Weisheiten VIII

Mir fallen spontan gerade 3 Personen ein die Gehirnbluten hatten. Unterschiedlicher kann es garnicht sein. Das Alter spricht schon für sich: 10 Jahre, 30 Jahre und 65 Jahre.

Der jüngste hatte es am leichtesten weil er noch extrem belastbar war. Der 65-jährige konnte nur deswegen auch langfristig überleben, weil er sich konsequent an die Vorgaben der Ärzte hält. Der mittlere hatte den, scheinbar, leichtesten Eingriff. Von allen dreien geht es ihm aber am schlechtesten. Er war der Meinung, das er sich nur einer Routine-OP unterziehen müsse um danach sofort wieder durchstarten zu können. Dabei hat er so ziemlich alles falsch gemacht was man falsch machen kann.

Nach der Operation hat er sich ins Flugzeug gesetzt um von Hamburg möglichst schnell nach Stuttgart zu kommen. Damit hat er seinen frischoperierten Kopf gleich dem Höhendruck ausgesetzt. Danach glaubte er, das er problemlos weiter als Workoholic aktiv sein könnte. Es versteht sich fast von selbst, das er kaum Zeit zum Schlafen gefunden hat. Und um das ganze noch, im negativen, zu steigern hat er auch noch Alkohol getrunken.

Es ist wichtig sich nach einer Kopfoperation so langsam und so vorsichtig wie möglich an das Leben heranzutasten. Es handelt sich nicht um irgendeinen Knochenbruch, sondern um die Schaltzentrale eines Menschen. Wenn sich hier ein Defekt einschleicht, kann das gravierende Folgen haben. Und je nachdem wie man sich nach einer gelungenen Operation verhält, so sind die Chancen auf eine Heilung. Das dauert bei einen 65-jährigen viel länger als bei den 10-jährigen. Alle haben aber eins gemeinsam: Sie müssen geduldig sein.

Selbst wenn die OP gut verlaufen ist und auch die ersten 6 Monate, dank vorbildlichen Verhaltens, gut überstanden sind, eines muß jeden klar sein:

Man wird nie wieder ganz gesund sein! Man wird nie wieder den gewohnten Rhytmus haben. Aber..

Man lebt!!!!!

Und mit der richtigen Einstellung kann man noch eine Menge erreichen und erleben. Dieses Glück hat nicht jeder, der am Kopf operiert werden mußte

Weisheiten VII

Bei soviel Glück wie gestern beschrieben, war es nur eine Frage der Zeit bis es ein  Negativerlebnis geben würde. Das war in Bremen mit dem gestohlenen Sattel auch der Fall.

Denn irgendwann kommt die Kehrseite der Medaile immer hervor. Es gibt kein reines totales Glück. Und es gibt auch nicht ausschließlich Pech. Jeder erwischt mal eine Pechsträhne.Mal ist sie kurz, mal ist sie etwas länger. Aber sie hält nicht dauerhaft an. Egal wer es ist. Es trifft jeden, und sei es nur eine Erkältungsphase. Glück ist nicht unendlich.  . Je stärker man an das Gute glaubt umso früher hört die jeweilige Pechsträhne auch wieder auf.

Weisheiten VI

Als wir gestern im bei unseren Nachbarn im Garten waren, fiel mir etwas auf. Er hatte schon ziemlich viel erreicht. Diverse Sträucher eingepflanzt, einige Blumenbeete angelegt, zwischendurch das ganze Unkraut beseitigt und sogar schon Beete für Erdbeeren, Bohnen usw. fertiggestellt. Ich hörte aber keine Freude keine Begeisterung sondern nur fluchen was  noch alles gemacht werden muß

Es ist ja im Prinzip gut wenn man ungeduldig ist um so schnell wie möglich voran zu kommen. Es ist auch gut wenn man etwas erreicht. Aber es ist nicht gut wenn man alles auf einmal will. Denn dann blockiert man sich  indem man zuviel will.

Wenn etwas erreicht ist kann es nicht schaden sich einmal zurückzulehnen um noch einmal zu verinnerlichen was man gerade geschafft hat. Aber wenn man schon während der aktuellen Tätigkeit unzufrieden ist weil noch nicht alles fertig ist,  dann stimmt etwas nicht. Denn man kann nicht alles auf einmal machen.

Als ich damals mit den Reha Maßnahmen anfing, wollte ich so schnell wie möglich gesund werden. Laufen und auch meine linke Hand wieder benutzen. Dazu noch richtig denken und richtig sprechen. Doch schnell habe ich bemerkt. Das geht so nicht. Ich mußte das trennen. Den Geist konnte ich praktisch zu jeder Zeit trainieren. Aber Beine und Hand gleichzeitig. Da ging überhaupt nichts mehr. Ich habe mich voll aufs Laufen lernen konzentriert. Und dabei habe ich mich über jeden kleinen Erfolg gefreut. So bin ich gut vorangekommen.

Gleiches gilt auch heute und das für jedermann. Und da spielt es keine Rolle ob es im Haushalt oder im Garten oder auf der Arbeit ist.

Erst eins dann zwei und dann in Ruhe weiter. Alles auf einmal ergibt Chaos

Weisheiten V

Ich muß noch einmal zum Fußball zurückkommen. Letzte Woche lag ein zusammengeknülltes Papier auf dem Spielfeld in Hamburg. Im Grunde genommen harmlos. Aber wie entscheidend Winzigkeiten und wie groß ihre Folgen sein können, das zeigt diese Papierkugel auf.

Dadurch das der Ball mit diesen Papier in Berührung kam, verfehlte der Abwehrspieler den Ball und konnte ihn nicht wegschlagen. Stattdessen gab es eine Ecke für Werder die zum Tor führte. Durch dieses Tor zog mit einenmal Werder und nicht der HSV ins Finale. Von diesen Schock haben die Hamburger sich nicht erholt und verloren auch noch das Meisterschaftsspiel. Die ganze Saison, die ganzen Bemühungen,  das große Geld, alles dahin wegen einer Winzigkeit.

Und genau das ist das Problem bei mir oder bei vielen die ein Handicap haben. Du mußt auf alles achten. Jedes Detail, jede Aktion muß mit voller Konzentration angegangen werden. Es muß alles passen. Ein kleiner Fehler, eine Unachtsamkeit, einmal zu leichtfertig, das kann eine Kette von negativen Auswirkungen nach sich ziehen. Darum ist meine Devise: Lieber etwas langsamer aber dafür alles richtig machen

Weisheiten IV

Gestern war ich auf dem Recycling-Hof Gartenabfälle wie Unkraut etc. wegbringen. Und dort traf ich unseren Innensenator. Er fiel nicht weiter auf und verhielt sich auch so. Bodygards waren nirgendwo zu sehen. Heute hat der Hamburger SV zum dritten Mal gegen Werder verloren. Damit haben sie alles verspielt. Die Fans glänzten aber mit Hochmut und Arroganz. Sie fühlten sich als etwas besseres.

Egal was du bist, ob Senator oder Fußballfan. Ob Manager oderArbeiter. Ob Gesunder oder Behinderter.  Eines sollte dir fremd sein: Überheblichkeit. Keiner hat das Recht von sich zu behaupten das er etwas besseres sei. 

Egal wie schön und und wie groß meine persönlichen Erfolge bzw.mein Erreichtes auch sind. Es ist kein Grund zum Abheben. So wie ich es nicht mag, von anderen herablassend behandelt zu werden. Darum versuche ich mich auch so zu verhalten wie ich es von anderen gerne hätte. Hochmut, Arroganz, Überheblichkeit, Besserwissertum oder wie man dieses Verhalten nennen will. Es macht einsam. Denn es vertreibt Freunde Bekannte und Menschen die einen helfen können.

Ich habe da ein Mittel gegen: Freundlich, höflich aber Selbstbewußt, dabei so natürlich es geht zu sein. Genauso versuche ich es.

Weisheiten III

Es ist normal das jeder Tag mit dem Sonnenaufgang beginnt und er mit der Dunkelheit endet. Genauso normal ist es das wir ständig essen und trinken müssen.  Es ist normal das das der Tag 24 Stunden hat und sich immer wiederholt.  Das sind alles Gesetzmäßigkeiten über die wir uns keine Gedanken machen. Es gehört zum Leben. Es ist normal.

Genauso normal und selbstverständlich muß es sein,  sich jeden Tag  zu motivieren, einen festen Willen zu zeigen, bemüht sein die Trägheit und das bequeme das in jeden steckt, zu überwinden. Bereit sein jede Herausforderung anzunehmen. Kurzum man muß gewillt sein jeden Tag zu kämpfen. Meistens sind es die kleine Kämpfe, aber hin und wieder sind es auch anstrengende Kämpfe die gewonnen werden müssen. Das muß in Fleisch und Blut übergehen, das muß so selbstverständlich, wie die Luft zum Atmen ist, sein. Das schöne an diesen täglichen Bemühungen und Anstrengungen ist,  das es sich  irgendwann lohnt. Und dann ist die Freude groß

Weisheiten II

Heute morgen fiel mir auf wie schön und wie wichtig ein Lächeln sein kann.  Als ich um 8.00 Uhr mit dem Rad das Haus verließ schien die Sonne. Meine Frau winkte mir noch einmal fröhlich hinterher, eine Nachbarin grüßte freundlich und als ich bei meiner Kaffeerunde ankam war es auch nicht anders. Überall freundliche Gesichter. Ich wurde überall mit einen Lächeln bedacht.  Aber aufgefallen ist mir das erst beim Bäcker im Bahnhof, als ich den Kuchen für unsere Wochenendrunde holte.  Die Bedienung lächelte nicht nur sondern fand noch ein paar nette Worte. Aber wie wichtig ein netter Blick oder ein Lächeln sein kann, das merkte ich erst im Bürgerpark als ich eine Joggerin bei ihren Dehnübungen sah und sie mich mit einen freundlichen Blick bedachte.

Da durchfuhr es mich richtig. Ich spürte diesen Adrenalinschub ganz deutlich. Dieses Glücksgefühl das Flügel verleiht, das ungeahnte Kräfte freisetzen kann, das viele Krankheiten im Keim erstickt.  Da wurde mir bewußt wie wichtig so ein Lächeln ist. Denn es bedeutet auch Harmonie.

Es ist einfach schön in freundliche Gesichter zu sehen. Das ist gut für die Seele. Und wenn es meiner Seele gut geht, geht es mir auch gut.

Nichts ist so einfach wie freundlich zu sein und auch ein Lächeln zu zeigen. Es kostet nichts,  du verlierst keine Zeit dabei und verausgaben brauch man sich auch nicht. Aber das was man dafür ernet das ist das beste Heilmittel das es gibt.  Und wenn ich mal nicht so gut drauf bin, sage ich mir: Jeder freut sich über ein Lächeln, also lächel zurück.

Egal in welcher Behindertenvereinigung ich war, es ging immer freundlich untereinander zu. Warum unnütze Kraft vergeuden und als mißmutiger Mensch durch die Gegend laufen.  Ein Lächeln steht als Sinnbild für positives Denken. Und nur positives Denken hilft dir weiter.  Nur durch posiitives Denken habe ich es soweit gebracht.

Das was ich ich für mich habe  geschafft habe, kann jeder für sich auch erreichen. Ein Lächeln ist der Anfang

Weisheiten I

Wo nehme ich eigentlich mein Selbstbewußtsein oder meine Stärke her? Da ich jetzt diesen Blog schreibe, habe ich versucht der Frage auf den Grund zu gehen und bin zu überraschenden Erkenntnissen gekommen.

Das Geheimnis besteht darin, auch Fehler zugeben zu können.  Im Augenblick  unterläuft mir hier und da ein Fehler bzw. es läuft nicht wunschgemäß. Dabei beschränke ich mich nicht nur darauf es mir selber einzugestehen was ich falsch gemacht habe sondern ich schreibe es auch hier nieder. Und ich versuche mich auch direkt zu entschuldigen wenn es noch Personen betrifft. Dadurch verarbeite ich Situationen besser als wenn ich es verdrängen würde. Der jeweilige Fehler(welcher auch immer) würde von mir bestimmt wiederholt werden und ich würde wahrscheinlich aus dem Grübeln nicht mehr herauskommen. Und so ist es ganz einfach:

Wenn etwas nicht gut geht: Darüber nachdenken und analysieren. Sich das jeweilige Mißgeschick eingestehen und bereit für Gespräche darüber sein. Fertig und weiter. Das Leben ist zu kurz und zu schön um die Zeit mit unnötigen Grübeleien zu verbringen.

Meine ganz einfache Devise: Wer lebt macht auch Fehler, denn die sind ein Teil des Lebens. Wer keine Fehler macht der lebt nicht, der existiert nur.