Freitag letzter Woche

Jetzt haben wir schon Dienstag. Und erst Heute fällt mir auf was ich am Freitag veröffentlichen wollte und es doch vergessen habe. Wenn ich ehrlich zu mir bin, ist es ein fahrlässiges Verhalten. Wenn ich aber nicht ganz so hart mit mir ins Gericht gehe, dann gibt es genügend Gründe die für mich sprechen.

Es ist eben so wie es jeden hin und wieder passiert. Man nimmt sich etwas vor, will es auch umsetzen aber es kommt etwas dazwischen. Man vergisst es und erst Tage später fällt es auf was man sich vorgenommen hatte. Dann hat man allerdings mehrere Möglichkeiten.

Man tut so als ob man es vergessen hätte und macht gar nichts.                             Oder man holt den geplanten Artikel nach                                                                       oder man schreibt einen neuen Artikel.                                                                        Und dann gibt es noch  die Variante in der man sich auf seine Gesundheit beruft. Aus meiner Sicht ist das leichteste und auch jedesmal glaubhaft. Aber mehr als einmal sollte das nicht vorkommen. In zehn Jahren Blog ist mir das  bestimmt schon mal passiert. Deswegen wird es auch keinen Hinweis von mir auf gesundheitliche Defizite geben.

Ich habe am Freitag schlicht und einfach vergessen und um 23.00 Uhr war es mir zu spät um noch etwas zu schreiben.

Irgendwie

Eine gute Bekannte, hat auf ihrer Facebook Seite gerade einen Beitrag veröffentlicht, der mein Gefühl zu 100& trifft. denn es spiegelt meine aktuelle Gefühlslage wieder

Um ein Problem zu  lösen, müssen wir die Lösung noch nicht kennen

Das magische Wort heißt: IRGENDWIE.
Denn es geht alles. Man muss es  nur wollen. Der Wille allein reicht schon um den Weg zum Erfolg zu  finden. Dabei darf der Faktor Zeit allerdings keine Rolle spielen, denn Zeit hat man genug.

Anders

Gestern haben wir unseren Hochzeitstag mal anders verbracht. Wir haben keine lange  Reise gemacht und auch keine weit entfernte Tages Tour unternommen. Ganz entspannt und gemütlich – Bremen. Da es mir am Samstag gerade ziemlich schlecht ergangen war, bot sich diese Variante an. Und es war auch ein Tag an dem alles stimmte.

So kann man den gestrigen Tag gut beschreiben. Das Wochenende war so, das es mir im negativen Sinne, noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Umso schöner war es für uns das am 13.5. alles stimmte.

Man muss nicht immer das grösste, teuerste  und beste unternehmen um sich einen erfolgreichen Tag zu verschaffen.

„Weniger ist mehr“ das ist für mich die zentrale Aussage.  In der Vergangenheit trafen diese Attribute auf mich zu. Groß und teuer waren meine Schlagworte. Doch nun ist mir klar. Es geht auch anders. Und zwar ziemlich erfolgreich

unser Feiertag

Für uns ist Montag ein Feiertag.

Es naht der 13 Mai. Unser Hochzeitstag

Kurz vor unserer Hochzeit, am Freitag den 13. hat man uns schon gesagt das wir nicht länger als 12 Jahre verheiratet zu sein. Aus welchen Grund auch immer. Das reichte von Gesundheitszustand bis Trennung, weil ich behindert  bin, aber das war 1983.

Am Montag  jährt sich unser Hochzeitstag nun schon zum 36 mal.

Ein Erfolg der damals für viele unerreichbar schien. Aber wir haben immer an uns geglaubt, auch wenn es einige als unmöglich ansahen, das man insbesondere „WIR“ es schaffen kann solange miteinander zusammen zu bleiben.

Wir hatten und haben nur ein Ziel an das wir glauben.  Das wir solange wie es uns möglich ist, zusammen bleiben.

Aufgehoben

Heute ist Donnerstag. Der Tag an dem ich Fußball spiele. Früher bin ich auch oft mit dem Fahrrad dahin gefahren.

Doch nun ist alles anders. Damit ich nicht zuviel Gewicht oder Körperumfang bekomme, wird Heute Abend Fahrrad gefahren. Durch meinen Rippenbruch bin ich ganz aus dem Takt gekommen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.  Egal um was es auch geht. Meine Reaktion mag nicht immer die schnellste sein. Aber mein Ziel ist immer ganz klar. Sobald es mir möglich ist – weiter machen

Weisheiten XCIV oder Theorien

Aufgeben oder verzweifeln das das kommt für mich nicht in Frage

Im Augenblick läuft zwar einiges, fast alles, nicht so wie gewünscht. Deswegen ist mein Standard Spruch im Augenblick auch eine  eindeutige Aussage, so wie z.B. am Sonnabend im Stadion zu meiner Nachbarin, die mir auch  schon lange bekannt ist.

„Mir geht es gut, der Körper streikt gerade  oder besser gesagt, er bereitet mir Probleme. Aber das trifft jeden von uns wenn er älter wird. Den einen früher den anderen später. Das was für mich zählt ist mein Kopf. Der funktioniert noch bestens. Solange sich mein Kopf“

Solange sich mein Kopf noch in einen so guten Zustand befindet, dachte ich mir, kann ich eigentlich nur zufrieden sein. Das mein ganzes Wesen jeder wissenschaftlichen, medizinischen Theorie widerspricht gibt es keinen Grund zum Klagen.  Mir ergeht es genau so wie vielen anderen. Je älter ich werde umso mehr Pausen sind nötig um mich nicht  zu sehr zu belasten. Im Grunde genommen ergeht es mir so wie vielen anderen auch.

Bildergebnis für THEorie

Es gibt so vieles was theoretisch kaum möglich ist. Und doch ist es machbar. Das sieht man bei Sport Ereignissen. Genauso trifft es auf die Wissenschaft zu. Aber vor allem bei gesundheitlichen Problem stößt die Theorie immer wieder an ihre Grenzen.  Es ist erstaunlich was ein  Mensch schaffen kann. Viele wissen gar nicht wie viel sie leisten können, welche Kräfte in ihnen schlummern. Wenn man alles nur aus der theoretischen Sicht betrachtet, dann wird alles so bleiben wie es ist. Aber wenn man sich dazu entscheidet, den eigenen Weg zu gehen und auch dafür zu kämpfen

dann ist ALLES MÖGLICH

Weisheiten XCIII

Oft ist es so das  Menschen mir Vorschriften machen wollen und mir klar machen wollen das meine gewohnte Vorgehensweise nicht gut ist und für eigentlich verboten sein sollte.

Das sind Erklärungen und Vorschläge die mir  besonders gut gefallen, denn diese Worte sind eine Herausforderung für mich.  Sie beruhen fast immer auf die Sichtweise gesunder Menschen. Diejenigen meinen es zwar gut mit einen, aber sie können sich nicht vorstellen, das es gerade für beeinträchtigte Menschen eine Herausforderung ist scheinbar unmögliches zu schaffen. Egal wie gefährlich und schwierig es auch sein mag.

Wer diesen Blog in den letzten zehn Jahren verfolgt hat, der weiß ich einiges an für mich, schier unmögliches, geschafft habe weil ich Regel missachtet habe und nur an mein Ziel geglaubt habe.

Genau das ist das Geheimnis von beeinträchtigten Menschen. Von sich und ihren Zielen überzeugt sein. Und für sich eigene Regeln eigene Herausforderungen zu beschließen.

Egal was andere denken, man muss in jeder Beziehung an den eigenen  Weg denken. Wohl wissend das es für die  eigene Gesundheit, der beste Weg ist.

Kar-Woche

Jetzt ist es wieder soweit. Wir haben die Woche vor Ostern, die sogenannte Kar-Woche. Es ist das letzte Mal das ich sie als Uni Angestellter erlebe. Vielleicht erlebe ich Pfingsten noch als arbeitender, wahrscheinlich ist für mich zum 1.7 oder sogar erst zum 1.8. Feierabend.

Diese Woche werde ich auf jeden Fall genießen. Die Studenten haben frei und diejenigen die in der Bibliothek vorbei kommen, wollen nur arbeiten und in Ruhe gelassen  werden.

Weisheiten XCII

Es ist ja nicht so, das nur Behinderte Menschen täglich neue Erfahrungenmachen, es ist auch der andere Teil der Menschheit, der täglich feststellt das einiges gerade nicht so ist wie man es sich vorstellt. Oft genug stellt man fest das eigene Fehler der Grund sein könnten.

Niemand ist Perfekt!

Bevor man sich über andere auslässt oder sie überheblich behandelt. Genau  darum geht es. Wir sind Menschen die geboren werden und irgendwann sterben werden. Auf eine gewisse Art  und Weise sind wir alle Gleich.  Sehr viele sind bereit sich weiter zu entwickeln  und nehmen bewusst Fehler in Kauf, denn nur dadurch können sie lernen und sich weiter entwickeln.

Und dann gibt es die  fehlerfreien Menschen die immer alles richtig machen. So glauben sie zumindest. Deswegen nehmen sie sich auch die Freiheit heraus herablassend auf andere zu schauen. Das sind oft diejenigen denen man auch eine gescheiterte Existenz nachsagen kann.

Da sind mir behinderte Menschen lieber. Die wissen von Anfang an, das man auch etwas tun muss um das Leben durch gute Arbeit zu genießen. Überhebliches Verhalten ist da fehl am Platze.

Bauernopfer

AVIB

Das ist die Abkürzung für „Amt für Versorgung und Integration“

Nach über 45 Jahren hatte ich dort einen Antrag gestellt, in der Hoffnung das meine neue Motorik (Gesamtheit der aktiven, vom Gehirn aus gesteuerten, koordinierten Bewegungen des menschlichen Körpers) berücksichtigt wird. – Pustekuchen!  Die Sachbearbeiterin teilte mir mit das meine Ärztin mich für Gesund erklärt hat. Das war allerdings gelogen.

„Mit mir nicht!“  war meine Reaktion. Denn das was sich da gerade ereignete war reine Willkür, aus welchen Gründen auch immer. So etwas lasse ich mir nicht gefallen. Da hilft nur eines. Kämpfen – solange bis das Recht auf meiner Seite ist. Wahrscheinlich bin ich nur ein Bauernopfer um die Quote der abgelehnte Anträge hoch zu halten. Aber man sollte sich nicht alles gefallen lassen. Wie es weiter geht kann ich Heute noch nicht sagen, aber ein paar Asse habe ich noch im Ärmel. Hoffentlich brauche ich sie nicht ausspielen