Beste Variante

Am Sonntag ist die Jahreshauptversammlung unseres neuen Gartenvereins. Sonntag um 09.30 Uhr – das ist eine absolut unchristliche Zeit. Für mich ist es doppelt schwer an dieser Sitzung teil zu nehmen. Neben dem Faktor Zeit kommt noch dazu das mehrere Vorstandsmitglieder neu gewählt werden müssen, weil der Verein sonst nicht der Satzung gerecht wird. Inzwischen hat man mich des öfteren auch für eine Funktion angesprochen. Die letzten Tage gingen mir Ausreden für eine Absage durch den Kopf.

Heute morgen erfuhr ich durch Zufall, das die Versammlung auf den 19.3. verschoben werden musste. Besser kann es für mich nicht gehen. Meine Frau ist im Schwarzwald und bei mir ist an dem Sonntag ausschlafen angesagt. Niemand kann mich in eine Funktion hinein drängen wollen.

Es ist ja eine Ehre für mich das einige mich gerne im engeren Vorstand sehen würden. Aber mein Neues Leben steht unter dem Aspekt Gesundheit. Raubbau war Gestern. Es ist nicht unbedingt leicht auf diese Ehrenämter zu verzichten, denn gerade bei den Kleingärtnern hat es Spaß gemacht. Doch leider sind die gesundheitlichen Folge Erscheinungen bei mir zu groß und Negativ.

So genieße ich im Augenblick mein Leben, bin glücklich und zufrieden mit dieser, für mich besten Variante der Jahreshauptversammlung

Glücklich!

Als ich vor kurzen meine Frau ansah, wurde mir bewusst das mein Leben nur als ein Glücksfall betrachtet werden kann. Auch wenn meine Behinderung mein Leben dominiert, es ändert nichts an der Feststellung.

„Du wirst nie eine Chance haben mal eine Frau zu finden und sie vielleicht sogar auch zu heiraten. Oder kennst Du Behinderte die verheiratet sind?“

Diese nicht gerade ermutigenden Worte bekam ich früher ziemlich oft zu hören. Doch warum soll alles wahr sein was Erwachsene sagen? So fing mein Leben damit an, nur an das zu glauben, was aus meiner Sicht, machbar war.

„Nicht von anderen irritieren lassen “ war einer meiner wichtigsten Leitsätze. Die Ratschläge die man bekommt sind meistens aus der Sichtweise des Ratgebers und dementsprechend Negativ. So verliefen die ersten Jahre nach dem gleichen Schema. Viele haben mich nicht verstanden und noch mehr haben mich für unfähig gehalten. Doch mit fortschreitender Zeit ergab meine widerwillige Haltung einen Sinn. Inzwischen ist fast jeder überzeugt das mein Weg richtig war.

Inzwischen sieht es so aus, wie mein aktuelles Leben ist. (s. tägliche Blog Einträge)

Für mich ist es nichts besonderes, vor allen da ich weiß das es jeder schaffen kann. Es ist mit etwas Anstrengung und Mühe sowie den Glauben an sein selbst gestecktes Ziel, für jeden möglich – auch als Beeinträchtigter, zur arbeitenden Bevölkerung zu gehören, Hobbies nach zu gehen, Freunde zu haben und ein akzeptiertes Mitglied unserer Gesellschaft zu sein. Und  das allerwichtigste. Einen Partner zu haben mit dem man Glücklich ist. Das Optimum ist natürlich über einen längeren Zeitraum verheiratet zu sein und dabei auch GLÜCKLICH zu sein.

Selbst wenn es bei mir mal Phasen gibt in denen nicht alles nach Wunsch verläuft – es gibt für mich keinen Grund zum Klagen sondern eher um zufrieden zu sein. Genau dieses Gefühl wünsche ich jeden, denn es ist für jeden zu erreichen

Sorgen

Eigentlich müsste mein Gesicht vollkommen faltig aussehen, so groß sind meine Sorgen um meinen Fußball, dazu kommt noch die innere Zerrissenheit ob ich spielen soll oder nicht. Ja – eine Portion Angst ist schon dabei wenn ich an heute Abend denke. Vielleicht passiert wieder etwas nur diesmal folgenschwerer!

Aber nach langen inneren Kämpfen gibt es nur eines. Es wird Fußball gespielt, es wird nur Positiv gedacht, es gibt gar keine andere Möglichkeit – es wird gut ausgehen.

Als es in den siebzigern darum ging mich weiter zu entwickeln und auch Meilenschritte zu machen, gab es nie das Gefühl „auf sicher zu gehen“ Es gab nur eines und das eigentlich täglich denn so viele Hürden mussten von mir bewältigt werden

Augen zu und durch – kämpfen ohne darüber nach zu denken, einzig das Ziel vor Augen zu haben. Es gab nur den Blick nach vorne für Sorgen war kein Platz. So gesehen kann ich über das erreichte Glücklich sein und auch Glücklich darüber das ich es auch soweit gebracht habe mir Gedanken darüber zu machen ich das Risiko eingehe und kämpfe oder mein augenblicklicher Stand mir reicht. Das ist  schon fast Luxus. So eine gute Ausgangslage gab es nicht immer für mich

Skyliner

Auch dieses Jahr ist wieder Freimarkt, und für uns stellte sich wieder die Frage ob wir gehen oder doch lieber Zuhause bleiben. Nachdem wir unseren geplanten Freimarktbesuch schon zweimal verschoben haben, war es Gestern doch soweit. Wir haben es doch versucht. Etwas mulmig war mir schon zumute, denn letztes Jahr war es eine Mogelpackung von mir. Denn zum Schluss war es ziemlich kritisch bei mir. Dementsprechend habe ich mir unseren Gang über den Freimarkt schöngeredet, immerhin 80% waren gut gegangen.

So war es in den letzten Jahren eigentlich immer. Mal war es schlimm, mal war es heftiger aber nie einwandfrei. Der letzte problemlose Bummel liegt schon fast 10 Jahre zurück. Von Jahr zu Jahr schwand der Glaube an einen einwandfreien Besuch. Einzig mein Glaube daran ließ es mich immer wieder versuchen.

skylinerGestern war es soweit! Wir haben einen problemlosen, einwandfreien und gemütlichen Freimarkts Bummel erlebt. Wir haben soviel wie noch nie gegessen sind auch im „Skyliner“, eine Aussichtsplattform die sich um die eigene Achse dreht und ca. 80 Meter hoch fährt, gewesen. Ja – es war so wie früher. Es hat sich wieder einmal bewährt den Glauben an das Gute zu bewahren.

Idioten

Ja – das ist von mir wirklich so gemeint. Auf dem Fahrrad ist es im Augenblick gefährlich, es scheint fast so als ob die Sonne nicht jeden bekommt. Gestern überholte mich eine junge Frau mit 2 Kindern auf dem Rad um direkt vor mir im überholvorgang rechts einzubiegen. Wie gut das ich auf solche Situationen immer eingestellt bin.

Heute fuhr ich auf einer Fahrradstraße und mußte links abbiegen. Um sicher zu gehen, habe ich meinen linken Arm heraus gehalten. Doch der plötzlich auftauchende Fahrradfahrer hatte nur sich und sein Tempo im Kopf.  Auf mein Reklamieren bekam ich nur zur Antwort:

„Wo war da ein Arm? Ich hab nichts gesehen?“

Gut mein Arm ist nicht so weit draussen wie bei körperlich gesunden, aber bisher war es für jeden, auch für Autofahrer, deutlich erkennbar.

Diese beiden Vorkommnisse zeigen, das man immer auf alle Eventualitäten eingestellt sein muß, es gibt genügend Verkehrsteilnehmer die nur sich und sonst überhaupt nichts sehen. Da ist mein Nachteil ein Vorteil, zumindest sehe ich das positive daran, das mir Fahrradfahren nicht so leicht, wie anderen fällt ist bestimmt nachvollziehbar. Ständig auf meine Balance achten, ständig die Aufmerksamkeit auf den linken Fuß richten damit er sich richtig auf der Pedale befindet. Das erhöht die Konzentration und man ist auf alles eingestellt.

Das war jetzt zweimal mein Glück

Unser Schutzengel

Bei mir ist es ja bekannt, mein Schutzengel befindet sich im Dauer Einsatz. Bei meiner Frau hat er einfach nur gut zu tun. Aber wir haben wohl auch einen gemeinsamen Schutzengel.  Nüchtern gesagt,  könnte man es auch mit höherer Gewalt zu unseren Gunsten ausdrücken.

Der Garten den wir unys ausgesucht hatten, erwies sich als Problemfall für den Verein. Uns wurde sehr schnell klar, das wir in den nächsten 2 Jahren keine Chance auf ihn hätten. Vielleicht ist gerade hier unser Glück, denn mit ungefähr 800 qm war er überdurschnittlich groß und dazu verwildert.

Dafür bekommen wir nun eine Liste mit gepflegteren Gärten, die zwar teurer aber leichter zu bearbeiten sind.  Wenn das kein Glück ist?

Frühmorgens

Auf den Moment habe ich lange gewartet. Es ist Donnerstag, die Sonne scheint und es ist warm. Schon Gestern war es so, Heute zum Glück auch. Das ist mein Moment. Im Gegensatz zu früher ist nur noch zweimal Kaffee trinken vor der Arbeit angesagt. Im Herbst und Winter ist es für mich dann unmöglich draussen vor dem Kaffee zu sitzen um die Leute und das ganze hektische Treiben beobachten zu können.morgensonneDoch jetzt ist Sommer und ich genieße es, vor der Arbeit noch ein paar ruhige Momente verbringen zu können. Genau diese Momente  lassen mich die vielen Regentage ertragen. Denn jedesmal wenn das Wetter wieder schlecht ist, dann gehen mir die Gedanken an diese sonnigen Momente im Sommer durch den Kopf und lassen mein Herz selbst im Regen lachen.

Heute war wieder Freude angesagt, das war Labsal für die Seele.

Wiederholungen

Für den heutigen Tag  schwebte mir ein Titel und Eingangssatz vor den es schon einmal gegeben hatte.  Der Beitrag sollte meinen Gemütszustand wiederspiegeln. So wie man unglücklichr Momente registriert, vor allen feststellt das sie sich viel zu oft wiederholen, so gibt es aber auch das Gegenteil. Die glücklichen Momente, in denen vieles so ist wie man es sich wünscht. Das sind die Tage an denen mir Wiederholungen gefallen.

Das Leben ist einzigartig, jeder hat sein eigenes und kann es individuell für sich gestalten.  Aber alle Leben haben eines gemeinsam:  Wiederholungen

Die Kunst des Lebens besteht darin Negatives nicht zu wiederholen sondern zu vermeiden.

glücklich

Mein Positives Gefühl von Heute kann allerdings nicht oft genug wiederholt werden

Regenfahrt

regenSo ungefähr sah es Gestern am Himmel aus. Während der Mittagszeit war noch etwas Sonne zu sehen, dafür hat es später erst vorsichtig dann Heftig geregnet.

Auf unserer Rückfahrt vom Garten nach Hause haben wir alle Wetterstufen mit gemacht.  Da wir bei unserer Gartenarbeit mit dem Sonnenschein Glück hatten, Doch Glück ist nur selten von ewiger Dauer. So fuhren wir mit Sonnenschein los, hatten leichten Regen der dann in heftige Schauer überging. Doch anstatt zu fluchen, waren wir glücklich.

Denn den größten Teil des Nachmittags war es für uns trocken geblieben und erst das letzte Drittel unserer Heimfahrt war es kräftiger Regen gewesen. Wäre es nach dem Wetterbericht gegangen hätten wir nichts im Garten arbeiten können und unsere Fahrt nach Hause wäre eine „Schauerfahrt“ gewesen. Doch wir hatten an unser Wetter Glück geglaubt und wurden dafür belohnt, denn für uns zählte am Ende des Tages nur das Gute.

Schnell?

Schnell ist relativ, morgens trifft das auf mich garantiert nicht zu. Heute fiel mir auf wie verhalten meine Fahrweise sein kann. Noch vor ein paar Jahren erzeugte es ein Schmunzeln bei mir, wenn jemand im niedrigen Tempo vor mir fuhr. Dieses Lächeln wandelte sich jedoch jedesmal in Respekt um. Denn das der oder diejenige vor mir fuhren, ja Hochachtung, das man in diesen Alter noch auf dem Rad sitzt waren dann meine Gedanken.fahrradInzwischen hat es mich diese Fahrweise auch ereilt.  Es besteht aber kein Grund um traurig zu sein. Das Gegenteil ist der Fall. Auch wenn ich so langsam in den Bereich komme wo mein Körper zerbrechlich wird, es ist schön sich fort zu bewegen in dem Wissen das mein Geist jünger ist aber die Knochen älter wirken. Das es mir trotzdem immer wieder gelingt mich auf dem Rad, beim Gehen oder beim Sport zu bewegen – das macht mich GLÜCKLICH