Archiv der Kategorie: Persoenlich

Sichtweisen

Inzwischen habe ich auch einige abwertende Stimmen zu diesen Blog bekommen. Zumindest lege ich das so aus. Es sind vor allen Menschen, die kerngesund durchs Leben gehen. Von denen wird dieser Blog belächelt. Sie können diesen Blog nicht nachvollziehen und betrachten ihn als Spinnerei. Es geht ihnen gut und etwas anderes können sie sich nicht vorstellen. Viele glauben, das Leben wäre ein Wunschkonzert und jeder Wunsch erfüllt sich. Das es auch anders gehen kann, das würde den meisten nicht in den Sinn kommen. 

Zum Glück habe ich bedeutend mehr positive Resonanz für diesen Blog bekommen.

Es war nicht immer leicht etwas von mir zu schreiben. Die größte Schwierigkeit, so empfinde ich es zumindest, ist die Balance zwischen Vergangenheit und Gegenwart herzustellen. Das Gleichgewicht zwischen Positiv erlebten und auf der anderen Seite auch den weniger erfolgreichen Aktionen aufzuzeigen. Vor allen aber will ich einen Blog haben, der helfen soll. Es soll keine Selbstdarstellung sein. Das es sich manchmal so liest, läßt sich leider nicht vermeiden. Ich versuche es so gut es geht, den Spaghat zwischen erlebten und Ratschlägen hin zu bekommen. Ich werde weiterhin wahrheitsgetreu ohne erfundene Ergänzungen berichten. Dabei versuche ich mich nicht zu sehr in den Vordergrund zu stellen. Im Laufe des letzten Jahres ist mir das hoffentlich einigermaßen gelungen. Das dieser Blog Zustimmung findet, zeigen allein die Zahlen für die 10 Monate seid dem ersten Eintrag am 6. März 2009. Es waren 110.876 Seitenzugriffe von insgesamt 48.730 Besuchern.

Dafür möchte ich mich bedanken

Absturz und Aufstieg 1. Teil

Ich möchte den gestrigen Beitrag fortführen, wie es mit mir voranging. Zu jeder Weiterentwicklung gehören auch Rückschläge. Das ist leider unvermeidbar. Diese Erfahrung müssen sogar „Sonnenkinder“ machen.Bei mir war das nicht anders. Auf der einen Seite hatte ich Ideen, auf der anderen Seite war ich aber noch nicht in der Lage sie umzusetzen

Als ich das erste Mal davon sprach wieder Fußball spielen zu wollen und ein eigenständiges Leben führen zu wollen, gab es anfangs Proteste die dann in mitleidvolle Blicke übergingen. Das führte dazu das ich als Träumer angesehen wurde. Anfangs hat mich das noch berührt. Mit der Zeit habe ich herausgefunden, das mich solche Gedanken, in meiner Entwicklung blockieren. Dabei kann ich, aus heutiger Sicht, die Kritiker z. T. verstehen. Mit größter Anstrengung und etwas Wohlwollen der Lehrer habe ich die mittlere Reife bestanden. Bei meiner Ausbildung sah es auch nicht viel anders aus. Leider konnte ich mein Wissen noch nicht so abrufen wie ich es wollte. Mein Gedächtnis war noch nicht soweit. Es fiel mir schwer mich zu konzentrieren und  so war ich zwar davon überzeugt, das es irgendwann besser werden würde, aber wann? Für viele war es  somit schwer vorstellbar, das ich mich Selbstständig durchs Leben bewegen könnte. Das einzige was dafür sprach war mein Glaube an die eigenen Fähigkeiten. Dafür habe ich  trainiert. Meinen Körper zu trainieren war leicht. Das kostete nur Anstrengung, Schmerzen und Schweiß. Aber den Geist bzw. das Gehirn wieder richtig voranzubringen, das war etwas ganz anderes. Stundenlang habe ich Schach gespielt mit meinen Stiefvater. Wenn wir davon genug hatten, haben wir Karten gespielt oder Kreuzworträtsel gelöst. . Beim Karten spielen hat es nicht lange gedauert bis ich auch mal gewonnen habe. Aber beim Schach habe ich über  2  Jahre und mindestens 100 Partien gebraucht um zu gewinnen. Fast jedesmal hatte ich das Gefühl das mein Kopf platzt, so groß waren die Schmerzen. Dafür wurde die Grenze meiner Belastbarkeit immer größer.Dann kamen die entscheidenden Jahre meiner Entwicklung. Gegen alle Einwände habe ich mich durchgesetzt und bin mit 19 von Zuhause ausgezogen und habe das Kämpfen 5 Jahre durchlebt.

Davon werde ich demnächst berichten

Denkspiele

Heute hat sich nicht viel ereignet. Und somit wäre ich jetzt schon mit dem heutigen Eintrag fertig

Das ist mir dann doch zuwenig und darum war ich schon geneigt weitere Geschichten preiszugeben. Nach langen Zögern bin ich wieder einmal über meinen Schatten gesprungen und gebe persönliches preis.

Als ich vor ein paar Jahren alles über das Innenleben meines Gehirns mitbekam war ich natürlich geschockt. Das hielt mich aber nicht davon ab weiter nach vorn zu sehen. Allerdings hatte ich keine Zeit mich zu bemitleiden. Mein Leben befand sich gerade im Umbruch. Erst Umzug und dann wieder Einstieg in die Politik. Dazu kam das sich die Anforderungen auf der Arbeit weiter entwickelt hatten. Ich mußte mich ganz schön anstrengen um geistig mithalten zu können. Da habe ich einen neuen Weg eingeschlagen. Denkspiele am Computer! Anfangs habe ich oft verloren. Dann kam eine lang anhaltende Phase bei der ich Kopfschmerzen auszuhalten hatte. Je nachdem wie intensiv ich diese Gedächtnisübungen vollzogen habe, steigerten sich die Kopfschmerzen. Es ging soweit das ich garnichts mehr machen konnte. Ich habe sie ertragen und weiter gemacht. Irgendwann kam der Tag da ließen sie nach. Inzwischen kann ich die meisten Sachen ohne größere Probleme durchstehen. Inzwischen bin ich soweit das ich bei dem gesteigerten Niveau im Beirat ohne weiteres mithalten kann.

Es scheint also was dran zu sein, an der Verlagerung des Gehirns von links nach rechts oder umgekehrt. Auf jedenfall an der Steigerung der geistigen Belastbarkeit. So brutal, so schmerzhaft, so unangenehm diese Jahre auch waren. Ich würde es immer wieder machen. Denn am Ende steht eine geistige Fitness. Und das tut so gut, ich kann es nicht beschreiben dieses Glücksgefühl