Archiv der Kategorie: Weisheiten

Weisheiten LXXXVIII

Im Augenblick umgibt mich eher ein negativer Lauf. Es ist nichts gravierendes aber Kleinigkeiten die unangenehm sind, wie z.B. mein Computer der gerade defekt ist. oder meinen vielen neuen gesundheitlichen Probleme.  Es ist wie ein Fluch der gerade auf mir liegt.

Doch was macht in solchen Fällen? Verzweifeln ist die falsche Lösung. Die Zuversicht behalten das sich das Blatt wieder dreht. Einfach ins Gedächtnis rufen, wie oft und wie lange man Glück gehabt hat. Das es immer wieder Phasen im Leben gibt die nicht wie gewünscht verlaufen.

„Irgendwann ist das Glück wieder auf meiner Seite – bis dahin sei mit allen vorsichtig. Es kann noch ein paar Tage dauern vielleicht aber auch länger – hab Geduld“

Mehr kann ich nicht machen. Damit die jeweilige „Negativ Phase“ nicht zu schlimm wird, achte ich gerade an solchen Tagen auf meine Gesundheit.

Weisheiten LVXXXVII

Ja, es stimmt. Heute bin ich ziemlich nervös und unsicher. Von Anfang an wird es ein Tag an dem meine Vorbereitung auf den Fußball vorbildlich verläuft. So habe ich es mir auf jeden Fall vorgenommen. Wie es am Ende des Tages aussieht – mal sehen.

Auch wenn mein Platz im Tor sein wird, der letzte Donnerstag hat bei mir Spuren hinterlassen. Vernünftig wäre es auf diese Art von Sport zu verzichten, doch wenn man immer das machen würde was andere als Vernünftig ansehen, dann hätte kaum einer die Chance gesund zu werden.

Egal um wen es geht, egal um welche Krankheit es geht. Es ist immer individuell zu betrachten. Jeder muss den  eigenen Weg finden. Der kann auf Verständnis stoßen, oft genug, ist das jedoch das Gegenteil der Fall.

Man muss den  eigenen Weg gehen. Das hört sich so leicht an, in Wirklichkeit ist es aber eine Herausforderung, die jeder nur für sich selbst heraus finden kann.  Dabei kann die Meinung anderer eine Rolle spielen. Entscheidend ist aber das eigene Gefühl. Man muss in den eigenen Körper hinein horchen. Was sagt das eigene Gefühl.

Mir hat man schon vor langer Zeit gesagt das Fußball zu gefährlich für meine Gesundheit sei. Mein Gefühl war anderer Meinung. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem sich mein Gefühl zu ändern scheint. Fast 40 Jahre habe ich gegen den Rat von „Leuten die es gut meinen“ gehandelt und es hat mir gut getan. Es gibt und gab so viele Empfehlungen, die zwar logisch erschienen aber mich nicht voran gebracht sondern zurück geworfen hätten. Damals so wie Heute gab es immer die gleichen Kriterien.

Wie reagiert mein Kopf; mein Gehirn?

Wie gut ist es für mein inneres, für meine Psyche?

Was für negative Folgen kann es haben und sind sie von mir zu bewältigen?

Ist es körperlich von mir zu bewältigen oder stoße  ich an meine Grenzen?

Egal was war, ich habe es für mich und nicht für andere getan.

Weisheiten LVXXXVI

wahre Kunst ist, das Umsetzen der eigenen Vorsätze!

Für diese Weisheit gibt es noch keine berühmte Persönlichkeit.

Wahrscheinlich wäre auch mir dieser Spruch nicht in den Sinn gekommen, wenn ich mich über mich selber nicht so geärgert hätte. Kluge Reden, noch schlauer schreiben – ja das ist leicht, doch bei der Umsetzung hapert es. Die eigenen Vorsätze in die Tat umsetzen, das ist nicht leicht. Bei mir ist es gerade die Aufgabe von Ehrenämtern.  Teil eins, geht ja noch, aber wenn man immer wieder gefragt wird ob man nicht doch eine Funktion übernehmen möchte – da standhaft zu bleiben – das ist eine Kunst.  Vielleicht gelingt es mir ja tatsächlich dieses Kunststück  zu schaffen

Weisheiten LXXXV

 

Aus jedem Tag das Beste zu  machen,

das ist die größte Kunst.

(Henry David Thoreau 1817-1862)

Dieses Zitat stammt von einen amerikanischen Schriftsteller und Philosoph.

Bis Gestern war es noch eine Weisheit von mir, so dachte ich zumindest. Aber so ist das auf der Welt. Irgendwo ist jemand schneller oder besser als man Selbst. Selbst im Leid ist es nicht anders. Es gibt immer jemanden dem es schlechter geht. Deswegen ist dieser Spruch ein Lebensmotto von mir.

Weisheiten LXXXIV

Kaum war das erste Mal Zuversicht bei mir vorhanden gewesen, ließ sich alles leichter ertragen.  Mir war klar das dieser Zustand nicht ewig dauern würde, aber so lang das zerrte schon an meinen Nerven und auch am Glauben „Immer nur positiv denken“ zu wollen.

Ab einen gewissen Zeitpunkt war es mir möglich die Uhrzeit auf meiner Uhr zu verfolgen. Dabei konnte ich feststellen das der ganze Spuk 28 Minuten gedauert hatte, doch es dauerte noch weitere fünf Minuten um zu realisieren das alles vorbei war. Diese Zeit erwies sich im Nachhinein als prägend.

Da seit dem fast trotzigen Entschluss positiv Denken zu wollen und dem Ende dieser kräfte zerrenden Phase nur wenige Minuten lagen, entstand eine meiner ersten Weisheiten.

weisheit

Nur POSITIV DENKEN hilft weiter. Mag die Situation auch noch so hoffnungslos sein, mag es auch absolut unrealistisches sein, einzig der Gedanke an das Gute – die Zuversicht – nur das hilft dir weiter.

Weisheiten LXXXIII

Im Augenblick durchlebe ich jeden Tag dauerhaft Glücksgefühle. Es ist mein neues Leben das sich so positiv auf mich auswirkt. Das sich mein Verzicht auf Ehrenämter so auswirkt, hätte ich nie erwartet. Es tut mir für den Verein leid, aber für mich und meine Gesundheit war es der richtige Schritt.

Es hat mich ziemlich viel Überwindung gekostet und ohne die Überzeugungskraft von vielen aus meinen Umfeld wäre es auch nicht so weit gekommen. Doch irgendwann war es soweit, das mir mein Leben, meine Gesundheit wichtiger erschien als diverse Vorstandstätigkeiten.

Auch wenn es der richtige Schritt war – ein wenig Mut gehörte schon dazu. Denn durch diese Maßnahme verändert sich mein Leben radikal. Doch Veränderungen gehören zum Leben dazu, man muß nur den Mut haben sie zu vollziehen.

In Bremen gibt es den Spruch

buten-und-binnen„Buten un Binnen –wagen und winnen“

Auf Deutsch übersetzt heißt er soviel wie

Innen und außen – wer wagt der gewinnt

Aus meiner Sicht ist es ratsam diesen Spruch zu verinnerlichen. Als wir uns wohnungsmäßig in der Neustadt nicht mehr wohl gefühlt haben, weil wir vom Vermieter tyrannisert worden sind, haben wir den Schritt gewagt und sind umgezogen. Dort hatten wir alles so wie wir uns es immer gewünscht haben. Als die Gesundheit aber deswegen leiden mußte, haben wir es gewagt und uns in eine neue ungewisse Zukunft begeben. Es hatte Mut gekostet aber wir haben gewonnen.

Das sind nur Beispiele, aber sie zeigen auch, wer sich weiter entwickeln will, wer sein Leben wieder ein Stück verbessern will, muß bereit sein Opfer zu bringen.

Wer das wagt – der steht auch oft genug als Gewinner da

Weisheiten LXXXII

Wenn im Leben auf eines Verlass ist, dann auf die Wellentheorie, so wie bei meinen Verein, Werder Bremen. Wochenlang lief es schlecht für ihn, sie haben ständig verloren. Nun haben sie es geschafft und zweimal gewonnen. Die Negative Serie ist gestoppt. Theoretisch müssten sie jetzt ein paarmal gewinnen.  Doch dieses ständige Auf und Ab wird sich wohl leider am Samstag mit einer Niederlage und nicht mit einen Sieg fortsetzen.

Theoretiker mögen mit ihren Erkenntnissen ja oft recht haben, doch bei der Wellentheorie spielt noch ein ganz anderer Faktor mit. Der Wille, die Bereitschaft etwas zu unternehmen um sich gegen einen Negativlauf zu stemmen.  Es reicht nicht sich auf die Gesetze der Physik oder der Philosophie zu verlassen. Mal ist eine Welle groß, mal etwas kleiner. Die einzige verläßliche Gesetzmäßigkeit die es gibt, das ist die Welle. Mal bist du unten, mal bist du oben, nichts bleibt für ewig.

Jeder einzelne kann sein Schicksal in die Hand nehmen um möglichst lange auf einer Welle dahin gleiten zu können. Jeder kann etwas für die Größe der Welle tun, die unwillkürlich kommt, die einen jedesmal in die Tiefe reißt oder ins Flache zieht.

Zu den Gesetzmäßigkäten des Lebens zählt diese Wellentheorie.  Eine Theorie der sich jeder Mensch stellen muß.

Wehmut? oder Weisheiten LXXX

Die Politik lässt mich nicht los. Nach über 20 Jahren in den vorderen Reihen ist es aber hoffentlich nachvollziehbar. Immerhin – der Abnabelungsprozess ist in vollen Gange. Eigentlich ist die Trennung schon abgeschlossen.  Vor kurzen  bekam Bremen einen neuen Bürgermeister. Eine Mischung aus Freude und Wehmut war für mich schon dabei.

„Ja, damals haben wir zusammen angefangen!“

Damit war der Teil Wehmut allerdings auch schon vorbei, denn dann folgte nur noch ein positiver Rückblick auf die Zeit .

 

Bis zu einen gewissen Punkt verliefen unsere politischen Wege gemeinsam.  Doch Mitte der 90-er  trennten sich unsere Erfolgswege. Seine  Weiterentwicklung verlief in der bezahlten Politik, während sich meine Aktivitäten im nichtbzahlten ehrenamtlichen Engagement befanden.

Heute ist meine Einstellung ganz einfach. Jeder hat das geschafft, was im Rahmen seiner gesundheitlichen Voraussetzungen möglich war oder ist..  Böse oder traurig das aus mir kein bezahlter Politiker geworden ist? Nein!  das bin ich nicht. Vereins- und IG Vorsitzender (vgl.Bezirksvorsitzender)bei den Kleingärtnern, das ist mehr als was ich je für möglich gehalten hätte. Genauso dürfte es meinen Freund und Mitstreiter ergehen, nur das aus ihm der Bürgermeister geworden ist.

Wir haben jeder für sich die Gesundheit und die Familie in den Vordergrund gestellt.

So wie es aussieht – sind wir beide Glücklich  und Zufrieden.

Genau, das ist es im Leben worauf es ankommt. Jeder sollte auf sich schauen und das was für ihn möglich ist – dann kann man einiges erreichen.

 

Weisheiten LXXIX

Wenn es diese Rubrik bei mir gäbe, es wäre die mit den meisten Einträgen. Im Augenblick verteilen sich fast 1.300 Beiträge auf 32 Kategorien. Die meisten Artikel werden von mir allerdings nicht veröffentlicht. Sie werden von mir geschrieben, teilweise auch gespeichert, um danach neu geschrieben oder gelöscht zu werden.

Anfang der Woche ist mir zum erstenmal seit 6 Jahren ein Artikel durchgerutscht. Er ist inzwischen wieder herausgenommen worden von mir, denn es war ein Beitrag der unveröffentlicht bleiben sollte.

Nachdem in den ersten Monaten nahezu alles was mir einfiel hier im Blog, kam mir irgendwann die Idee ihn auch zu meinen Vorteil, nur für mich, zu benutzen. So entstand eine virtuelle Rubrik. Für mich ist sie die wichtigste. Gefühlt müssten dort über 2.000 Artikel vertreten sein.

Seitdem ich so vorgehe fällt es mir schwer dagegen zu protestieren wenn jemand diesen Blog auch als Tagebuch bezeichnet. Es ist für mich eine grosse Hilfe all das was mich bewegt, was mir Sorgen bereitet, niederschreiben zu können. Ja, mein Blog ist nicht nur ein Ratgeber für Behinderte, er ist mein persönliches unveröffentlichtes Tagebuch. Seitdem diese Vorgehensweise von mir entdeckt wurde sind schlaflose Nächte, für mich eine Seltenheit geworden.

Es gibt so viel was mir durch den Kopf geht, und so manches läßt mir keine Ruhe. Dann kommt der Blog ins Spiel. Hier lasse ich meinen Gefühlen freien Lauf, hier wird erlebtes verarbeitet. Manchmal kann etwas davon später im Blog verwendet werden. Das meiste fällt jedoch unter dem Begriff „frei schreiben, von der Seele schreiben“

Auf diese Art und Weise ist es mir möglich vieles entspannter zu sehen, vor allen den Begriff „Grübeln“ als Fremdwort erscheinen zu lassen.

Meine Erkenntnis ist ganz einfach. Schreiben befreit Dich von Problemen, schütz Deine eigene Gesundheit. Das meiste davon sollte aber Privat bleiben.

Weisheiten LXXVIII

Heute Morgen traf ich jemanden aus der Politik. Es war eine Person zu der mir nur Gutes einfällt. Kurz nachdem wir auseinander gegangen waren, kamen mir Gedanken in den Sinn die sich ausschliesslich auf Nachtreten oder nachkarten konzentrierten. Doch mein Nachtreten gestaltete sich am Ende mehr wie ein Lüftchen.

Das es damals nicht für die Deputation und auch nicht für die Bürgerschaft gereicht hat, war schade. Doch nach dem Erfolg von Montagabend eher als Glück zu betrachten. So sehr mein Herz noch an der bremischen Politik hängt, mein neues Zuhause ist das Kleingartenwesen. Fast scheint es mir so als wären die 22 Jahre aktivce Politik nur Training  für meine neue Leidenschaft gewesen.

 

Der Erfolg von Montagabend ist für mich, auch deswegen wertvoll weil ich auf das nachtreten gegenüber der SPD verzichtet habe, denn das gehört sich nicht. Jetzt habe ich mein Glück gefunden, und nur das zählt.