassen.

Viele Betroffene stellen erst bei Ausbruch der Krankheit fest, das ein Gang zum Arzt Hilfreich gewesen wäre. Oft ist es dann leider zu spät.

Dieses Horror-Szenario wünsche ich keinen, denn es muß grausam sein, wenn man weiß selber dazu beigetragen zu haben das man den Krebs mit all seinen Folgen durchleiden muss.

Deswegen noch einmal mein Appell an alle!

 

Nehmt die Vorsorgeuntersuchungen wahr!