Archiv der Kategorie: Kreuzfahrt

Kombüse

Wie schon erwähnt hatten wir ein Paket gebucht, das aus 3 Teilen bestand. Die Restaurantbesichtigung hatten wir hinter uns, nun kam das Schiff an die Reihe, und zwar der Bereich der für uns nicht zugänglich war. 

Nachdem wir uns im Buffallo Steak Restaurant getroffen hatten, ging es in eine ziemlich große Küche, da wir uns auf einen Schiff befanden, war es die Kombüse. Meiner Meinung nach war es eine Großküche, die eher zur Mensa der Universität gepasst hätte. Wir wurden aber schnell aufgeklärt das hier auf Deck 10 die kleinere Großküche war. Eine Etage tiefer würde sich eine weitaus größere befinden. Nachdem wir ein paar Lagerräume gesehen hatten, ging es mit einen Fahrstuhl runter auf Deck 3, in das Proviantlager. Unvorstellbar, was sich dort alles befand, und vor allen in welchen Mengen.

Teil 2 erfolgt morgen

Deck 11

An Schlafen war nicht zu denken, denn auf dem Pooldeck war erst die Musik ziemlich laut und dann kam der „Kids Club“ zu seinen Auftritt. Es gab ein Theaterstück von Kindern für Kinder.  Im Grunde genommen war es für uns genau richtig, denn so konnten wir nicht einschlafen. Um 16.00 Uhr stand für uns eine Besichtigung des Schiffs an, und davor wollten wir natürlich noch unseren gewohnten KuK(Kaffee und Kuchen) Rhythmus beibehalten.

Wir hatten uns einen Wind geschützten Platz, mit Blick auf den kleinen Pool und den Bereich der Sonnenliegen ausgesucht. Geschützt durch eine Plexiglaswand hatten wir ansonsten freie Sicht aufs Meer. So langsam ging die Stimmung in etwas Wehmut bzw. Abschied über, denn es waren nur noch 2 Tage die vor uns lagen. Da diese schon verplant waren konnte ich noch einmal alles an mir vorbeiziehen lassen.

Am 2. Seetag, als wir nach Madeira fuhren, hatten wir eine Besichtigung im Buffallo Steak Restaurant. Das war mehr als beeindruckend. Gut 2 Stunden hat uns der Chefkoch der AIDA Bella alles Wissenswerte über Steaks erzählt. Danach waren wir Experten, so ganz nebenbei haben die Proben auch noch gut geschmeckt. Das wir in den Genuß dieser Führung gekommen waren, lag daran das ich eine Kombination aus Schiffsführung und einen Essen im Rossini gebucht hatte. Bisher lief ja alles wie in der Beschreibung angegeben. Was für mich zählte war das Essen am letzten Abend im Rossini, ein 6 Gänge Menü das am letzten Abend immer eine besondere Überraschung haben sollte, so wurde es auf der Homepage der AIDA angepriesen. Da doch noch etwas Zeit bis zum Kaffee blieb, sahen wir uns jetzt das Deck 11 einmal komplett an.

Es gab keine Kabinen, dafür einen großen Außenbereich der optimal zum sonnen war. Diverse Schalter für Tauchen, Golf,  Biking und andere Ausflugstouren waren vorhanden, 2 Bars waren auch zu finden, dafür 3 große Restaurants, wie Pizzaria Mare und das Bella Vista Restaurant mit großen Außenbereich und das Rossini. Den größten Platz beanspruchte aber der Sportbereich für sich.

Über die anschließende Besichtigung der Mannschafts und Verpflegungsräume schreibe ich nächste Woche


3. Seetag

Nachdem wir Gran Canaria verlassen hatten wollten wir einen ruhigen Abend auf dem Schiff verbringen. Aber es lagen nur noch 2 Seetage vor uns und dazwischen war der Geburtstag meiner Frau. Es wurde also Zeit alles Wissenswerte vom Schiff mit zu bekommen. Deswegen orientierten wir uns an unserer Hauszeitung, denn dort standen alle Angebote drin.

Das Poolradio auf dem Pooldeck hatten wir genauso verpasst wie Dart auf dem Pooldeck, was uns nicht weiter störte denn Shuffleboard auf Deck 5  sowie den Tanzkurs Langsamer Walzer in der AIDA Bar nahmen wir auch nicht wahr. Die Felix Büttner Ausstellung in der Kunstgalerie war auch nicht unser Fall obwohl es dort oft gute Ausstellungen gab, was wir auf dem Weg ins Restaurant jeweils kurz erkennen konnten. Der Vollständigkeit halber möchte ich noch das Volleyballturnier auf Deck 14 dem Sportaußendeck,erwähnen das auch noch statt fand.

Dafür waren wir bei der  Ausflugspräsentation für Tanger und konnten uns zwischen 12 Angeboten entscheiden .  Dort bekamen wir noch so gerade einen Platz für die Fahrt nach Tetouan.

Auf dem Weg zur Kabine sahen wir das erste Mal „Aida TVlive“ im Theatrium. Beim Blick in unser Programmheft mußte ich fesstellen, das es das jeden Abend von 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr im Theatrium gab.

Endlich konnten wir am Abend in dem hinteren Teil der AIDA Bar das allabendliche Bingospiel beobachten. Das war ein Erlebnis wie die Bingonummern angepriesen wurden und die markigen Sprüche hatten es in sich. Es war ein absoluter Hörgenuss. Dagegen war die Tanzmusik mit den Sopranos schon schläfrig. Dabei hatten wir noch die große Schlagernacht auf dem Pooldeck vor uns. Bei der Disconacht in der Anytime Bar mußten wir dann doch passen. Total erschöpft schliefen wir in den 3. Seetag hinein und gönnten uns den Luxus mal bis 8.00 Uhr zu schlafen. Nach dem Frühstück ging es dann zum Sonnen baden aufs Pooldeck.

VIP Tour

Für Gran Canaria wurde eine VIP Tour angeboten. Das hieß aber nicht das nur wohlhabende diese Fahrt wahrnehmen konnten und auch nicht das es zum Mittagessen Sekt und Kaviar gab. Es bezog sich auf die Größe der Busse. Wir fuhren in Shuttle Bussen, es waren 8 und keine 50 Personen, die mitfuhren. Keiner von uns war eine „Very Important Person“ bzw. eine besondere Person oder kurz, Prominenz. Es waren alles ganz normale Touristen die es genossen mal eine besondere Inselfahrt zu machen.

Nachdem wir Las Palmas verlassen hatten ging es nur bergauf. Wir machten an einigen Stationen, genauer Aussichtsplattformen, deren Namen ich leider vergessen habe, einen kurzen Fotostop, ehe es zum Höhepunkt dieser Fahrt kam.Unser Ziel war der höchste Berg der Insel, der 1949 Meter hohe   Pico de la Nieves.

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Gegen Mittag hatten wir unser Ziel erreicht. Wir befanden uns direkt unter den Wolken. 

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Das Schiff sollte um 17.45 Uhr ablegen, um 16.30 Uhr waren wir an Bord. Wir hielten uns garnicht lange auf und fuhren mit dem Fahrstuhl gleich auf Deck 12 um dort bei einen schönen Becher Kaffee die Abfahrt mal aus einer anderen Perspektive beobachten zu können.

Dabei trafen wir auf etliche Gäste die lieber ihre Aktivitäten auf dem Schiff genossen haben, und so erfuhren wir doch einiges mehr über das Programm der AIDA Bella. Darüber erzähle ich nächste Woche, denn am 3. Seetag haben wir das Schiff besichtigt


Gran Canaria

Auf eine gewisse Art und Weise fehlte uns schon der Ausflug auf Las Palmas, weswegen wir dem Landausflug auch entgegen fieberten.

Gran Canaria

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ist die drittgrößte der 7 kanarischen Inseln und liegt etwa 200 km von der Nordwestküste Afrikas entfernt. Die Fläche der fast kreisrunden Insel beträgt 1.532 km2 ; die höchste Erhebung im Zentrum der Insel ist der 1.949 Meter hohe Pozo de las Nieves. Auf Grund der klimatischen und geographischen Vielfalt wird Gran Canaria auch als „Miniaturkontinent“ bezeichnet.
Mit fast 900 000 Einwohnern, von denen etwa 450 000 in der Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria leben, ist Gran Canaria die bevölkerungsreichste Insel des kanarischen Archipels.
Jährlich besuchen 2,2 Millionen Menschen die wunderschöne Insel, vor allem das touristische Zentrum Gran Canarias im Süden der Insel mit den Orten Maspalomas, Playa del Inglés und San Agustín.


Wasserbett

Da lag ich nun auf meinen Wasserbett, während bei meiner Frau die afrikanische Ganzkörpermassage noch nicht einmal zur Hälfte fertig war.

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Die Sonnenstrahlen spiegelten sich an der Glasfassade unserer Suite, der Blick von Deck 12 auf die Berge von Las Palmas war einzigartig. Ich konnte mein Glück kaum fassen. „Wie schön das Leben doch sein kann“ dachte ich immer wieder. Nun hatte ich mir wieder einen Traum erfüllt.

„Wie war ich eigentlich auf die Kreuzfahrt gekommen? Irgendwann, irgendwo muß es doch einen Anfang für diese Idee gegeben haben?“  Es dauerte nicht lange bis ich die Erklärung gefunden hatte.

Damals, vor 20 Jahren durchlebte ich eine Zeit der Panik und inneren Ängste. Ich hatte Sorge das mein Leben bald vorbei sein könnte, ich hatte Angst das meine Möglichkeiten, das Leben zu genießen, die schönsten Flecken der Erde zu sehen, das all das schon bald vorbei sein könnte. In meiner Panik kam mir der 40. Geburtstag meiner Frau, wie gelegen. Etwas besonderes sollte es sein, am besten eine Reise mit einen Ziel das ihr gefällt, was bei mir aber auch der Liste meiner Träume steht. So kam ich auf Monaco. Auf die Reise gehe ich später mal ein, denn die Tage waren traumhaft. Zum 50. Geburtstag stand eine Reise nach Wien auf dem Programm. Ich wäre ja lieber nach London, Rom oder New York gefahren, aber es war ja nicht mein Geburtstag um den es ging.

So kam es das ich vor 2 Jahren vor der Frage stand „Was nun, wohin soll es diesmal gehen?“ Nach all den Reisen noch eine Steigerung zu erzielen, das war schwer. Da stieß ich auf einen Artikel über die AIDA Cruises und deren Preisgestaltung. Das war die Lösung, eine Kreuzfahrt. Der Anfang war gemacht, jetzt mußte ich nur noch eine geeignete Route finden bei der wir ihren Geburtstag auf See feiern konnten. Da gab es mehrere Strecken. Die Dubai – Route, diverse kurze Kanaren Routen, oder mein Favorit die Karibik!

Das ich mich am Ende für diese Fahrt entschieden habe, war zwar auch eine Frage des Geldes, aber entscheidend waren ganz andere Faktoren. Kleinigkeiten an die man nicht sofort denkt. Im Vorfeld hatte ich so ziemlich jede Variante durchdacht. Besagte Routen hatten alle eins gemeinsam. Der Geburtstag fand während der jeweiligen Fahrt statt.

Bei der 7-Tage Fahrt um die Kanaren war es gleich der 2. Tag, Dubai in der Mitte und bei der Karibik Fahrt sogar erst am letzten Tag. Hier war es der vorletzte Tag mit dem Stop in Tanger/Marroko. Schweren Herzens verabschiedete ich mich gedanklich von der Karibiktour, wegen der Temperaturen, denn bei der Hitze die dort im November herrscht wäre es keine Freude für uns gewesen. Wir hätten mehr Probleme mit unserer Gesundheit gehabt als uns lieb gewesen wäre. Blieb noch die Dubai Route. Die war leider überteuert und viel zu kurz, ganz abgesehen davon waren wir erst im Arabischen Kulturraum gewesen. Diese Fahrt war also optimal, hier hatte ich die richtige Wahl getroffen.

„Langsam könnte das Massageprogramm doch vorbei sein“ dachte ich mir. War es leider noch nicht und so konnte ich weiter meinen Gedanken freien Lauf lassen. Zwischendurch mußte ich immer wieder daran denken, wie gut unsere Entscheidung, vor etlichen Jahren, war kein Wasserbett zu kaufen. Für eine kurze Zeit war das ja ganz lustig, aber längerfristig? Nein danke. Endlich war sie fertig. Im Laufe des Nachmittags haben wir noch die Sauna genutzt um dann festzustellen, das es ein besonderes Erlebnis war, was sich auf den Nachmittag aber auch auf die Sauna bezog. Sie war für uns beide ziemlich groß

Abends kam jeder von uns auf seine Kosten. Es gab ein kurzes Variete-Programm, genauer gesagt Tuchakrobatik in luftiger Höhe. Ganz zum Schluss gab es noch ein Theaterstück, aber dazwischen war mein Highlight. Rock vom feinsten. Steppenwolf, Deep Purple, Queen, ACDC, alles wurde gespielt – WOW!    

Wellness

Spa ist im deutschen Sprachraum der neue Oberbegriff für Gesundheits und Wellness(Erholung)Einrichtungen. Analog zur Wortbedeutung im Englischenwird seit einiger Zeit damit auch ein Heilbad bezeichnet. Schönheitsfarmen benutzen den Begriff „Beauty Spa“ (Schöne Erholung, wortwörtlich übersetzt)

Endlich war es soweit, wir waren im Spa Bereich.

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Schon der Eingangsbereich wirkte so als wären wir in einer anderen Welt. Als wir die Suite betraten wurde das Gefühl nur noch stärker. „Das ist ein Traum“ dachte  ich mir immer wieder und meiner Frau erging es genauso.

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Als wir im Whirlpool lagen, sagte ich mir “ wenn die Möglichkeit besteht Träume zu erleben, dann mach es und genieße jeden Moment davon“ Nachdem wir uns eine Weile im Wasser entspannt hatten, kam unsere jeweilige Massage an die Reihe.Meine Frau bekam eine 90 minütige Ganzkörpermassage und ich eine Teilmassage. Mehr wollte ich nicht, als wir die Anwendungen gebucht haben. Ein Fehler wie mir langsam klar wurde. Als ich nach gut 25 Minuten fertig war, hatte meine Frau noch über 1 Stunde vor sich. Da ich nicht stören wollte zog ich mich aufs Wasserbett zurück. Nachdem ich es geschafft mich dort richtig zu platzieren, ließ ich meinen Gedanken freien Lauf.  

Wie hatte eigentlich alles angefangen? Genau genommen vor 20 Jahren mußte ich feststellen. Damals fuhren wir nach Monaco. Wie das zusammenhängt erfährt man nächste Woche

La Palma

Bis Santa Cruz, der Hauptstadt von La Palma, waren es nur 149 Seemeilen oder 279 Kilometer. Das war das erste Mal das wir keinen Seetag zwischen unseren Stopps hatten. Es war die einzige Station an der wir keinen Landausflug gemacht haben, was unser Glück war, wie sich später herausstellte.

Unser Tag stand ganz im Zeichen von Wellness. Das war für mich Neuland. Gut, das Türkische Bad in Almeria oder 1995 beim nächsten Weihnachtsurlaub auf Djerba. Das gefiel mir wohl, aber diesmal waren es 4 Stunden in der Wellness-Suite die vor uns lagen. Das war ganz was anderes. Vorher möchte ich jedoch den Abend auf Madeira abschließen.

Nach dieser beeindruckenden Vorstellung gingen wir in die AIDA Bar, um den Tag ausklingen zu lassen. Beim Bezahlen bekamen wir einen Gutschein  für das Casino, den wir am nächsten abend einlösen wollten. Da wir am nächsten Morgen nicht früh aufstehen mußten warfen wir noch einen Blick in die Anytime Bar auf Deck 12, das war die Disco an Bord.  23.00 Uhr war dafür nur noch viel zu früh wie ich 2 Tage später erfuhr, und so gingen wir doch zu unserer Kabine. Am nächsten Morgen lagen wir in Santa Cruz, La Palma an.

La Isla Bonita – „Die Schöne Insel“ wird La Palma von den Einheimischen genannt. Die noch wenig touristisch Insel wird besonders Wanderern, Naturliebhabern und Individualtouristen geschätzt. Für klassischen Bade- oder Strandurlaub ist die Insel weniger geeignet. Das was für viele der Anziehungspunkt ist, sind die üppige Vegetation und die einzigartige Landschaft. La Palma ist die feuchteste und damit auchbewachsenste Insel des kanarischen Archipels. Dichte Wälder bedecken oftmals fast urwaldartig große Teile der Insel. Die Küste ist sehr hügelig, voller wunderschöner Buchten und von Lavaströmen zergliedert. Das bis zu 2426 Meter hohe Bergland mit der Caldera de Taburiente, einen vulkanischen Einsturzkrater mit 9 km Durchmesser, sowie riesige Kiefernwälder sind das Markenzeichen der Insel.

Es war fast zu schade, das wir an dem Tag Wellness hatten, so schön war es. 27 Grad hatten wir um die Mittagszeit, als wir unsere kurze Stippvisite nach Santa Cruz,  beendet hatten.Am liebsten wäre ich aufs Pooldeck gegangen.Stattdessen gingen wir frühzeitig zum Mittagessen. Es war unser einziges Mal, das wir das reichhaltige Angebot genoßen haben. Es war schon erstaunlich. Fisch, Fleisch, Vegetarier, Suppen, Nachtisch, Obst und Gemüse. Von allen war reichhaltig und in verschiedensten Kombinationen vorhanden. Hier fehlte kaum ein Gericht das man sich gerne mal im Restaurant bestellen würde, es aber dann doch läßt weil es zu teuer ist. So muß das Schlaraffenland aussehen, dachte ich mir mehr als einmal. Leider mußte alles schnell gehen, denn um 13.00 Uhr sollten wir im Spa oder Wellness Bereich sein.

Davon erzähle ich nächste Woche und laße dabei meine Gedanken schweifen,

Heute Abend kommen noch Bilder dazu

 

Avalon

Wir sahen uns noch die Korbschlittenfahrer an, bevor es zurück zum Bus ging.

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Zwei weiß gekleidete Männer mit Strohüten, die „Carreiros“, schieben den Schlitten schwungvoll an oder bringen ihn auch mal an Seilen gezogen in Fahrt. Recht rasant geht es auf der abschüssigen Strasse, auch von Autos befahren, hinab. Ein Fuß bleibt auf der Kufe und mit dem anderen wird gelenkt oder beschleunigt. Während der Fahrt werden den Kufen eingefettete Lappen untergeschoben, damit man auf der Asphaltstrasse den richtigen Schwung erreicht um ins Tal zu rasen. Es gibt mehrere Synonyme für Monte und ‘Korbschlittenfahrt’ ist sicherlich eines davon! Die ersten Korbschlitten, die ursprünglich als schnelles Transportmittel nach Funchal für die Bewohner Montes eingeführt wurden, tauchten um 1850 herum auf.

Auch heute noch in Gebrauch ziehen sie Jahr für Jahr Tausende von Touristen an, die sich diesen Nervenkitzel, bei hoher Geschwindigkeit auf den engen, kurvigen Straßen nach Funchal hinunter zu rutschen, aussetzen wollen. Diese zweisitzigen Korbschlitten gleiten auf Holzkufen, geschoben und gesteuert von zwei, traditionell in weißer Leinenkleidung und einem Strohhut bekleideten Männern, die die Gummisohlen ihrer Stiefel als Bremsen benutzen.

Die Fahrt nach Funchal hinunter erstreckt sich über 2 km und dauert etwa 10 min, wobei eine Maximalgeschwindigkeit von 48 km/h erreicht werden kann.

25 Euro sollte der Spass kosten. Wir haben den Bus vorgezogen. So konnten wir noch einen Teil der Insel bewundern, wie z.B. die Spuren des Erdrutsches, der 10 Monate vorher auf Madeira große Schäden angerichtet hatte. Das war eine große Leistung, wie schnell die Folgen beseitigt werden konnten.

Der Nachmittag war einer der besten, denn auf dem Pooldeck herrschte kein Wind und es war um die 28 Grad. Optimal um sich ein Sonnenbad zu gönnen, zumindest bis 16.00 Uhr, dann hieß es Kaffee und Kuchen. Meistens gönnte ich mir 2 Stückchen Torte und ein Kuchenstück. Im Gegensatz zum normale Cafe, waren die Stücke hier nur ein Drittel so groß. Da konnte ich nicht wiederstehen. Da wir fast nie Mittag gegessen haben, war das auch kein Problem. 

Eigentlich wollten wir Abends ins Buffallo Steak Restaurant, aber dann hätten wir für das Musical „Avalon“ nur von einen schlechteren Platz sehen können. Wahrscheinlich hätten wir nur noch einen Stehplatz oder einen Platz ganz am Rand bekommen. Das wollten wir natürlich nicht, also gingen wir frühzeitig ins Marktrestaurant. Mit etwas Glück bekamen wir einen guten Platz auf Deck 11, und konnten so die Geschichte von Avalon bestens genießen.

 

 

Dieses Musical wurde 2008 bei der Einweihung, durch Eva Padberg, uraufgeführt.  Jetzt, mit dieser Reise hat man es wieder auf den Spielplan gesetzt. So ließen wir uns in einer aufwendigen Show ins Land der Elfen entführen. Unter allen Aufführungen ist es die aufwendigste Show. Das spürte man aber auch von der ersten Sekunde an. Hier wurde uns wirklich außergewöhnliches geboten. Das war mehr als ein Ausflug ins Reich der Fantasy-Abenteuer, das war Theater vom feinsten.

Funchal

Das die Seilbahn ein Erlebnis war hatte ich letzte Woche schon geschrieben. Bis dahin war unsere Rundfahrt auch so das sie jeder problemlos bewältigen konnte. Die Seilbahn war nicht ganz so leicht zu betreten, da sie ziemlich stark schaukelte und kaum das sie hielt auch schon am Weiter fahren war.  Ein kleiner Sprung war nicht zu vermeiden. Zum Glück war ich der einzige der eine Gehbehinderung hatte. Das durqueren des Tals war, aus meiner Sicht, traumhaft. Kaum hatten wir die Seilbahnstation verlassen, begann ein Albtraum.Wir mußten einen gut 200 Meter langen Pfad bewältigen der immer steiler wurde. Das war eine Herausforderung. Anfangs war ich soweit abgeschlagen einer der letzten, aber dann fiel mir ein, das ich schon einmal so einen ungewöhlichen Anstieg bewältigt habe. Warum sollte mir das hier auf Madeira nicht auch gelingen? Es gab nur einen kleinen Unterschied.Damals war ich 35 Jahre jünger und gut 25 Kilo leichter. Diesmal war der Anstieg nicht ganz so lang. Im Schwarzwald, war es damals ein nie endender Gewaltmarsch. Hier waren es nur ungefähr 400 Meter. Meine Taktik ging auf jedenfall auf. Als es losging war ich einer der letzten und verhältnismäßig langsam. Je höher und steiler es wurde umso mehr konnte ich von der Gruppe einholen und auch hinter mir lassen. Ich hatte mich für ein Tempo entschieden und es konsequent gleichmäßig von unten bis oben durchgehalten. Am Ende war ich genau wie alle anderen geschafft. Die anschließende Besichtigung einer bedeutenden Kirche um die sich viele Geschichten rankten, die ich schon wieder vergessen habe, nahm ich kaum wahr.