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Ja, so viel Fragezeichen stehen vor dem heutigen Artikel. Was kann ich schreiben? Noch ist mir keine Idee gekommen. Obwohl? vielleicht doch.

Bei mir herrscht im Augenblick eine seltsame Mischung aus Leere und Tatendrang. Mein Problem daran ist, das ich mich auf nichts einstellen kann. Es erfordert jedes Mal ein gehöriges Maß Anstrengung um Aktiv zu sein. Mal fällt es mir spielend leicht, mal ist es extrem schwer und dann gibt es Momente an denen es fast unmöglich ist. Ein paar Tage später fallen mir die selben Dinge leicht.

Warum das so ist? Das ist mir ein Rätsel. Bei meinen Kopf, habe ich es aufgegeben alles genau zu ergründen. Es ist einfach so wie es ist. Mit dieser Unberechenbarkeit geistiger Aktivitäten  müssen fast alle leben, die am Kopf erkrankt sind. Das ist aber ein Übel mit dem man gut leben kann.

Wieder in Bremen

So – mein jährlicher Schwarzwald Besuch ist geschafft. Jetzt kann das Jahr beginnen.  Es ist nicht so das es schlimm war, aber eine 88 jährige Frau, die alleine lebt und fast immer allein Entscheidungen getroffen hat.-  wer will da ständig widersprechen? Denn Grund dafür gibt es genügend. Es trafen wieder einmal zwei Welten auf einander. Doch für ein paar Tage sollte sich jeder ruhig verhalten können. Meine Frau hat es mit dem Recht des Alters abgetan. Für diese tolerante Einstellung, bewundere ich sie.

Eigentlich widerspricht das meiner Einstellung. Aber bei so alten Menschen sollte jeder in der Lage sein um über seinen Schatten zu springen. Deswegen war ich froh nach zweieinhalb Tagen wieder Richtung Bremen fahren zu können. Menschen verändern sich, so ist es auch bei meiner Schwiegermutter. Zum Glück halten sich ihre negativen Veränderungen in Grenzen.  Genauer gesagt – sie hat etwas Positives an sich und keinen negativen Touch.

Wer weiß, wie wir selber in dem Alter sind? Verbissen und Verbittert, fernab von den Vorstellungen die man als vierzig oder fünfzig jähriger hatte? Oder hat man sich einen Teil der Ideale bis ins hohe Alter retten können? Zu zweit ist es natürlich leichter, all dies zu bewältigen. Zu zweit erzieht und kontrolliert  man sich täglich und gegenseitig. Um so mehr hat meine Schwiegermutter meinen Respekt verdient,

Und doch war es schön am Donnerstag schon wieder auf dem Heimweg zu sein.

 

Geduldsspiel

Im Augenblick teste ich mich des öfteren oder versuche Geduld zu erlernen. Genau genommen – wieder zu erlernen. Früher war es leicht. Bei mir ging nichts. Alles war weg, es gab fast nichts was in Ordnung war, es fehlte an perfekter Aussprache, an Gedächtnis, an Wissen, laufen ging gar nicht, Bewegungsabläufe mussten Neu gelernt werden, richtig essen musste neu gelernt werden, es war nur der Gedanke das alles GUT wird. Mehr war nicht.

Meine Eltern hatten mich bis dahin oft als „Wildfang“ bezeichnet, und hatten damit nicht unrecht. Doch nun hatte sich für mich eine neue Situation ergeben. Meine Überzeugung alles, einmal wieder zu beherrschen oder wieder erlernt zu haben, war Groß, doch um meine Ziele zu erreichen musste ein  Wort für den Rest meines Lebens im Vordergrund stehen

GEDULD

Das passte nun überhaupt nicht zu mir. Eines Tages kam mir meine kleine sechsmonatige Schwester zur Hilfe. Als ich sie angesehen habe, wurde mir klar das sie noch alles im Leben erlernen muss. Bei ihr kommt das automatisch in den nächsten Jahren. Bei mir half nur Geduld immer Zentimeter oder sogar nur Millimeterweise.  Das konnte nur mit der notwendigen Geduld gehen.

Diese Einstellung hat mir jahrelang geholfen, doch inzwischen scheint mir etwas von der Tugend abhanden gekommen zu sein. Um das zu korrigieren übe ich jeden Tag mit dem Kartenspiel am PC. So langsam machen sich Fortschritte bei mir bemerkbar, so das ich an mein Mammut Projekt herangehen kann. Mit Geduld und der notwendigen Ruhe wird es mir gelingen bis zum 31.12.2018 eine allumfassende Liste aller wirtschaftswissenschaftlichen Zeitschriften der Uni-Bibliothek mit Nachweisen aller Art sowie einen Abkürzungsverzeichnis. Das wird ein Verzeichnis das mein Geschenk zum Ende meiner beruflichen Laufbahn erscheint.

Alpträume

Noch eine Nacht, dann ist der Spuk vorbei. Vor ein paar Monaten fiel mir auf das ich hin und wieder schlecht schlafe, und dabei nur negatives erlebe. Irgendwann registrierte ich das diese Tage immer  immer kurz vor Vollmond waren. Etwas später fiel mir auf das meine Träume extrem Negativ waren in diesen Nächten. Doch mir fehlte ein Mittel um das abzuwenden. Meine Gute Laune wollte ich beibehalten und mir den Tag nicht durch so wirre Träume verderben lassen. Es könnte ja sein, das sich diese Träme auch auf die Stimmung am Tage auswirken.

NEIN ! Das soll nicht sein.

So sind meine Nächte im Augenblick ein Wechselbad der Gefühle. Sobald es wieder kritisch wird in meinen Träumen und ich dadurch kurz wach werde, versuche ich dagegen zu steuern. Irgend etwas Positives, egal was Hauptsache Gute Gedanken. Da wird sogar der schlechteste Fußball schön gedacht sowie vieles mehr solange es einen positiven Charakter hat

Negatives Gedankengut soll bei mir keine Chance bekommen

 

Immer wieder

Immer wieder kommt es bei mir zu unvorhergesehenen Änderungen im Tagesablauf. So wie Gestern, als wir eigentlich auf den Weihnachtsmarkt wollten. Aber wenn man sich auf eines bei mir verlassen kann, dann ist es die unberechenbarkeit meiner Gesundheit. An einen Tag fühle ich mich, in Schulnozen ausgedrückt, wie eine 1 und direkt am Tag darauf wie eine 5! Für mich ist das ein unerklärbares Phänomen.

Ja, mein Alter wäre vielleicht ein Grund, vielleicht auch mangelder Schlaf, aber wahrscheinlich sind diese krassen Gegensätze auf meine Krankheit zurück zu führen. Im allgemeinen kann ich gut damit umgehen. Doch wenn meine Belastung extrem hoch ist, so wie im Augenblick, dann kann es schon sein, das ich diesen Schwankungen ausgesetzt bin.

Jeder der am Kopf/Gehirn erkrankt ist, wird diese Erfahrung machen. Niemand sollte sich deswegen aus seinen gewohnten Rhytmus bringen lassen. Stattdessen sollte jeder versuchen sich zu schonen, zum nichtstun zu zwingen. Das Gehirn muß viel arbeiten und braucht noch mehr Ruhepausen um problemlos arbeiten zu können. Deswegen ist es wichtig diese so oft es geht, auch zu nehmen. Dieses Nichtstun ist nichts anderes als Selbstschutz

Komfortzone

Seit Gestern sind meine Tage als Strohwitwer, für dieses Jahr, vorbei. Es waren angenehme Tage. Tage an denen zwar Unordnung in der Wohnung herrschte, aber nie so schlimm gewesen ist, das es allzu schwer war diese zu beseitigen.

Das war früher anders, aber darüber gibt es ja schon genügend Berichte. Diesmal war soviel Ordnung bei mir vorhanden, das ich schon einige Aktivitäten in meinen Tagesablauf einfügen musste um in den letzten Stunden vor der Ankunft meiner Frau, etwas Druck zu verspüren, denn sonst fehlt mir etwas.

sessel

Irgendwann fiel mir auf, das ich mich in einer Komfortzone befinde. Es wird soviel gemacht, was man gar nicht mehr wahrnimmt. Das fängt mit dem Frühstückstisch an und setzt sich dann über Staubsaugen, alles mögliche wieder an seinen angestammten Platz zu stellen fort. Es geht mit dem Geschirr weiter und Wäsche waschen kommt auch noch dazu. Alles auf einmal auf zu zu zählen dauert zu lange.

„Ach ja – das muss ja auch noch gemacht werden – Das bekommst Du ja normalerweise nicht mit. Aber es muss ja gemacht werden“

Diese Sätze waren fast täglicher Standard bei meinen Gedanken. Doch auch diesmal ist mir alles wieder gut gelungen.

Wohlfühlfaktor

So läßt es sich am besten beschreiben. Mein Wohlfühlfaktor stimmt endlich wieder, er ist Heute einfach gut.  Das fing mit dem Sonnenschein an und setzte sich mit der Sonne im Herzen weiter fort. Endlich scheint die mißmutige Phase überstanden. Keine Gedanken mehr an die vielen negativen Dinge die sich in meinen Leben ergeben könnten. Einfach Zufriedenheit ist bei mir angesagt.

Die Vorstandssitzung verlief Gestern so harmonisch, wie es von mir aus immer sein könnte.  Mein Kopf ist wieder ok, meine geistige Fitness ist wieder voll vorhanden, es gibt wieder genügend Glücksmomente, wie z.B. das Fahrradfahren Gestern. Fünf mal unterwegs gewesen und keinen Tropfen Regen abbekommen, obwohl es ein Regentag war.

Ja – ich fühle mich wieder richtig wohl und zufrieden,

Konsequenzen?

Es war nicht das beste Wochenende aus gesundheitlicher Sicht. Unweigerlich kamen die üblichen Gedanken auf. Wahrscheinlich hätte mich das nicht weiter berührt, denn es kommt ja des öfteren vor, das ich mir Gedanken über meine Freizeit Aktivitäten mache. Doch diesmal war es anders

Beim Fußball, war ich an einer Katastrophe vorbei geschrammt und in der letzten Woche hatte mir der Landesvorsitzende seine Bedenken und Sorgen mitgeteilt.  Wenn es keine taktischen Spielchen sind, macht er sich wirklich Sorgen um meine Gesundheit.  All das führte dazu das mir mehr durch den Kopf ging, als mir lieb war. Hinzu kamen diverse Prominente Schauspieler die gerade verstorben waren, bei denen Stress der Auslöser für ihre Krankheit waren.

Nun kam bei mir alles auf den Prüfstand. Arbeit, Fußball und Garten.  Es war eigentlich so wie immer, viele Erkenntnisse – wenig Konsequenzen. Doch auch hier ist es diesmal anders.

Bei der Arbeit soll eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitsstunden stattfinden, nicht sofort sondern zum 1.1.2017

Beim Fußball werde ich sehr konsequent vorgehen, zwischen aufhören und Tor wird sich meine Zukunft abspielen.

Eine Reduzierung wird es im Vereinswesen geben.  Mein Gartenverein ist mir Heilig. Aber IG Vorsitzender bzw. für Nichtbremer  und nichtgärtner vgl. „Bezirksvorsitzender“ das ist eine Funktion die zwar Prestigeträchtig ist, gleichzeitig ist sie für mich aber auch entbehrlich. Wann dort Schluss sein wird, steht noch nicht fest.

 

Vorsätze

Es ist gut sich etwas vor zu nehmen, doch leider läßt es sich nicht immer in die Tat umsetzen. So wie am Montag, da sollte noch ein langer Artikel von mir veröffentlicht werden. Doch was war am Ende des Tages? NICHTS.

Kraftlos und leer, so sah es bei mir aus.  Es ging nicht mehr viel. So blieb es beim Vorsatz.  Es war besser auf den richtigen  Moment zu warten, als unnötig Kräfte zu investieren um dann auch noch einen schlechten Beitrag zu schreiben.  Es war die richtige Maßnahme, denn Heute fühle ich mich besser und kraftvoller.

Das zeigt aber auf wie wichtig es ist, Vorsätze zu haben. Nicht alles und auch nicht immer kann es umgesetzt werden.  Ohne Vorsätze würde jedoch überhaupt nichts passieren. Deswegen ist es mir lieber „Gute Vorsätze“ zu haben als gar nichts zu haben.

In dem Fall hing es mit meiner Gesundheit, mit meinen Kopf zusammen, da  bin ich machtlos ohne jegliche Chance.  Dementsprechend gibt es bei mir auch kein schlechtes Gewissen.

UEFA Delegierte

Am Wochenende stimmte einfach alles. Es fing Freitag mittag an und setzte sich bis Sonntag so weiter fort. Die Basis war aber der Freitag nachmittag.  Meine Frau und ich trafen uns mit unserer Sitznachbarin vom Weserstadion.  Wir wollten unsere Dauerkarten umschreiben lassen.Aus der Zeit, als wir noch im heutigen VIP Bereich saßen, sind uns viele Freunde erhalten geblieben. Doch mit dem Umbau verloren wir unsere Top Plätze und den direkten Kontakt zu einigen Werder Freunden.

DauerkarteDurch Zufall erfuhren wir das im dortigen Sitzplatzbereich immer ein paar Plätze frei sind. Das war Freitag unser stärkstes  Argument auf der Werder Geschäftsstelle, damit wir unsere Karten tauschen können. Jetzt sitzen wir zwei Reihen höher und noch mehr zur Mitte, direkt unter unseren Freunden. Unsere neuen Plätze waren für Delegierte der UEFA reserviert und werden sonst von den Angestellten der Geschäftsstelle benutzt.

uefaDoch wir gaben an dem Nachmittag alles, wir warfen all unsere Überzeugungskraft in die Waagschale. Wir ließen uns auch nicht durch eine ablehnende Haltung aus der Ruhe bringen. Erst als der Leiter der Geschäftsstelle mit einbezogen wurde und mit dem Hinweis, das die UEFA Delegierten auf unseren alten Plätzen sitzen könnten, haben wir uns durchgesetzt. So könnte der Tag auch unter dem Motto stehen.

Wer aufgibt, hat verloren – kämpfe mit allen Mitteln bis Du Dein Ziel erreicht hast, wenn es sein muß auch gegen        übermächtige Gegner.

In unseren Fall waren es die organisatorischen Vorgaben des DFB und der UEFA.