Endspurt

Das war heute noch einmal richtig Hektik. Aber irgendwie gehört das am letzten freien Tag dazu. Es fing alles an mit Wäsche waschen um 6 Uhr morgens. Der Haushalt ist inzwischen Vorbildlich sauber. Bei einer Pause die ich mir heute nachmittag gegönnt habe, hörte ich wie jemand in meiner Stammkneipe stöhnte, das ihm im Augenblick nichts gelingen würde. Meine Einstellung ist ja nach wie vor:

Positiv denken! und irgendwann kommt der Erfolg.  Das wurde auch sofort von jemanden bestätigt der froh war, das ich ihn, vor ein paar Jahren  zu dieser Einstellung überzeugen konnte.

Nur so läßt sich das Leben angenehmer leben, egal wie dunkel die Wolken gerade sind.

Politische Fragezeichen

Heute war endlich mal wieder unser Ortsverein angesagt.  Nach 5 Monaten Pause tagte die SPD Innenstadt mal wieder. Es war ein schönes Gefühl mal wieder mit der Basis aktiv zu sein. Allerdings war ich danach etwas durcheinander.

Im Vorfeld wurde ich gefragt ob ich den OV als Vorsitzender wieder führen könnte. Immerhin war ich es schon einmal (1996-2004) gewesen.  Eigentlich wollte ich das garnicht mehr. Meine Funktion im Beirat Mitte(vergleichsweise Gemeinterat ) sowie die Funktion des Behindertenbeauftragten für den Bereich Stadtmitte, reicht mir eigentlich. Aber es schmerzt mit ansehen zu müssen wie einiges auf der wichtigsten Ebene(der Basis) schief läuft.

Aber ich habe mich dafür entschieden meinen jetzigen Weg weiter zu gehen. Es wäre nicht gut meine Kraftreserven einfach zu verbrauchen.

Gespannt

Mal sehen was sich heute so ereignet bei mir?

Einkaufen, Wohnung säubern steht auf dem Programm. Also so langsam vorbereiten für Donnerstag. Dann geht es in den Schwarzwald. Meine Frau von ihrer Mutter abholen. Bis dahin soll die Wohnung perfekt aussehen.

 Und Abends noch Sozialausschuss vom Beirat. Ein ganz normaler Tag

Disco

Kurz nachdem ich aus Hamburg zurück war, bin ich schon wieder los. In die Disco. Dort waren diesmal sehr viele neue Gäste. Ich wurde angestarrt wie ein außerirdisches Wesen. Das legte sich erst als mich die Bedienung freundlich, wie einen Stammkunden begrüßte.

Es war fast so wie in den ersten Jahren, als ich den Mut aufgebracht habe, in die Ü30 Disco zu gehen. Es war jedesmal ein Spießrutenlaufen für mich. Wagte ich es doch,  mich unter Gesunde zu begeben. An einen Ort wo man alle Probleme ausblenden will. Aber ich habe mich solange überwunden bis ich für die meisten „ein ganz normaler Disco-Besucher war“ Das war nicht leicht und ich weiß auch nicht warum ich mir das angetan habe. Aber es hat sich gelohnt. Es ist schön die Früchte einzufahren. Es ist schön zu sehen, das die Akzeptanz Behinderten gegenüber größer geworden ist.

Hamburg

Der Samstag verlief ganz anders als geplant. Kurz nachdem ich beim Bäcker gefrühstückt hatte, kam ich auf die Idee nach Hamburg zu fahren. Einziger Nachteil an der Sache: Ich mußte noch mit dem Rad nach Hause(5 Min.), Nachbarin informieren weil ich erst mit ihr weg wollte,  umziehen und zu Fuß zum Bahnhof (10 Min.) Aber ich hatte ja noch 24 Minuten Zeit.

Der Tag in Hamburg war schön. In Ruhe bummeln und Kaffee trinken.  Einzig bemerkenswert war die Situation im Restaurant. Es war so voll das ich mich überwinden mußte rein zu gehen. Früher wäre ich weiter gegangen. Und wenn ich es doch gewagt hätte, ein Steak hätte ich garantiert nicht bestellt. Aber ich habe es doch gewagt. Und alles ging gut.

Es ist doch komisch. Manchmal bin ich immer noch  nervös Selbstverständliches zu tun. Aber es ist nicht normal das ein Gast die Kellnerin bittet ihm das Steak klein zu schneiden.  Zum Glück kann niemand in mein Inneres sehen

Haushalt

Es ist schon eine Umstellung, wenn man allein zuhause ist. Alles muß selber erledigt werden. Dabei ist es doch so angenehm wenn die Frau da ist.  Zum Glück war ich früher Junggeselle. In den 6 Jahren, meines Junggesellendaseins, habe ich ziemlich viel gelernt. Vor allen auf eigenen Füßen zu stehen. Als ich mit 19 auszog war ich oft der Verzweiflung nahe. Aber ich habe immer an mich und das Leben geglaubt. Auch wenn ich sehr schwere Epeleptische Anfälle hatte. Den Glauben an eine bessere Zeit habe ich nie aufgegeben. Aus dieser Zeit habe ich meine Stärke gezogen.  Ich mußte mich ja um alles kümmern. Ob es das Spiegelei war oder Schuhe zumachen. Bettwäsche neu beziehen – kein Problem. Ich mußte nur ca. 60 Minuten dafür einkalkulieren. Und so war es bei allen Dingen. Es ging,  es war zu schaffen. Es war immer nur eine Frage der Zeit und der Geduld.

Und genau diese Eigenschaften kamen mir heute wiedermal zugute. Blumen gießen, Badezimmer alles ein wenig zurecht rücken und dann noch Wäsche waschen. Alles kein Problem. Ich mußte mir nur die Worte Geduld und Disziplin ins Gedächtnis rufen

Semesterferien?

Es war ein Tag ohne große Höhepunkte. Ungewöhnlich war heute nur der rege Betrieb in unserer Fachbereichsbibliothek. Obwohl Semesterferien sind,  war heute  Hochbetrieb.

Ich habe es etwas ruhiger angehen lassen und war den ganzen Nachmittag bei einer guten Bekannten.

Wenn ich das so bedenke, muß ich sagen: Die ständige Quälerei in Bezug auf Disziplin und gepflegt herumlaufen, sich nicht gehen lassen und immer hartnäckig sein Ziel verfolgen und auch nicht bei Rückschlägen sich beirren lassen.


Es lohnt sich!

Es gibt dann sehr viele schöne Momente die man erleben kann. Vor allem im menschlichen Bereich.

Müde

Es ist schon Dienstag. Eine kleine Umstellung ist es schon, täglich etwas nieder zu schreiben.

Auch heute bin ich wieder mit dem Rad zur Uni gefahren.  Denn auf dem Rad werde ich am besten wach.  Auf dem Rad darf ich mir keine Müdigkeit erlauben. Denn wenn ich einmal nicht voll aufgepasse ist es passiert –  Unfall.  Aber der letzte liegt schon einige Jahre zurück

Es ist eben nicht ganz so leicht mit einer Hand zu fahren und mit dem Körper immer die richtige Balance zu  finden

Heute stand Haushalt auf dem Programm. Das war Stress. Nach einer Stunde habe ich abgebrochen und meine Aktivitäten auf morgen verschoben. Das ist der Teil der Strohwitwerzeit, den ich garnicht mag

Freitag der 7.3.2009

Gestern war ich auf der CEBIT. Es war anstrengend aber schön. Den ganzen Tag bin ich durch die Hallen gelaufen. Erst gezielt  und zum Glück erfolgreich. Alles was ich wissen wollte habe ich erfahren. Bei Microsoft habe ich einige Vorträge gespannt verfolgt
Später bin ich wahllos durch einige Hallen gegangen um mich zu informieren.
Eigentlich wollte ich ja noch weg in der Nacht aber dazu war ich dann doch zu geschafft. Darum bin ich zuhause geblieben
Heute habe ich erst einmal ausgeschlafen

Anfang

Nach all den Gesundheitlichen Einführungen kann ich jetzt durchstarten mit meinen Blog.

Nur wo fange ich an? Nehme ich meine Freizeit oder das alltägliche Leben? Ich werde mich wohl auf den Bereich der Behinderung konzentrieren. Da mein Handicap ein Großteil meines Lebens bestimmt, wird es eine Menge zu berichten geben