Schlagzeilen

Es gibt inzwischen immer öfter Tage an denen es mir nicht besonders gut geht. Das äußert sich vor allen darin das mein Kopf nicht  mehr so belastbar ist. Es kommt immer häufiger vor das mein Gehirn mir signalisiert.

„STOP jetzt nicht – Tritt kürzer mach Pause “

Eine gewisse Presse würde solche Momente wie folgt beschreiben

„Das Wunder schlägt zurück“

schlagzeilen

Treffender geht es nicht. Nur betrifft mich das nicht allein. Legt man die Medizin des letzten Jahrhunderts zugrunde gibt es täglich tausende von Wundern. Und alle haben das gleiche Problem oder doch besser Glückliche Gefühl. An manchen Tagen machen sich die Folgen einer Krankheit stark bemerkbar, doch jedesmal kann man sich sicher sein, das dies kein Dauerzustand sein wird.  In der Regel ist es sogar auf eigenes Verschulden zurück zu führen.

Doch wenn man sich an bestimmte ärztliche Vorgaben hält wird sehr schnell alles wieder bestens sein. Zumindest ist das bei mir so. Aber in den letzten 47 Jahren ist es mir NIE gelungen mich vorbildlich zu verhalten. Irgend etwas ist immer. Zu wenig Schlaf, zu wenig gegessen oder getrunken, zuviel Aktivitäten in der Politik oder aktuell im Kleingartenverein, zuviel Geistige Belastung, zuviel Ärger oder Probleme. Die Gründe warum es mir nicht besonders gut geht sind so vielschichtig – mir kann es nur schwer gelingen ein mustermäßiges Leben zu führen.

vorbild

Dementsprechend sind diese möglichen Schlagzeilen Grund genug um mir mein Glück vor Augen zu halten

Durchhalten

Nachdem mir in den letzten Tagen immer wieder problematische Meldungen über den Gartenverein zu Ohren kamen und nichts auf eine beruhigende Zukunft schliessen ließen, war mein Nervenkostüm ziemlich dünn geworden.

„Warum tue ich mir das an? Was habe ich davon? Ist es nicht schöner und vor allen im Hinblick auf meine Krankheit solgar beruhigender, wenn ich mit diesen Vereinswesen einfach aufhöre?“

weglaufen

Ja, diese Frage kommt immer wieder bei mir auf. Nur diesmal war es wirklich eng. Die Gründe um hinzuwerfen werden immer mehr und größer. Was hat mich davon abgehalten?

Im Augenblick scheint es Mode zu werden einfach aufzuhören. Der leichte Weg wird also bevorzugt. Nur das passt überhaupt nicht zu mir. Also habe ich mir ins Gedächtnis gerufen das man mich bis 2018 gewählt hat. Es besteht genügend Zeit um diese schlechte Phase in eine gute Zeit umzuwandeln, das Gerede der Leute hat mich noch nie interessiert. Nachdem mir das bewußt war, herrschte bei mir Zufriedenheit. So bin ich einfach Glücklich darüber meinen Weg wie gewohnt weiter zu gehen und mich durch nichts dabei irritieren lasse.

ruhe

Was die letzten Tage noch Unordnung in meinen Gedanken hervorgerufen hat läßt mich jetzt kalt. Mit einenmal habe ich die notwendige Ruhe und konzentriere mich nur auf meinen Weg, mein Ziel, das mit meinen Mitteln erreicht wird.

Bewährungsprobe

Der Gang über den Freimarkt am Freitag war mit meinen Tests im Vorfeld nicht zu vergleichen. es war mehr als eine Bewährungsprobe, es war ein Härtefall. über mir liegt wohl der „Fluch des Freimarkts“ wobei der Grund meines Übels eher an den unebenen Boden sowie dem unregelmäßigen Gehen in einer großen Menschenmenge liegt.

Schnell voran – stehen bleiben – langsam weiter – quer laufende Menschen von rechts und links beachten – von hinten oder Seite angestoßen werden – auf die unebenheiten des Kopfsteinpflasters achten – ausweichen – abrupt stehen bleiben – ein paar Meter normal gehen und dann geht das ganze wieder los.

city-skyliner

Der Abend gehörte der Couch zwecks Erholung. Und doch war ich froh. Froh es geschafft zu haben. Bratwurst, Pferdewurst, Backfisch und Schmalzkuchen. All das hatten wir genießen können, dazu noch das Riesenrad sowie ein neues Fahrgeschäft – eine Aussichtsplattform in 70 Meter Höhe, was will man mehr. Am Ende des Abends war nur meine Hüfte erholungsbedürftig – mehr nicht. In meinen Innern herrschte nur Glückseligkeit.

glück

Überhaupt – das Glück scheint auf meiner Seite zu sein. In der Nacht bis zum Zeitpunkt meiner Fahrt zur Uni hatte es geregnet. Mit einer Leichtigkeit, die bei mir immer wieder aufs Neue Freude hervor ruft macht es Spaß mein Rad aus dem Fahrradkeller zu schieben. Genauso schön ist es dann wenn meine Frau mir noch einmal zuwinkt.

Ach wie schön das Leben doch ist – vor allen wenn man so Glücklich wie ich es bin, sein kann

Desktop

Glück ist die richtige Bezeichnung Heute. Obwohl ich könnte es auch als Widerstand bezeichnen.

widerstand

In der letzten Woche ist auf der Arbeit mein Bildschirm kaputt gegangen. Dementsprechend wurde er an die EDV Abteilung geschickt. Gestern kam ein neues Gerät. Doch es war wirklich ein Gerät. Es war nur 15 Zoll groß. Das war alles andere nur kein Glück. Es gab für mich nur 2 Möglichkeiten. Entweder der Desktop wird von mir akzeptiert oder ich interveniere. Gestern gab es für mich nur eine Möglichkeit da ich mich hervorragend gefühlt hatte. Dementsprechend gab es eine Beschwerde bei der EDV von mir. Dabei stellte sich herraus das dieser Bildschirm irrtümlich an mich gesandt wurde. (Hört sich auf jedenfall besser an)

Bildschirm

Heute Morgen befand siich ein 27 Zoll großer Desktop  auf meinen Schreibtisch. Eine Verbesserung von 6 Zoll gegenüber meinen alten Bildschirm. Wenn das kein Glück ist.

Und das nur weil ich nicht bereit war mich in mein Schicksal zu ergeben. Auch wenn es nur ein Desktop ist – man muß nicht alles widerstandslos hinnehmen. Statt dessen sollte man sich wehren oder wenn es um die Gesundheit geht sogar kämpfen. Die Bereitschaft nicht alles klaglos hinzunehmen die sollte bei jeden vorhanden sein.

Und wieder einmal hatte ich mir das Glück erkämpft

Dreadlock Holiday

Glückspilz! Das wäre die treffende Beschreibung für mich. Heute morgen lief ein Stück im Radio das mich gleich zum summen animierte. Aber wie hieß das Stück? Wer hat es gesungen? Das war mir leider entfallen, was mir widerum überhaupt nicht gefiel. Sollte mein Gedächtnis doch so nachgelassen haben? Nachdenken war die einzige Möglichkeit es heraus zu finden.

max1343942100-front-cover

Nach kurzer Zeit kam mir die Erleuchtung. „Dreadlock Holiday“ von Ten CC. Es war ein etwas längerer Hit aus den späten Siebzigern. Das genaue Jahr(1978) war mir genau wie die Länge (5.01)zwar entfallen, dafür lag ich in der Tendenz richtig. Später auf dem Rad fiel mir auf was für ein Glückspilz ich doch bin. Wenn man meinen gesundheitlichen Werdegang und die normalerweise daraus resultierenden Folgen betrachtet, ist mein Verhalten, mein Gedächtnis nicht als Normal anzusehen.

Für mich ist es einfach erstaunlich was Medizin schon damals leisten konnte. Vor allen wenn man mein Gedächtnis mein Wissen der ersten 10 Jahre nach dem Unfall als Maßstab sieht. Auch schon damals war das Glück mein Begleiter denn mein Verhalten war gut. Krankheit – Operationen – Bedingte geistige Genesung

theoretisch

Doch das es sich mit fortschreitender Zeit so entwickelt hat, war nicht vorhersehbar, allenfalls in der Theorie. Ein wünschenswerter Idealfall.

Nun sehe ich mich allerdings nur als Durchschnitt, als etwas ganz normales. Denn nach wie vor bin ich der Meinung das sehr viele in ihren Krankheitsbild weit voran kommen können. So das sie für viele eine Vorbildfunktion einnehmen können. Eine Funktion die von mir nie gegeben sein wird.

Glücksmomente

Am Samstag war das alljährliche Lampionfest das von mir in ein Sommerfest umgewandelt wurde. Es war ein Tag an dem Stehvermögen und Lauffähigkeit von mir erwartet wurde. Kurz nach zehn Uhr aus dem Haus um dann den ganzen Tag für jeden da zu sein. Am Sonntag saß ich mit meiner Frau auf dem Balkon und wir mußten feststellen, das wir ein GLÜCKLICHES Leben führen.

haar

Ja, es stimmt. Ich habe lange nach einen Haar in der Suppe gesucht. Das einzige was mir einfiel war das mein Urlaub vorbei ist. Nach längeren Überlegungen kam mir dann doch eine Idee, wofür viele betrübt sein könnten, für mich aber nur Freude und Glück bedeutete.

Ich bin Behindert, also krank und keiner interessiert sich dafür

Besser kann es doch nicht sein. Diesen Zustand habe ich mir immer gewünscht. Das es ausgerechnet im Gartengebiet so deutlich ist, spricht für die scheinbar so spießigen Kleingärtner. Genau das Gegenteil ist der Fall. Ob es meine Nachbarn sind oder die Vorstandsmitglieder und auch die restlichen Vereinsmitglieder – es spielt keine Rolle. Alle meßen mich an meinen Worten, an meinen Handeln. Zehn Stunden Kleingärtner um mich herum und kein abfälliger Blick, geschweige denn ein negativer Kommentar. Wenn das kein Grund zur Freude war, was dann?

kleingarten

Ja – meine Behinderung ist nicht vom Tisch zu wischen, sie ist ein fester Bestandteil von mir. Aber nichts ist schöner wie als normaler Mensch gesehen zu werden.  Für diese ungewohnten Glücksmomente bin ich den Kleingärtnern dankbar. So manche hochdekorierte Veranstaltung mit noch „wichtigeren Menschen“ kann von ihnen lernen.

Viel passiert oder Glück gehabt

Diese Woche ist noch kein Beitrag von mir erschienen. Das hat zum einen mit meinen Urlaub zu tun zum anderen mit einer verrückten Woche.

fahrradfahren-sturz

Am Dienstag hatte ich mal wieder einen Sturz mit dem Rad. Er war so das es ziemlich schlimm hätte ausgehen können aber mein Schutzengel war wohl mitgefahren. Mein linker Fuß hatte sich bei einen Meßwagen der auf dem Radweg stand in der Kabelschnur verfangen. Dadurch kam ich zu Fall und schlug mit dem Hinterkopf auf. Neben dem linken Schienbei zog ich mir noch leichte Verletzungen am rechten Ellenbogen zu.

„Glück gehabt“

war mein erster Gedanke. Zwei Tage später war die Blutkruste kaum noch zu sehen, die Schwellung war auch zurück gegangen da passierte mir beim Fußball das nächste Missgeschick. Irgendwie habe ich mich am Ringfinger so unglücklich verletzt das er dick anschwoll und obwohl es nur der Finger war, ein normaler Bewegungsablauf nicht möglich war.

„Glück gehabt“ war am späten Abend mein Gedanke.

Damit ist nun hoffentlich der negative Lauf der mich zu dieser Jahreszeit, schon seit langen, immer wieder verfolgt, vorbei. Mein Urlaub könnte jetzt wirklich beginnen. Vor allen sind diese ungewissen Tage im Juni, Juli oder August vorbei. Denn so wie mich diese Serie jedes Jahr aufs neue verfolgt, so kommt sie auch nur für ein oder zwei Mal vor. Am Ende der Woche kann ich also nur sagen

glück gehabt

„GLÜCK gehabt“

Regenglück

Gestern hatten wir Glück. Nein – der Reihe nach. Wir hatten über Pfingsten Glück mit dem Wetter. Samstag war das erste Grillen in diesen Jahr. Es war alles einwandfrei. Am Sonntag sind wir raus in den Garten gefahren, obwohl es regnen sollte. Bis ungefährt 15.00 Uhr war auch alles wunderbar, dann wurde es Dunkel. Woraufhin wir uns langsam auf den Weg machten. Genau genommen verschoben wir es einige Male denn es regnete Heftig. In einer Regenpause sind wir doch auf unsere Räder und fuhren in Etappen. Immer wieder stellten wir uns unter um dann weiter zu fahren. Wir wurden nur etwas naß. Kaum waren wir Zuhause kam es Heftig runter – ja fast sintflutartig. Wir hatten Glück gehabt.

gluecklich

Am Montag hatten wir gegen 17.00 Uhr ein ungutes Gefühl im Garten. Diesmal ging es blitzschnell und wir fuhren auf unseren Rädern nach Hause. Dabei haben wir wohl einen persönlichen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt. Und das war auch gut so denn kaum waren unsere Räder im Keller kam der Regen mit Blitz und Donner dermaßen stark wie es nur selten vorkommt. Wir hatten Glück gehabt.

gewitter

Heute morgen bin ich zum Arzt gefahren obwohl es kurz davor geregnet hatte. Auf dem Rückweg bin ich fast trocken geblieben obwohl es während der Zeit beim Arzt richtig geschüttet hatte. Ich hatte Glück gehabt.

In allen drei Fällen hatten wir fest daran geglaubt eine kurze trockene Phase zu erwischen. Unser Positives Denken hat sich gelohnt. Jedesmal wurden wir von größeren Regenmengen verschont.

Glück-2

Irgendwie fühle ich mich heute Glücklich. Warum das so ist? Schwer zu sagen, denn immerhin liegt wieder einmal eine schwere Woche vor mir. Zu allen Überfluss haben sich auch meine Jackson Anfälle wieder gemeldet. Wahrscheinlich wollen mir meine epileptischen Anfälle signalisieren das ich alles langsamer angehen sollte. Was bleibt mir anderes übrig? Diese Zeichen dürfen von mir nicht ignoriert werden.

Soll mein ganzes Leben deswegen gleich auf STOP und PAUSE gestellt werden? Nein natürlich kommt das nicht in Frage. Etwas langsamer sowie hier und da eine Regenerationsphase mehr – das werde ich mir gönnen. Arbeit, Vorstandsarbeit, Blog und auch Fußball alles wird von mir so weiter geführt. Auch wenn im Garten Hochsaison ist das Semester auf vollen Touren läuft – alles kein Problem!

Welcher Beeinträchtigte kann schon von sich behaupten all diese Aktivitäten machen zu können? Dieser Gedanke ging mir Heute morgen beim Frühstück durch den Kopf und erfüllte mich mit Zufriedenheit.

„Was stört mich meine Krankheit, mein Handicap, was stören mich all die Schwierigkeiten die sich dadurch ergeben? Alles kaum der Rede wert“ um nach einen Schluck Kaffee fortzufahren.

„Wir haben eine Neue Wohnung, wir haben eine fast fast perfekt eingerichtete Wohnung, dazu ein nahezu sorgenfreies Leben, ach eigentlich ist es ein Traumhaftes Leben – da muß man kleine Gesundheitliche Schwierigkeiten einfach in Kauf nehmen“

So ist meine Gefühlslage.

Glück/1

Diese Kategorie ist längst überfällig. Eigentlich hätte es diese Rubrik gleich zu Beginn des Blogs geben müssen. Nun mit einer kleiner Verzögerung von fünf Jahren, ist es soweit. Am Freitag, als all meine Knochen richtig weh taten, als ich mich nur vorsichtig bewegen konnte – da wurde mir klar:

glueckspilz

„Du bist ein Glückspils“

Dieses Glücksgefühl überkam mich irgendwann am Nachmittag und war das ganze Wochenende mein Begleiter.

Für mich ist das Leben Glück PUR! Es ist egal was ich mache, alles kann von mir mit der Überschrift GLÜCK versehen werden. Darum werden in unregelmäßigen Abständen immer wieder Situationen, Gedanken, Gefühle und Ereignisse von mir aufgeführt die, aus meiner Sicht, mit Glücksgefühlen verbunden sind.